Beate, ohne und Weihnachten – Teil IX

Der Wecker klingelte Beate aus dem Schlaf. Die andere Seite des Betts war noch warm, als sie aufstand und sich schnell was überzog. Neuschnee bedeutete zwangsläufig auch Schnee schippen. Von draussen klang schon ein vertrautes Kratzen. Einige Nachbarn schienen wohl noch früher aufzustehen. Mit Besen und Schaufel bewaffnet machte sie sich an die Arbeit. Im Briefkasten steckte schon die Tageszeitung, auf die sie sich freute. Nach dem Schneeräumen würde ihr eine Tasse Tee gut tun. Dabei würde sie dann in Ruhe Zeitung lesen können. Aber erstmal rief der Schnee. Gut das diese Quälerei nicht jedes Jahr anfiel. Manche Jahre blieben ohne Schnee, den sie noch nie leiden konnte. Schon als Kind hatte sie den Schnee gehasst, genauso wie sie winterliche Schlittenfahrten mit ihren Eltern und warmen Kakao danach gehasst hatte. Manche Leute fanden das romantisch. Sie nicht. Im Vorgarten hatten Kinder einen Schneemann gebaut, der sie anstarrte

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