Tod eines Terroristen – oder doch Freiheitskämpfers?

Heute morgen ist Jassir Arafat gestorben. Für das palästinensische Volk stellt sich nun die Frage, ob das Ableben des Terroristen mit Friedensnobelpreis für sie zu einem dauerhaften Verlust, auch an Identität führen wird. Ob ein eigener, autonomer Palästinenser-Staat jetzt in weite Ferne rückt und die Region noch tiefer ins Chaos versinkt, oder ob jetzt die Bahn frei ist für einem umfassenden Friedensprozess. Eins aber müsste den Palästinensern und den Israelis klar sein: In dem seit Jahrzehnten andauernden Konflikt kann keine Seite gewinnen. Frieden und Sicherheit kann es nur geben, wenn beide Seiten aufeinander zugehen und gemeinsam ein Lösung finden. Aber ein „Sieg” der einen Seite über die andere Seite wird vom „Verlierer” niemals endgültig akzeptiert werden.

Der Tod von Jassir Arafat könnte ein Signal sein, eine Chance für den Wandel. Die Zeitspanne, um die Chance auch zu nutzen, dürfte jedoch nicht sehr groß sein. Schnell werden sich wieder die alten Reflexe einstellen und das Töten auf beiden Seiten wird weitergehen. Damit aber wäre dann nicht nur der Terrorist Arafat gestorben, sondern auch die Hoffnungen des Friedensnobelpreisträgers wären für sehr lange Zeit tot.

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