AbGEZockt

Ab April 2005 sollen Privathaushalte, die über einen internetfähigen PC verfügen, monatlich GEZ-Gebühren bezahlen – es sein denn, sie entrichten bereits eine Zwangsabgabe auf Grund eines vorhandenen Fernseher oder Radios.

Mich erstaunt immer wieder, auf was für Einfälle Institutionen und Politiker kommen, um dem Bürger das Geld aus der Tasche zu ziehen, denn als was anderes kann man dieses neue Vorhaben nicht bezeichnen. Gerade die GEZ erinnert mich an die Mafia – von einer Schutzgebühr ist der monatliche Obolus an die GEZ nicht weit entfernt, denn schließlich kann man sich den Männer von der GEZ auch nur schwer entziehen. Erstaunlich ist auch, dass die GEZ von den Einwohnermeldeämtern Daten zur Verfügung gestellt bekommt. Bei einem Umzug in eine neue Stadt erhält man meist als erstes Post von der GEZ.

Mit Spannung darf man in die Zukunft blicken. Dort lauern schon GEZ-Gebühren für UMTS-Handys und andere mobile Geräte, mit denen man ja unter Umständen auch Fernseh- oder Radioprogramme empfangen könnte. Gerüchteweise wird ein geringer Teil der Gebühren – aber nur, wenn es in Mainz im Juli 2005 schneit – für die qualitative Verbesserung des öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramms verwendet.

Wenn ich darüber nachdenke, wird mir auch klar, warum das öffentlich-rechtliches Fernsehen heißt. Die Öffentlichkeit darf die Selbstverwirklichung von selbstvergessenen Programmdirektoren bezahlen und hat keine Rechte, die Zahlung beim vollen Besitzt eines Empfangsgerätes zu verweigern.

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