Ewig Laufen

Ewig Laufen

An so Tagen wie heute, mit leichtem Sonnenschein, könnte ich, wenn ich einmal unterwegs bin, ewig laufen. Es wird einem dabei ganz leicht, die Gedanken fliegen frei, bis hin zu dem Zustand, wo im Kopf eine leere, befreiende Ruhe eintritt. Ohne Hunger, Durst oder andere Bedürfnisse, ohne eine Veränderung von Wetter oder Tageszeit könnte ich dann weiterlaufen, ohne anzuhalten, ohne zu rasten, denn beim rasten kommen die Gedanken wieder, holen einen die Sorgen und Probleme ein.

Solche Momente biete vor allem der Herbst mit seinen Tagesanfängen, wo die Sonne vorsichtig mit ihren Strahlen durch den Frühnebel bricht, wo die Erde noch feucht ist und der junge Tag einem nur mit den Geräuschen der Natur begrüßt. In solchen Momenten kann man auch schnell vergessen, dass man in einer Stadt wohnt, selbst wenn man an lauter Häusern vorbeikommt. Tritt aber nur ein Mensch aus einem dieser Häuser auf die Straße, verfliegt der Zauber der Stille schnell wieder.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren