Fisch

Fisch

Karfreitag ist traditionell ein Tag, an dem Fisch gegessen wird. Früher als Kind war mir nicht ganz klar, warum es Fischstäbchen gab und was Jesus mit Iglo zu tun hat vermutlich sieht Gott aus wie der Kapitän. Heute sieht das natürlich anders aus. Fisch – war da nicht mal ein Fischverkäufer aus dem Gaza-Streifen oder so?

Wie dem auch sei, meine schlimmsten Erfahrungen mit Lebensmittel hatten immer was mit Fisch zu tun. Mittlerweile habe ich eine Gräten-Neurose, nach dem ich an einer mal fast erstickt währe. „Ist das eine Geräte da im Fisch? Hilfe! Sanitäter!“ Dabei wollte ich eigentlich damals kein Fischbrötchen, sonder eins mit Hähnchen – schließlich war es ja auch nicht Karfreitag.

Vor zwei Jahren konnte ich dann fast das Zitat aus dem Film „Der Sinn des Lebens“ wiederholen: „Die Lachsschaumspeise …“
Mir ist der Lachs nicht so gut bekommen, so dass ich mir ihn in der Nacht noch mal durch den Kopf gehen ließ. Nicht nur, das mir noch Tage später flau im Magen war, bei der ganzen Aktion hatte die Magensäure auch noch einen Teil einer Kunststoffkrone eines Zahnes zerstört.

Nicht das ich Fisch nicht mag, aber der Geruch ist doch etwas störend. Vor allem, weil ich mir nie sicher bin, ob das noch normal oder der Fisch schon schlecht ist. Um experimentell Gerichte mit Fisch mache ich daher lieber einen Bogen und greife zu Tiefkühlbriketts – Seelachsrechtecke. Die lassen sich gut portionieren, sind frei von Geräten und lassen sich vielseitig einsetzen. Wobei ich nicht die Fischstäbchen meine, sonder die puren Seelachsfilets. Fischstäbchen anzubraten ist nämlich auch nicht so einfach, wie man das allgemein glaubt – von allen Seiten kross braten.

Heute wird es daher ein Gericht geben, welches sich schnell und einfach im Wok machen läst. Tomaten, Frühlingszwiebeln und der Blockfisch (nicht Blog Fish).

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren