Blutsauger

Blutsauger

Trotz der enormen Beteiligung bei den gewerkschaftlich organisierten Demonstrationen gegen den Sozialabbau und gegen die Erhöhung der Wochenarbeitszeit wir weiter am bisherigen Regierungskurs festgehalten. In Bayern und Nordrheinwestfalen wird damit die Arbeitszeit im öffentlichen Dienst auf 41 Stunden erhöht.

Im Gegenzug wurde nicht zur Arbeitszeit der Politiker oder ihren Diäten gesagt – selbst die kleinste symbolische Geste blieb aus. Dei Bürger dieses Landes sollten sich gut überlegen, wer tatsächlich das Bruttosozialprodukt erwirtschaftet. Menschen wie der ehemalige Mannesmann Chef Esser oder Edmund Stoiber oder der Nachbar von nebenan, der sein Geld mit einer Arbeitszeit von 38,5 Stunden pro Woche durch ehrliche Arbeit verdient.

Würden Vampire mit großer Gier allen Menschen das Blut aussaugen, so wäre das ihr eigener sicherer Tod, da sie sich ihrer eigenen Existenzgrundlage berauben würden. Wenn der normale Bürger weniger Zeit und Geld hat, singt die Kaufkraft im Inland. Durch dann angeblich wieder notwendige Einsparungen und Kürzungen der Sozialleistungen wird daraus eine Spirale des Niedergangs. Was nütz es der Siemens wirklich, wenn es woanders billiger Handys hergestellt werden können, weil deutsche Arbeitskräfte angeblich zu teuer sind? Kurzfristig führt das zu einer Ertragssteigerung, aber nur kurzfristig. Langfristig werden andere Firmen nachziehen, es wird mehr Arbeitslose geben. Die werden sich dann aber nicht jedes Jahr ein neues Handy kaufen. Die Arbeitskräfte im Ausland werden das auch nicht können, da ihre Löhne viel zu niedrig sind für solchen Luxus. Der Absatz der Handys wird also langfristig zurückgehen, die Gewinne werden einbrechen.

Mit Vorsichtig könnte man daraus ableiten, dass einige Manager und Politiker durch ihre Entscheidungen und ihr Verhalten eine Volkswirtschaft zum Zusammenbruch bringen, sie aussaugen wie ein Schwarm Mücken und dann weiterfliegen (jetten auf neudeutsch) zum nächsten Opfer.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren