Ole!

Ole!

Die Welt schaut nach Spanien. Zur Trauer um die Opfer der Anschläge vom 11. März kommt die Solidarität mit spanischen Volk. Wut und Verzweifelung sind noch ganz frisch und mit Schrecken überlegt jeder, wer und wo das nächste Ziel der Terroristen ist.

In den Stunden der Trauer und der Dunkelheit gibt es aber auch Ereignisse und Momente, die hoffen lassen. Der Wahlsieg des Sozialisten Jose Luis Rodriguez Zapatero von der Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) läst weckt Hoffnungen. Nicht nur für Spanien, sonder auch für Europa. Ein Mann der Versöhnung, der leisen Töne und des Wechsels. Abgewählt wurde nicht nur die konservativer Volkspartei, sonder auch ihr autoritärer Regierungsstil.

Für mich ist ein Politiker wie Zapatero ein Silberstreifen am Horizont. Ein solchen Silberstreifen sehe ich für Deutschland leider nicht. Auch wenn die nächste Bundestagswahl noch etwas hin ist, ändern wird sich bis dahin nichts. Vor allem werden sich keine neunen Gesichter auf der politischen Bühne zeigen. So wird der Sozialabbau weitergehen. Zum Ausgleich wird der Spitzensteuersatz gesenkt und so den Besserverdienenden neue Geschenke gemacht – zu Lasten des Durchschnittsverdieners.

Was uns auch von den Spaniern unterscheidet, ist der Gleichmut, mit dem wir diese Entwicklung hinnehmen. Während in Spanien am vergangenen Samstag Tausende von Menschen auf die Straße gegangen sind, um gegen die Informationspolitik der scheidenden Regierung zu protestieren, lassen sich die Deutschen von ihren „Superstars” ablenken oder fiebern mit ihrem „Big Brother”.

Für den 3. April haben die Gewerkschaften zu einem Aktionstag in Köln aufgerufen. Gegen den Sozialabbau und für mehr soziale Gerechtigkeit. Hoffen wir, dass eine über alle Erwartungen hohe Beteilung unserer Regierung endlich mal die rote Karte zeigt – ein rotes Tuch ist diese Regierung für viele Bundesbürger schon längst.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren