Lissabon – Teil VIII

Lissabon – Teil VIII

Die Zeit des Wartens war vorbei. Sein Kölsch wurde endlich gebracht. Ihm war danach, es in einem Zug auszutrinken. Aber dann müsste er entweder zahlen oder ein weiteres bestellen. Beides Dinge, die er vermeiden wollte. Mit den Fingern strich er eine zerknüllte Servierte glatt, die auf dem Stehtisch lag. Bewusst lässig trank er einen kleinen Schluck. Er wusste noch gar nicht, welches Bier es in Lissabon gab. Trotzdem meinte er, die Sonne Lissabons aus dem Kölsch zu schmecken. Für kurze Zeit schloss er die Augen, um sich die Stadt vorzustellen. Peinliche Betroffenheit schlug ihm entgegen, als er sie wieder öffnete.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren