Lissabon – Teil VIII

Die Zeit des Wartens war vorbei. Sein Kölsch wurde endlich gebracht. Ihm war danach, es in einem Zug auszutrinken. Aber dann müsste er entweder zahlen oder ein weiteres bestellen. Beides Dinge, die er vermeiden wollte. Mit den Fingern strich er eine zerknüllte Servierte glatt, die auf dem Stehtisch lag. Bewusst lässig trank er einen kleinen Schluck. Er wusste noch gar nicht, welches Bier es in Lissabon gab. Trotzdem meinte er, die Sonne Lissabons aus dem Kölsch zu schmecken. Für kurze Zeit schloss er die Augen, um sich die Stadt vorzustellen. Peinliche Betroffenheit schlug ihm entgegen, als er sie wieder öffnete.

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