Ein Schritt

Ein Schritt

Manchmal entscheidet ein Schritt über Leben und Tod. Gestern Abend habe ich mein Leben allein einem Moment der Unaufmerksamkeit zu verdanken. Ich stand an der Fußgängerampel an der Detmolderstraße, Haltestelle Mozartstraße und hatte schon den Ampelknopf gedrückt. Hinter mir wurde ein leerstehendes Geschäft neu eingeräumt, so dass ich aus Neugier heraus mich umdreht. Genau das hat mein Leben gerettet, den als ich mich zurück drehte, war die Ampel schon etwas länger grün und ein PKW, der noch länger rot gehabt hätte, war schon mit sehr hoher Geschwindigkeit dreiviertel über dem Fußgängerbereich. Wäre ich direkt bei Grün über die Ampel gegangen, hätte er mich Frontal voll erwischt.

Pünktlich

Pünktlich

Zu den Ankündigungen, bei denen ich immer schmunzeln muss, gehört auch die Redewendung eine Kollegin, pünktlich beziehungsweise frühzeitig Feierabend zu machen. Trotz des Vorsatzes und der Tatsache, dass sie keine volle Stelle hat, bin ich im Regelfall früher aus dem Büro raus (na gut, aber später zu Hause wegen der langen Fahrtzeit).
Heute wieder das gleiche „Drama”: Während ich hier sitze, ist im Büro nebenan noch meine Kollegin. Um 14:00 Uhr hat sie noch angekündigt „heute mal früh Schluss zu machen”. Nun denn, ich find mein zu Hause gemütlicher als meine Büro und verschwinde auch gleich – sie wird dann bestimmt noch hier sein …

Monster Hunter

Monster Hunter

Seit gestern habe ich ein neues Beta-Spiel zum testen bekommen: Monster Hunter. Zwar unterstützt das Spiel keine Kommunikation über das Headset, aber dennoch steht heute bereits eins für mich fest – es ist das beste Spiel bisher im gesamten Betatest. Es hat eine Online- und Offlinemodus (der aber nicht Bestandteil des Betatestes ist. Auffallend ist die Liebe zum Detail. Die Entwickler haben ganze Arbeit geleistet. So kann man sich in der Taverne niederlassen, von großen Jagderfolgen erzählen und sich dabei mit Bier kräftig zuprosten. Hat man zu viel getrunken, torkelt man nach dem Aufstehen durch die Gegend.

Selbst für Spieler, die gerade mal nicht an der PS2 sitzen, gibt es eine nette Funktion. Wie bei ICQ oder anderen Programmen kann man den Status seines Charakters ändern, so das für alle anderen Spieler sofort ersichtlich ist, ob man gerade nicht an der Tastatur ist, nach Freunden sucht oder lieber für sich alleine bleiben möchte. Statt wie bei anderen Spielen lange durch die Gegend zu laufen, wird man beständig mit Quests versorgt.

Oft dachte ich, dass Monster Hunter viele Versprechen eingelöst hat, die EQOA niemals einlösen wird. Ich bin gespannt, wie es noch im Betatest weitergeht und freue mich jetzt schon auf die Vollversion, die ich mir garantiert kaufen werde – sofern ich sie nicht gewinne.

Ewig Laufen

Ewig Laufen

An so Tagen wie heute, mit leichtem Sonnenschein, könnte ich, wenn ich einmal unterwegs bin, ewig laufen. Es wird einem dabei ganz leicht, die Gedanken fliegen frei, bis hin zu dem Zustand, wo im Kopf eine leere, befreiende Ruhe eintritt. Ohne Hunger, Durst oder andere Bedürfnisse, ohne eine Veränderung von Wetter oder Tageszeit könnte ich dann weiterlaufen, ohne anzuhalten, ohne zu rasten, denn beim rasten kommen die Gedanken wieder, holen einen die Sorgen und Probleme ein.

Solche Momente biete vor allem der Herbst mit seinen Tagesanfängen, wo die Sonne vorsichtig mit ihren Strahlen durch den Frühnebel bricht, wo die Erde noch feucht ist und der junge Tag einem nur mit den Geräuschen der Natur begrüßt. In solchen Momenten kann man auch schnell vergessen, dass man in einer Stadt wohnt, selbst wenn man an lauter Häusern vorbeikommt. Tritt aber nur ein Mensch aus einem dieser Häuser auf die Straße, verfliegt der Zauber der Stille schnell wieder.

Endlich Versager

Endlich Versager

Zumindest komme ich mir so vor, seit dem ich im SZ-Magazin über eine Werbeanzeige gestolpert bin. Dort wurde für einen 608 Seiten starken Fantasyroman (in Goldprägung mit Lesebändchen) geworben. Titel des Buches „Eragon“. nach allem was ich bisher darüber weiß, soll es wirklich wie ein sehr gutes Buch sein, auch wenn die Ankündigung in der Anzeige „Ein Höhepunkt in der Fantasy-Literatur“ vielleicht etwas übertrieben war.

Wie dem auch sei, Tatsache ist, dass das Buch von einem Amerikaner stammt, der gerade 15 Jahre alt ist. Ich bin mehr als doppelt so alt und habe es bisher nicht geschafft, auch nur einen Roman zu schreiben – trotz der vielen Ideen. Sehr deprimierend.

Niederlage steht bevor

Niederlage steht bevor

Ein Spruch aus Star Wars: Battlefield, den man in diesen Tagen auch auf den Karstadt-Quelle Konzern übertragen kann. Nur mit dem Unterschied, dass nicht Pixelsoldaten gefallen sind, sonder etwa 10.000 bis 30.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren werden. „Hört mal, sie spielen wieder das Lied“, könnte man sagen, denn in den letzte Monaten liest man so etwas regelmäßig in der Zeitung (abgesehen davon, dass es in meiner Firma ja auch noch bevorsteht). Wie auch bei anderen Firmen, so tragen auch die Mitarbeiter bei Karstadt-Quelle nicht die Schuld, sonder einzig und alleine das Management, welches durch falsche Entscheidungen und zu viele Aufkäufe den Konzern ruiniert hat. Während die Angestellten mit Anlassungen, Gehaltskürzungen, Streichungen von Urlaubstagen und zusätzlicher Arbeitszeit büßen müssen, bekommen die eigentlich verantwortlichen noch eine saftige Abfindung.
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Yoda würde vermutlich dazu sagen: „Unterschätze niemals die dunkle Seite des Kapitalismus.“

DVD Fehler

DVD Fehler

Es gibt Kleinigkeiten, die einen zu einem mittleren Wutanfall verführen können. Besonders dann, wenn man es nicht erwartet und auch nicht benötigt. Man stelle sich einen gemütlichen Abend zu Hause vor, mit Kuscheldecke auf dem Sofa, im DVD-Player rotiert Episode VI (Star Wars). Der Film fängt an, das alte Star Wars-Feeling taucht auf, man entspannt sich und genießt den Abend. Bis dann nach 60 Minuten das Bild einfriert, ein paar Szene übersprungen werden und dann das Bild erneut einfriert. „Das darf doch nicht wahr sein“, brüllt man, springt vom Sofa auf und versucht, durch wildes Ausprobieren am DVD-Player den Abend noch zu retten – was aber gerade dazu führt, dass er endgültig ruiniert wird. Es folgt dann die hektische Suche nach dem Kassenbon und das Schmieden von Schlachtplänen, falls der Händler die DVD nicht anstandslos umtauschen wird.

Vergeblich

Vergeblich

Ich bin mir nicht sicher, wie ich es bezeichnen soll, da ich im ersten Moment sprachlos war. Mit der Bildunterschrift „Vergeblich“ würde man aber bestimmt nicht ganz falsch liegen.

Gestern auf der Rückfahrt stieg in Gütersloh eine junge Frau ein, setzte sich auf einen freien Platz, legte ich Buch auf den freien Platz neben sich und legte die Beine hoch auf den ebenfalls freien Sitz ihr gegenüber – mit den schmutzige Schuhen, natürlich. Anscheinend war ihr egal, dass sich auch noch andere Mitreisende auf den Sitz setzten könnten, der ja nun dreckig war.
Der Titel ihres Buches lautete „Sozialpsychologie“.

Noch mal eben

Noch mal eben

„Schatz, ich werd noch mal eben bloggen“ – „Worüber?“ – „Keine Ahnung.“ Auch das kann mal passieren, dass ich mich an den Rechner setzte und noch keine Idee habe. Der Tag verlief ohne besondere Zwischenfälle, die Bahn gab keinen Anlass zum meckern, das Abendessen ist mir auch fast gut bekommen. Thematisch alles wenig ergiebig. Ungewohnt, dass nichts schlimmes passiert ist – vielleicht ist das aber auch nur die Ruhe vor dem Sturm. Bis zum 15. Oktober will meine Firma die Mitarbeiter informiert haben, die im Rahmen eines Sozialplanes das Unternehmen für das höhere Wohl zu verlassen haben. Innerlich hab ich mich schon darauf eingestellt, dazu zu gehören. Aber bis dahin heißt es abwarten, ruhig schlafen und sich auf den langen bezahlten Urlaub freuen und in der Zwischenzeit schön brav täglich diese Webseiten füllen.

Wählergemeinschaften

Wählergemeinschaften

Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen hat sich gezeigt, dass ein deutlich über fünf Prozent liegender Anteil von Stimmen in lokal-politische Interessengruppen gegangen ist. Weg von den großen, bekannten Parteien und hin zu Mitbürgern, die Politik vor Ort gestalten wollen – unter echter Einbeziehung der anderen, nicht gewählten Mitbürger. Thematisch lösen sie vielerorts die Grünen ab, die zu einer Partei der Besserverdienenen geworden sind, oder wie es so schön heißt: Die Wähler der Grünen sind nicht von Hartz IV betroffen. Grün zu wählen ist in dieser Zielgruppe ähnlich schick wie das Einkaufen im Bio-Laden oder das Tragen eine Gutchi-Tasche. Von daher darf man sich freuen, dass auch noch andere Wahlmöglichkeiten gibt. Im Gegensatz zu ein paar miesen (von einer Grünen-Politikerin) Behauptungen sind viele Wählergemeinschaften nicht rechts, sonder links anzusiedeln und setzten sich teilweise sogar aus ehemaligen Mitgliedern der Grünen zusammen. Die Zeit der Turnschuhe bei den Grünen ist vorbei – das haben jetzt auch einige Wähler gemerkt und sich anders entschieden.

Sie haben Post

Sie haben Post

Seit einigen Tagen stapeln sich in meiner E-Mail Box Mails, die ich noch nicht beantwortet habe. Woran das liegt, ist nur sehr schwer zu erklären. Vielleicht ist es eine Mischung aus Faulheit, Gleichgültigkeit und allgemeiner Antriebsschwäche. Es kann aber auch sein, dass ich einige Antworten vor mich herschiebe, weil ich keinen blassen Schimmer habe, was ich den Leuten schreiben soll. Auf jeden Fall ist das nicht böse gemeint, wenn ich mich nicht melde.

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren