Vergeblich

Vergeblich

Ich bin mir nicht sicher, wie ich es bezeichnen soll, da ich im ersten Moment sprachlos war. Mit der Bildunterschrift „Vergeblich“ würde man aber bestimmt nicht ganz falsch liegen.

Gestern auf der Rückfahrt stieg in Gütersloh eine junge Frau ein, setzte sich auf einen freien Platz, legte ich Buch auf den freien Platz neben sich und legte die Beine hoch auf den ebenfalls freien Sitz ihr gegenüber – mit den schmutzige Schuhen, natürlich. Anscheinend war ihr egal, dass sich auch noch andere Mitreisende auf den Sitz setzten könnten, der ja nun dreckig war.
Der Titel ihres Buches lautete „Sozialpsychologie“.

Noch mal eben

Noch mal eben

„Schatz, ich werd noch mal eben bloggen“ – „Worüber?“ – „Keine Ahnung.“ Auch das kann mal passieren, dass ich mich an den Rechner setzte und noch keine Idee habe. Der Tag verlief ohne besondere Zwischenfälle, die Bahn gab keinen Anlass zum meckern, das Abendessen ist mir auch fast gut bekommen. Thematisch alles wenig ergiebig. Ungewohnt, dass nichts schlimmes passiert ist – vielleicht ist das aber auch nur die Ruhe vor dem Sturm. Bis zum 15. Oktober will meine Firma die Mitarbeiter informiert haben, die im Rahmen eines Sozialplanes das Unternehmen für das höhere Wohl zu verlassen haben. Innerlich hab ich mich schon darauf eingestellt, dazu zu gehören. Aber bis dahin heißt es abwarten, ruhig schlafen und sich auf den langen bezahlten Urlaub freuen und in der Zwischenzeit schön brav täglich diese Webseiten füllen.

Wählergemeinschaften

Wählergemeinschaften

Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen hat sich gezeigt, dass ein deutlich über fünf Prozent liegender Anteil von Stimmen in lokal-politische Interessengruppen gegangen ist. Weg von den großen, bekannten Parteien und hin zu Mitbürgern, die Politik vor Ort gestalten wollen – unter echter Einbeziehung der anderen, nicht gewählten Mitbürger. Thematisch lösen sie vielerorts die Grünen ab, die zu einer Partei der Besserverdienenen geworden sind, oder wie es so schön heißt: Die Wähler der Grünen sind nicht von Hartz IV betroffen. Grün zu wählen ist in dieser Zielgruppe ähnlich schick wie das Einkaufen im Bio-Laden oder das Tragen eine Gutchi-Tasche. Von daher darf man sich freuen, dass auch noch andere Wahlmöglichkeiten gibt. Im Gegensatz zu ein paar miesen (von einer Grünen-Politikerin) Behauptungen sind viele Wählergemeinschaften nicht rechts, sonder links anzusiedeln und setzten sich teilweise sogar aus ehemaligen Mitgliedern der Grünen zusammen. Die Zeit der Turnschuhe bei den Grünen ist vorbei – das haben jetzt auch einige Wähler gemerkt und sich anders entschieden.

Sie haben Post

Sie haben Post

Seit einigen Tagen stapeln sich in meiner E-Mail Box Mails, die ich noch nicht beantwortet habe. Woran das liegt, ist nur sehr schwer zu erklären. Vielleicht ist es eine Mischung aus Faulheit, Gleichgültigkeit und allgemeiner Antriebsschwäche. Es kann aber auch sein, dass ich einige Antworten vor mich herschiebe, weil ich keinen blassen Schimmer habe, was ich den Leuten schreiben soll. Auf jeden Fall ist das nicht böse gemeint, wenn ich mich nicht melde.

Schlafes Bruder

Schlafes Bruder

Heute stand in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung, dass auch zu viel Schlaf die Lebenszeit verkürzt. Langschläfer würde sich oft müde und schlapp fühlen. Über die optimale Schlafdauer streiten sich Wissenschaftler nach wie vor. Sie liegt irgendwo zwischen fünf und acht Stunden. Wer jedoch zu wenig oder mit häufigen Unterbrechungen schläft, kann sich Informationen und Gelerntes schlechter behalten.

Von Kühen und Sabine Christiansen weiß man, dass sie nur drei bis vier Stunden Schlaf täglich brauchen, wobei es sich in beiden Fällen um Wiederkäuer handelt. Die einen haben sich auf Gras, die andere auf Klatsch spezialisiert.

Star Wars Battlefront

Star Wars Battlefront

Mit dem neuen Spiel für die Xbox (es gibt auch eine PC und PS2 Version) wird eine Kindheitstraum von mir war. Endlich die Schlachten von Star Wars nachspielen und hautnah miterleben. Wie die Verrückten haben wir als Kinder früher Geld gesammelt, um die Figuren aus dem Star Wars Universum zu kaufen. Im Spielzimmer lief dann die Audio-Spur der Filme von Kassette, während unser Luke Skywalker auf Darth Vader traf.

Damals hätten wir uns nie träumen lassen, dass es Jahre später mit einer Spielkonsole möglich sein würde, mitten im Geschehen zu sein.

Verräter

Verräter

Da lästert man bei einer Kollegin über das kindische Verhalten einer freien Mitarbeiter und was passiert? Die Kollegin erzählt das brühwarm der freien Mitarbeiterin weiter. Na besten Dank! Zumindest weiß ich jetzt, wie loyal manche Kollegen sind. Fest steht auch, dass ich es Dozent nicht nötig habe, an erwachsene Seminarteilnehmer Bonbons als Belohnung zu verteilen. Wer so etwas macht, disqualifiziert sich in meinen Augen als Dozent.

Ladenschluss

Ladenschluss

Schon wieder eine Diskussion um den Ladenschluss. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich der Meinung bin, mit dem Laden sollte Schluss sein. Das ständige Aufladen von noch mehr Belastungen auf den Rücken der Bundesbürger muss ein Ende haben! Schluss mit dem Laden!

Verdummung

Verdummung

Wenn man einen Stimmenverlust von 8% bei der Landtagswahl in Brandenburg als „eindeutigen Sieg“ bezeichnet und davon spricht, dass die SPD wieder gestärkt ist und sich die CDU „auf einem ansteigenden Ast“ befindet, muss man Franz Müntefering heißen. Der SPD Vorsitzende betreibt damit allerdings nicht Schönfärberei, sondern Volksverdummung.

Herbst

Herbst

Da ist er wieder, zumindest schon vom Wetter her: Meine Lieblingsjahreszeit, der Herbst. Dieses immer wieder unbeschreibliche Gefühl, die sehr starken Eindrücke, die Erinnerungen aus der Kindheit. Unvergesslich dabei auch das zusammengekehrt Laub vom Walnussbaum und der Geruch, wenn es verbrannt wurde. Mir vorzustellen, statt auf dem Land in der Stadt groß geworden zu sein, fällt mir nicht nur schwer, sondern erscheint mir unmöglich.

Chinakohlsuppe

Chinakohlsuppe

Für mich ist Chinakohlsuppe ein typische Gericht aus meiner Kindheit, etwas was ich besonders auch mit dem Herbst verbinde. Da am Freitag in unserer Biokiste ein Chinakohl drin war, bekam ich Lust, dass Gericht auch mal zu kochen. Das einzige Problem dabei: Ich hatte kein Rezept. Im Internet fanden sich zwar Kochvorschläge, aber keiner davon enthielt die Zutaten, die ich noch in Erinnerung hatte. Mit dem Zutaten, die ich für richtig hielt, rief ich meine Mutter an, die all das, was ich mir so überlegt hatte, bestätigte. Nur nach Gefühl bastelte ich daraus heute dann das Geicht. Zu meiner Freude ist es auch dann genauso geworden, wie ich es von früher her kannte.

Zutaten (für vier Personen): 500 g Rindergulasch
500 festkochende Kartoffeln
1 Chinakohl
2 Zwiebeln
2 Liter Wassser
Salz, Pfeffer, Öl

Zwiebeln kleinwürfeln, Gulasch in mundgerechte Stücke schneiden. Beide im heißen Öl anbraten. In der Zwischenzeit Kartoffeln schälen und würfeln, Chinakohl putzen und quer 8 cm lange Streifen schneiden. Gulasch mit Salz und Pfeffer würzen. Kartoffeln und Kohl zusammen mit dem Wasser zum Gulasch geben. Aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze etwa 30 Minuten kochen lassen, zwischendurch umrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren