Kategorie: Fingerübungen

Zwischen Kurzgeschichten oder dem nächsten Roman müssen es ab und an Fingerübungen sein, mit denen man sich nicht nur ausprobieren kann, sondern auch den Kopf frei bekommt.

Träm tritt ab — 10

Träm tritt ab — 10

Mittlerweile betrug die Verspätung des ICE 1056 tatsächlich 15 Minuten. Georg Träm spürte eine leichte Unannehmlichkeit im Magen. Ein linksseitiges Ziehen, welches er nicht zuordnen konnte. Auf die Klassenfahrt freute er sich genau so, wie andere sich auf die Kehrwoche freuen. Eine lässige Verpflichtung, die man auf sich nahm. […]

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Träm tritt ab — 9

Träm tritt ab — 9

Wer als Lehrer neu an eine Schule kommt, muss erstmal seinen Platz finden. Georg Träm räumte sich einen Tisch frei, den die Kollegen vorher als Ablage benutzt hatten. Wie das bei Ablagen so ist, kommt immer eins zum anderen bis die Ähnlichkeit mit einer Müllhalde unverwechselbar ist. […]

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Träm tritt ab — 8

Träm tritt ab — 8

Gesten können falsch gedeutet werden. Zwischen Nationen, Kulturen. Viel häufiger aber zwischen Mann und Frau. Träm lernte das auf die harte Tour. Er war gerade frisch gebackener Neubürger von Bielefeld. Bezog seine eigene Studentenbude. Die erste Woche des ersten  Semesters ging zu Ende. […]

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Träm tritt ab — 7

Träm tritt ab — 7

Wenn Schüler sich ihre Lehrer selber aussuchen dürften, wäre Träm niemals Klassenlehrer geworden. Nicht mal das, man hätten ihn allenfalls als Hausmeister beschäftigt. Wobei kein Schüler einen Vortrag über die Inhaltsstoffe hören möchte, wenn er sich am Kiosk etwas für die Pause kauft. […]

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Träm tritt ab — 6

Träm tritt ab — 6

Auf die Details kommt es genauso  an wie darauf, sich ausdrücken zu können. Beides zusammen erleichterte  Träm die Wahl seiner späteren Unterrichtsfächer. Es erleichterte ihm die ersten Jahre im Beruf genau so, wie es insgesamt sein Leben einfacher machte. Nicht aber das der Menschen, die mit Träm zu tun hatten. […]

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Träm tritt ab — 5

Träm tritt ab — 5

Unter Mitstudierenden galt Träm als souveräner Autofahrer. Eine Nachwirkung seines Zivildienstes, als er Essen auf Rädern verteilte. Ihm gab man gerne die eigenen Autoschlüssel, wenn man selber nicht mehr fahren konnte. Da Träm selber nichts trank, wurde er gerne zu Partys eingeladen. […]

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Träm tritt ab — 4

Träm tritt ab — 4

Träm hielt seinen Vater für eine Laune der Natur. Eine besonders üble Laune. Ähnlichkeiten mit seinem Erzeuger hatte der Senior jedenfalls nicht. Der Großvater von Georg Träm gab sich großzügig, was seiner umgänglichen Frohnatur entsprach. Ein herzensguter Mensch, der Träm gerne etwas zusteckte. […]

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Träm tritt ab — 3

Träm tritt ab — 3

Zivildienst oder doch zur Bundeswehr gehen, dass war für Träm keine Frage. Die Entscheidung nahmen ihm andere ab. Er entschied sich für das, was die Jungs aus seinem Bekanntenkreis taten. Sein Großvater hätte ihn lieber in Uniform gesehen. Dennoch, Träm bereutet seine Entscheidung nicht. Im Zivildienst hatte er auch jemanden kennengelernt, den er als seinen Freund bezeichnet. […]

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Träm tritt ab — 2

Träm tritt ab — 2

Zu Hause war für Träm stets der Ort, an dem sein Vater das Sagen hatte. Seine Mutter ordnete sich dem unter, obwohl sie ihr eigenes Geld verdiente. Das floss ohne Ausnahme in die Haushaltskasse, während Träm Senior mit seinem Lohn verfuhr wie ihm beliebte. […]

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Träm tritt ab — 1

Träm tritt ab — 1

Oberstudienrat Georg Träm hatte noch 15 Minuten zu leben. Von dieser  Unannehmlichkeit wusste er jedoch nichts. Dies stand im Widerspruch zu seiner sonstigen Besserwisserei. […]

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren