Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Kati versuchte ihren Bruder über das Handy zu erreichen. Nur die Mailbox sprang an. Vielleicht saß er ja bereits im Auto und wollte nicht rangehen, spekulierte Kati.

Sie schrieb ihm eine SMS. Kierberg. Die letzten Reisenden stiegen hier aus. Kati befand sich ganz alleine im Zugabteil. Unruhig rutsche sie auf dem Sitz herum. Selbst de merkwürdige rothaarigen Mann konnte sie nirgends sehen. Allerdings hatte Kati auch nicht mitbekommen, wie er ausgestiegen war. Sie stand von ihrem Platz auf. Da war niemand. Möglich, dass sich im anderen Zugteil noch Reisende befanden, die auch bis nach Erftstadt fuhren. Die Bahn setzte ihr Fahrt durch die nächtliche Voreifel fort. Im Abteil wurde es kühl, die Klimaanlage war zu hoch eingestellt. Kati schlang die Arme um Körper. Sie froh, obwohl es draußen sommerlich warm war. Wer kam schon auf die Idee, eine Jacke nur für die Zugfahrt mitzunehmen. Eine Jacke würde jetzt nicht verkehrt sein. Sofort fiel Kati Dina ein mit ihrer blöden Bemerkung heute. Dina verstand sich gut darauf etwas zu finden, mit dem sie andere verletzen konnte. Es war auch das Einzige, was sie richtig gut konnte, tröstete sich Kati.

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