Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Für manche sind die Herausforderungen der Fotografie der ultimative Endgegner. Für andere einfach das schönste Hobby der Welt.

Weihnachtsgeschichten aus der Konserve

„Alle Jahre wieder“ ist eigentlich so ein Begriff aus der
Asservatenkammer des Schreckens. Jedes Jahr „Kevin – Allein zu Haus“, „Der kleine Lord“ oder andere filmische Grausamkeiten zum Beispiel. Andere Rituale dagegen habe etwas Vertrautes, wie etwa Würstchen und Kartoffelsalat zu Heiligabend. Gerade weil sich nichts ändert, schafft es eine Atmosphäre der tiefen Vertrautheit und Entspannung. Es sei denn, man ist über die Feiertage unterwegs zur Verwandtschaft.

Es ist jedoch nur ein Gerücht, dass sich grundsätzlich nichts ändert, was irgendwie mit Weihnachten zu tun hat. Über einen kuriosen Fall berichtete heute die Emder Zeitung. Der Emder Weihnachtsmarkt steht auf der Top-10-Liste des Geo-Magazins. Ob das in alter Verbundenheit (Geo gehört zu Stern, der vom Emder Henri Nannen gegründet wurde) passiert, ist eher unwahrscheinlich.

Von der Beschreibung liest es sich so, als habe man einen alten Text der Stadt Emden über den Weihnachtsmarkt einfach per Copy and Paste übernommen. Mir ist jedenfalls keine Weihnachtspyramide aufgefallen. Die Atmosphäre auf dem Engelkemarkt ist auch eher ernüchtern, selbst mit mehr Glühwein intus. Aber ich sollte nicht meckern, denn wenn ich an meine diesjährige Weihnachtsgeschichte, die noch zu schreiben ist, denke.

Für mich ist das derzeit so eine Art Endgegner.

Unweigerliche Endgegner

Über den Begriff Endgegner stolperte ich zum ersten Mal, als ich mir die Playstation kaufte. Final Fantasy 7, Sephiroth. Für den hab ich ziemlich lange gebraucht. Zurück aber zur Weihnachtsgeschichte. Seit den Herbstferien, für die es mir auch nicht gelang, eine Geschichte zu schreiben, steht das mit der diesjährigen Weihnachtsgeschichte auf meiner Aufgabenliste. Immer wieder verschiebe ich es, zumindest mit dem Schreiben anzufangen.

Die Ursache dafür muss ich nicht lange suchen. Während ich nach wie vor gerne meine Blogartikel schreibe, ist bei Prosa für mich die Luft irgendwie raus. Eine Geschichte zu schreiben, bringt mir nicht mehr die Freude, die es früher getan hat. Es kostet viel Zeit und bringt wenig. Selber lese ich mir meine Texte auch nicht irgendwann später nochmal durch, um mich dran zu erfreuen. Andere scheinen sie ehedem egal zu sein.

Bei der Fotografie ist das anders. Hier bekomme ich zum Teil Feedback, aber ist auch völlig egal. Ich fotografiere und entwickel meine Bilder, weil es mir Spaß macht. Zudem schaue ich mir wirklich gelungene Fotos immer wieder gerne an — oder hänge sie in der Wohnung auf.

Fotografie ist kein Endgegner für mich. Aber vermutlich das Hobby, mit dem ich alt werde.

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