Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Bei einem Blitzer sollte der Standort nicht in Zeitung oder anderen Medien öffentlich gemacht werden.

Mörder unter uns

Die oben stehende Zwischenüberschrift hatte ich ursprüngliche anders formuliert. „Bekannte Standorte“ wollte ich schreiben, weil es hauptsächlich darum geht, dass die Emder Zeitung in einem Artikel über eine Blitzer den Standort ziemlich genau angibt (mehr dazu gleich). Allerdings würde auf diese Weise nicht deutlich genug rüberkommen, was ich davon halte.

Ja, für mich sind Raser potenzielle Mörder. Wer sich an Geschwindigkeitsgrenzen nicht hält oder sogar Wettrennen veranstaltet, nimmt den Tod Unbeteiligter in Kauf. Entsprechend Gerichtsurteile bei Verkehrsunfällen mit Todesfolge, bei sogenannten Raserunfällen, gehen genau in diese Richtung.

Für zu schnell fahren gibt es weder akzeptable Gründe noch Entschuldigungen. Geschwindigkeitsbegrenzungen haben ihre Gründe. Etwa weil die Strecke zu unübersichtlich ist, weil sie durch ein Wohngebiet führt und vieles mehr. Wer Geschwindigkeitsbegrenzungen als Schikane betrachtet, ist generell im falschen Film. Und offen gesagt, wer sich über Geschwindigkeitsbegrenzungen hinwegsetzt, ist in meinen Augen nicht geeignet, ein Fahrzeug zu führen — ihm fehlt die erforderliche Reife.

Hier in Emden haben wir auch eine ganze Reihe von Spezies, die meinen, in einer 30er-Zone nach dem Zebrastreifen noch mal richtig Gas geben zu müssen. Daher freute mich der Blitzer an einem entsprechenden Standort.

Raser gegen Blitzer

Für mich sind Blitzer ein wichtiges Instrument. Von Erziehung mag ich an dieser Stelle nicht schreiben, denn bei den meisten, insbesondere notorischen Rasern, hat es keinen pädagogischen Effekt, wenn sie geblitzt werden. Sie ärgern sich übers Bußgeld und wenn sie sich über sich selber ärgern, dann nur, weil sie so blöd waren, sich erwischen zu lassen. Denn eigentlich ist es ja recht einfach.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil — als Raser. In der heutigen Ausgabe der Emder Zeitung stand etwas zu einem neuen Blitzer im Stadtteil Borssum. Wo der genau stehen wird, schreibe ich natürlich nicht. Es ist nämlich ziemlich sinnfrei, wenn Raser wissen, wo sie aufpassen müssen, weil sie erwischt werden. Man fährt dann nämlich nicht langsam aus Einsicht, sondern um ein garantiertes Bußgeld zu vermeiden.

Schlagzeilen wie „Achtung: Hier wird ab Montag wieder geblitzt“ finde ich ganz offen gesprochen einfach nur zum Kotzen. Genauso wie Meldungen im Radio, wo gerade mal wieder geblitzt wird. Für mich ist es auch unvorstellbar, warum Apps wie etwa der Radarbot zulässig sind. Wobei, offensichtlich ist ihre Verwendung laut ADAC in Deutschland verboten. Sie werden aber dennoch im App Store von zum Beispiel Apple angeboten. Der Hersteller sitzt in Spanien und hat auf die Pro-Version gegen Geld im Angebot.

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