Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Über Fotos auf Instagram muss man mehr denn je nachdenken und diskutieren. Für mich ergibt sich derzeit noch keine Alternative.

Das erste Foto

In den vergangenen Wochen habe ich Instagram für mich wiederentdeckt. Warum das so ist und weshalb ich ausgerechnet etwas aus dem Meta-Datenkrakenkonzern verwende, erkläre ich im weiteren Verlauf. Zuerst einmal ein Rückblick, der etwas aufwendiger zu erstellen war. Zumindest, wenn man wie ich keine Funktion gefunden hat, das Alter seines Profils zu ermitteln oder zum ersten eigene Foto auf Instagram zu springen.

Für manche mag sich das lächerlich anhören, wenn man wie ich jedoch bereits 2.283 Beiträge hat, scrollt man eine lange Zeit nach unten. Irgendwann kam ich dann tatsächlich bei meinem ersten geposteten Foto an. Es stammt vom 17. Februar 2011. Mit anderen Worten, mein Konto ist fast 11 Jahre alt. Mit gerade einmal 160 Followern bin ich weit davon entfernt „Der König der Welt“ zu sein.

Es liegt vielleicht auch dran, dass ich zum Teil sehr unregelmäßig, vor allem aber ausgesprochen chaotisch Fotos gepostet habe. Kein einheitlicher Stil, mehr ein blindes Ausprobieren. Mehr wie ein Tagebuch. Im Prinzip also meinem Blog hier nicht unähnlich, nur halt mit Bildern.

Angefixt durch eine Randbemerkung beim VHS-Fototreff in Emden nahm ich mir dann vor, mein vernachlässigtes Konto (in den letzten Jahren hauptsächlich im Urlaub gefüttert) auf Vordermann zu bringen.

Keine Alternative zu Instagram

Nach wie vor bin ich ein großer Freund davon, meine Daten und somit auch meine Fotos auf einer weitestgehend von mir kontrollierten Umgebung zu haben. Für Fotos habe ich derzeit Lychee (siehe Navigation auf dieser Website) im Einsatz, überlege aber immer wieder, ob ich die nicht auf meinem NAS besser unterbringe (hängt auch mit der Speicherverbrauch auf längere Sicht zusammen). Was Plattformen wie flickr angeht, habe ich der Vergangenheit so meine Erfahrungen gemacht — wobei ich (Klopf auf Holz) nie wieder ein Foto-Plugin für WordPress programmieren würde.

Instagram gehört seit 2012 zu Meta (formerly known as Facebook). Über den Konzern muss man wohl wenig sagen. Immerhin, Marc Zuckerberg ist nicht Elon Musk, was derzeit auch schon ein verdammt großer Vorteil ist. Ob Meta besonders transparent ist, würde ich auch nicht behaupten. Aber der Konzern gehört auch keinem libanesischen Milliardär mit fragwürdiger Biografie.

Es gibt sicher eine Menge Alternativen zu Instagram. Bei mir ist aber eine Mischung aus Bequemlichkeit und Vertrauen, warum ich dabei bleibe. Gut, das mit dem Vertrauen muss ich erklären. Ich nehme lieber einen bekannten „Bösewicht“ als etwas Neues, wo die Hintermänner nicht kenne und den Umgang mit meinen Daten nicht abschätzen kann.

Wie es weitergeht

Für mich steht fest, wie ich Instagram weiter nutzen möchte. Ausgewählte Fotos posten, die ich aber nicht mit dem Smartphone, sondern einer digitalen Kamera gemacht habe. Die Fotos werden in Lightroom von mir aufbereitet — nach Möglichkeit sollen sie einen einheitlichen Stil haben, es solch sich eine persönliche Handschrift entwickeln.

Nach ein paar Wochen Nutzung von Instagram unter der Prämisse erkenne ich bereits in meinem Stream eine andere Qualität bei den Fotos. Wichtig für mich ist es auch, die Anzahl der Follower zu vergrößern und Bilder sinnvoll mit Schlagworten zu versehen. Mal schauen, wie weit ich damit komme.

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