Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Eine Hitzewelle fegt über Deutschland und lässt auch Schüler:innen schwitzen. Nicht überall sind bereits Sommerferien.

Heißeste Tag des Jahres

Beginnen wir den heutigen Text mit einer Schweigeminute für all diejenigen, die in einer Dachgeschoss-Wohnung leben. Verbunden mit dem Appell an dieses Menschen, doch bitte ihre Fenster zu schließen, damit es draußen zumindest etwas abkühlt. Scherz beiseite, ich weiß genau, wie sich das unterm Dach anfühlt. Mein Jugendzimmer befand sich dort und die letzte Wohnung in Bielefeld war eine Dachgeschoss-Wohnung. Allerdings gab es damals noch keine Hitzewelle mit Temperaturen jenseits von 40 Grad.

Abgesehen davon befindet sich mein Homeoffice im Dachgeschoss des Hauses. Zwar auf der Nordseite, aber der Unterschied zu gestern ist spürbar. Hinter mir läuft ein Ventilator, da es ausnahmsweise mal Windstill in Emden ist. Klimaanlage haben wir nicht und würden so was auch nur im äußersten gesundheitlichen Notfall anschaffen.

Wenn es wirklich zu heiß wird, gehe ich ein paar Treppen ins Erdgeschoss, was noch recht kühl ist. Keller gibt es nicht, was hier in Stadtteil Constantin auch Gründe hat. Grundsätzlich würde ich im Übrigen nicht von einer Hitzewelle sprechen. Es ist halt Sommer und dass es dann etwas heißer wird, ist normal. Abgesehen davon soll es bereits am Donnerstag um satte 10 Grad kühler werden. Zwei Tage wird man wohl noch aushalten können.

Früher war mehr Hitzewelle

Zugegeben, die Zwischenüberschrift ist etwas provokant. Auch der Satz davor. Nicht jeder kann mit der Hitze gut umgehen und so was sollte man auf keinen Fall verharmlosen. Ohne konkrete Zahlen und Vergleiche kann man die angebliche oder tatsächliche Hitzewelle in dieser Woche auch nicht in Bezug setzen zu dem, wie es früher war. Gefühlt gab es früher längere Sommer mit Temperaturen jenseits der 27 Grad, aber nicht über 35 Grad. Soweit ich mich erinner, wurde auch nicht von einer Hitzewelle gesprochen. Aber Erinnerungen sind nicht verlässlich.

An die Ratschläge von damals kann ich mich noch gut erinnern und sie sind heute die gleichen. Direkte Sonne vermeiden, viel trinken. Am besten Wasser und keine süßen Limonaden. Alkoholisches besser auch vermeiden. Wer kann, steckte seine Füße (oder auch mehr) in lauwarmes Wasser — zu kaltes Wasser führt dazu, dass der Körper die Heizung anwirft, was eher kontraproduktiv wäre.

Grundsätzlich aber zur Hitzewelle. Was sich anhand der Daten der letzten Jahre gut beobachten lässt, sind extremerer Ausschläge. Die maximalen Werte liegen definitiv höher, was sich auf den Klimawandel zurückführen lässt. Der ist auch Ursache für andere Wetterphänomene, die sich über das Jahr verteilt zeigen. Keine fließenden Übergänge, sondern Sprünge. Der Donnerstag wird da wieder ein gutes Beispiel für sein.

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