Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Anders als den Mond kann man den Mars von der Erde aus nicht mit bloßen Auge sehen. Dennoch reizt der Plante unsere Vorstellungskraft.

For all Mankind

Meine Frau und ich gehöre zu den Fans der Serie „For All Mankind“. Derzeit läuft bei Apple TV+ die dritte Staffel. Sowohl die NASA, Roskosmos als auch eine private Firma sind auf dem Mars gelandet. Menschen erkunden seine Oberfläche und bohren nach Wasser. Eine faszinierende Vorstellung und eine faszinierende Serie. Die Kritik an ihr zeigt mir nur, dass Geschmack eben etwas ist, worüber sich streiten lässt.

Mindestens genauso gut kann man allerdings auch über das streiten, was als Idee in der dritten Staffel steckt. Die Erforschung des roten Planeten, bemannte Missionen auf den Mars. Natürlich kostet da Unsummen Geld. Für mich ist die Erforschung des Weltraums, die Entdeckung neuer Planeten und Mission zu ihnen jedoch das Wichtigste und das Größte, was wir als Menschen leisten können. Die Erde ist so unbedeutend im Vergleich zum Rest des Universums und wir bringen nichts anders zustand, als uns hier unten gegenseitig die Köpfe einzuschlagen.

Es ist für mich ziemlich traurig, wie wenig von der Euphorie des Aufbruchs in den 1960er Jahren über geblieben ist. Nur gelegentlich und ganz am Rande wird über neue Entdeckungen berichtet. Menschen in absehbarer Zeit auf dem Mars — das ist wohl ein sehr ferner Traum.

Auf zum Mars!

Die von der US-Weltraumbehörde Nasa veröffentlicht Bilder, die mit dem „James Webb“-Teleskop aufgenommen wurden, sind enorm beeindruckend. Etwa Stephan’s Quintet, eine Gruppe von vier Galaxien (im Ausschnitt hier als Blogbild).

Die Serie For all Mankind wirft im Übrigen die spannende Frage auf, wer tatsächlich das Rennen zum Mars gewinnt. Aktuell würde ich persönlich darauf wetten, dass zuerst ein Chinese seinen Fuß auf den Boden des roten Planeten setzt. Im Bereich des Möglichen ist es jedoch auch, dass eine private Firma zuerst den Mars erreicht. Für mich ergibt sich daraus eine spannende Frage: Wem gehört der Mars?

Es gibt diesen in die Jahre gekommenen Weltraumvertrag. Wie nachzulesen ist, steckt dahinter die Absicht, die Okkupation von Himmelskörpern durch einzelnen Staaten zu verhindern. Was aber ist mit Firmen?

Schaut man sich die Geschichte der Menschheit an, dann bekommt derjenige den Kuchen, der ihn zuerst für sich in Anspruch nimmt und verteidigt oder aber zu gut gerüstet ist, dass er ihn erobern kann. Was für Land und Ressourcen gilt, dürfte trotz aller Verträge auch für Planeten wie den Mars gelten. Wenn also eine Firma zuerst dort landet, den Planeten für sich beansprucht und auch die militärischen Mittel verfügt, seine Ansprüche zu verteidigen — was passiert dann? Noch ist das Science Fiction.

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