Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Seit 130 Tagen tobt der Krieg in der Ukraine gegen die Bevölkerung. Russland hat damit die Büchse der Pandora geöffnet.

Hilflosigkeit eines Zeitungslesers

Seit 130 Tagen tobt der Krieg in der Ukraine. Viel von uns ist das im persönlichen Alltag bereits entfallen, was dort abgeht. Persönlich verfolge ich täglich die Lage, wobei es mir auch an manchen Tagen einfach zu viel wird. Ich kann den Krieg nicht stoppen, muss das Grauen irgendwie ertragen. Die eigene Hilflosigkeit macht hilflos.

Mittlerweile führe ich mehr denn je, dass die Sache kein gutes Ende nehmen wird. Die Zerstörungen in der Ukraine sind immens, jeder Toter einer zu viel. Und Putin wird mit jedem Tag uneinsichtiger. Wobei meiner Meinung nach nicht Putin alleine die Schuld für den Krieg trägt. Er ist einer der sichtbaren treibenden Kräfte dahinter, sicher. Aber niemand von Verstand würde behaupten, Hitler sei alleine am 2. Weltkrieg Schuld gewesen. Ohne ein Volk, welches den Kurs mehrheitlich mitträgt, sind solche Verbrechen nicht möglich. Weder in Deutschland während des Nationalsozialismus noch im heutigen Russland.

Für Russland ist der Einsatz immer höher geworden. Ich befürchte, nach 130 Tagen gibt es kein Zurück. Nur den totalen Sieg oder die totale Niederlage. Insbesondere wir Europäer sollten uns darauf einstellen.

Weitere 130 Tage?

Ob der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine noch weitere 130 Tage gehen wird, oder länger, das wissen wir nicht. Was wir aber wissen: Jeder Tag ist ein Tag zu viel. Bisher 130 Tage Mord, Vergewaltigung, Plünderungen und weitere Kriegsverbrechen von russischer Seite. Dazu massenhaft Propaganda und Hetze, auf die auch außerhalb von Russland Menschen hereinfallen. Russland ist der Aggressor, dran gibt es keinen Zweifel.

Beschäftigt man sich länger mit dem System Putin erkennt man zudem, dass der Krieg gegen die Ukraine keine Überraschung gewesen ist. Bereits durch die Annexion der Krim 2014 wurde eine rote Linie überschritten. Wer Menschen wie Putin gewähren lässt, wird am Ende Sturm ernten. Das Ringen um friedliche Lösungen, Entgegenkommen und Kompromisse sind in seiner Welt Zeichen von Schwäche.

Nach 130 Tagen wissen wir auch in Deutschland, welchen Preis wir zahlen werden. Auch wenn der Krieg nicht bei uns stattfindet, spüren wir seine Auswirkungen. Erleben verzweifelte Flüchtlinge aus der Ukraine bei uns und erleben unsere eigene Verzweiflung angesichts einer unsicheren Energieversorgung. Wer auf Gas angewiesen ist, fürchtet den kommenden Herbst.

Genau darauf setzt Russland. Eine deutsche Bevölkerung in kalten Wohnungen, die den Kurs der Regierung stürzt. Soweit dürfen wir es nicht kommen lassen.

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