Von allen guten und bösen Geistern verlassen

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Feiertage sind nicht freie Tage

Ein besonders ungünstiger Umstand bei Wochentagen verhindert ihren Umtausch. Selbst kaum genutzte Tage sind davon ausgeschlossen. Gleiches gilt für quasi originalverpackte Tage, bei denen man sogar noch das Kalenderblatt hat. Oftmals möchte man ja gerne den Montag in einen Sonntag umtauschen. Oder gleich in einen Samstag. Generell lässt sich sowas natürlich nicht verallgemeinern. Wer als Verkäufer:in samstags arbeitet, freut sich eher über den Montag. Diejenigen, die etwa in Berufszweigen mit „Montags Ruhetag“ arbeiten, sind am heutigen Tag eher entspannt. Abgesehen davon vielleicht, dass man sie um einen freien Tag betuppt hat, denn der Pfingstmontag ist ein allgemeiner Feiertag.

Das wiederum führt zur Frage, ob die Bundesregierung nicht eine arbeitnehmerfreundliche Regelung beschließen sollte, nach der Feiertage, die auf einen Sonntag fallen, an einem anderen Tag als freie Tage nachzuholen sind. Im Prinzip also ein Umtausch von Feiertagen gegen freie Tage. Wobei Feiertage nicht unbedingt freie Tage für alle Arbeitnehmer:innen sind. In der Gastronomie etwa gelten andere Regeln, ebenso wie bei Lehrer:innen mit einem Berg von Klausuren auf dem Schreibtisch.

Pfingsten bereit für den Umtausch

Kommen wir aber mal zu dem diesjährigen Pfingstwochenende. Das würd eich eigentlich auch gerne umtauschen. Gegen ein wärmeres und gefälligeres etwa. Gut, ich kann mich noch an Pfingsttage erinnern, die mindestens genau so verregnet und kalt waren. Vor sehr langer Zeit war ich an einem Pfingstwochenende in einem Pfadfinderlager — bei strömenden Regen kam wenig Romantik auf. Lassen wir die Erinnerung aber lieber in der Mottenkiste. Außerdem nützen sie nichts, wenn man gerne ein paar warme freie Tage gehabt hätte.

Der Samstag fühlte sich noch gut an, zum ersten Mal in diesem Jahr warfen wir den Grill an. Leicht getrübt wurde das Vergnügen allerdings dadurch, dass man uns am Fleischstand auf dem Markt wohl falsch verstanden hatte. Wir wollten zweimal Bauchfleisch und zweimal Nacken. Bekommen haben wir in zwei Tüten zweimal Bauchfleisch und keinen Bon. Umtausch bei verderblicher Ware ist an sich schon problematisch. Abgesehen davon hätte sich das Fleisch bis zum nächsten Markttag wohl nicht gehalten.

Ohne besagten Bon lässt sich zudem nicht beurteilen, ob man uns betuppt hat. Bei einem Preis von über sieben Euro habe ich allerdings einen leisen Verdacht. Aber man kan nauch noch in Emden dazu lernene. Beim nächsten Mal nehmen wir für Fleisch definitiv einen anderen Stand. Es dauert, bis man den Händler seines Vertrauens findet.

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