Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Mit der Türkarte für sein Zimmer aktivierte Breuer innen die gesamte Elektronik. Eine Stehlampe verbreitet ein sanftes Licht im über 20 Quadratmeter großem Loft. Das Doppelbett lud zum Verweilen und Spaß haben ein. Der Fernseher am Fuß des Bettes ließ sich drehen. So konnte man entweder im Bett oder in der gegenüberliegenden Sofaecke bequem die neuste Folge seiner Lieblingsserie genießen.

Auf dem Esstisch wartete ein kleiner Willkommensgruß. Dahinter lag die modern eingerichtete Pantryküche. Ein klares Kölsch im leeren Kühlschrank hätte das Ambiente perfekt gemacht. Breuer warf die Tasche vor das Sofa und ließ sich fallen. Die Nähe der Auricher Straße merkte man im Zimmer bei geschlossenem Fenster nicht. Helles Sonnenlicht fiel durch die hohe Fensterfront auf sein Gesicht. Es erstaunte ihn, wie schick man ein altes Kasernengebäude aufwerten konnten. Aber gut, hier hatte vermutlich auch kein Architekt aus Köln seine Hände im Spiel gehabt.

Nach minutenlangen Durchschnaufen nahm sich Breuer die Mappe mit der Gästeinformation zur Hand. WLAN-Passwort, Verhalten im Brandfall, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Trotz gut eingerichteter Küche hielt Breuer es für besser, weil bequemer, auswärts essen zu gehen. Bei den verschiedenen Optionen stach ihm das Hafenhaus in Emden ins Auge. Gerade als Breuer aufstehen wollte, stach ihm noch etwas ganz anders ins Auge. Ein an ihm adressierter Umschlag grinste ihn vom Couchtisch an. Die Mappe in seinen Händen hatte ihn wohl vorher verdeckt gehabt.

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