Besser spielen mit Brettspiel-Upgrades

Besser spielen mit Brettspiel-Upgrades

Durch Brettspiel-Upgrades kann das Spielvergnügen gesteigert werden. Ein Grund, sich mit ihnen näher zu beschäftigen.

Definitionssache

Einleitend soll die Frage stehen, was denn überhaupt unter den Begriff Brettspiel-Upgrades fällt. Sind Kartenhüllen für die Spielkarten bereits ein Upgrade oder redlich notwendiger Schutz, um den Verschleiß zu verhindern? Die gleiche Frage kann man auch an die häufiger ausgedruckten Spielhilfen stellen. Bei uns zu Hause kommen die meist in laminierter Form zu Einsatz. Quelle dafür ist BoardGameGeek, wo sich Menschen die Mühe machen, Spielregeln besser zu erklären als der ursprüngliche Autor es selber vermag. Einige Spiele wie etwa rimaax Renaissance sind überhaupt erst richtig spiel- und verstehbar durch solche Spielhilfen.
Für mich sind das weder die Hüllen noch die Spielhilfen etwas, was ich zu den Brettspiel-Upgrades zählen würden — auch wenn die Spielhilfen tatsächlich das Spielvergnügen steigern. Aus meiner Sicht sind Brettspiel-Upgrades solche, die tatsächlich das ursprüngliche Spielmaterial aufwerten. Darunter fallen für mich ziemlich eindeutig die Gefolgsleute aus dem Spiel Orléans. Über das Spiel und das dazu passende Fan-Kit hatte ich ja bereits geschrieben.

 

Brettspiel-Upgrades
3d-Druck für Ersatzeile

Brettspiel-Upgrades und Ersatzteile

Anfang des Jahres hatte ich mich mit Ersatzteilen für Brettspiele aus dem 3d-Drucker auseinandergesetzt. Für die Sternenfahrer von Catan ließ ich mir bei trinckle vier Ringe drucken, um die Raumschiffe anzupassen. Die ursprüngliche Befestigung für die Triebwerke brach beim Spiel auf Grund eines Materialfehlers ab. Inzwischen habe ich die Teile aus dem Drucker bekommen — zusätzlich zu einer kleinen Packung Gummibären. Die haben mich dann über das Ergebnis hinwegtrösten können. Keine Frage, trinckle hat gute Arbeit geleistet. Die Ringe sind wirklich toll geworden, auch wenn sie nur nüchtern weiß sind. Und es wäre auch ein prima Zubehör für die Raumschiffe, wenn es denn passen würde. Die Vorlage aus dem Internet hat ganz eindeutig nicht die richtige Maße gehabt. Oder anders ausgedrückt, der Druck wirkt wie auf 95 Prozent skaliert. Eindeutig mein Fehler, weil ich mir bei den Größenangaben mangels Erfahrung nicht wirklich sicher war.
Gut gelungen ist dagegen der Spielpan für Paths of Glory, den ich im Dezember drucken ließ. Auch der fällt für mich in die Kategorie Brettspiel-Upgrades. Zwar hat PoG schon seit ein paar Auflagen eine so genannte Mounted Map, aber die nachträglich gedruckte Karte entspricht nicht dem Original und ist dadurch wesentlich übersichtlicher. Definitiv ein Upgrade wird es für Ukraine ´43 sein, denn für dieses Spiel von GMT gibt es nur zwei Karten aus Papier.

Pimp my Brettspiel

Persönlich würde ich das Bemalen von Figuren nicht als Upgrade bezeichnen. Bei Warhammer 40k war es Bestandteil des Hobbys — wenn man ehrlich ist, sogar besser als das Spiel selber. Die von mir für Firefly gebastelten Tuckboxes gehören dagegen zu den Brettspiel-Upgrades. Auch wenn sie deutlich weniger aufwendig sind wie beispielsweise die Bemalung von Zombies bei Zombicide. Auch für „Die Zwerge“ ein Stoffbeutel zu verwenden für die Geländeplättchen ist ein Upgrade, für das man wenig eigene Zeit investiert.
Großen Respekt habe ich daher, wenn Menschen wirklich Zeit und Muße aufbringen, komplette Upgrades selber zu basteln. Etwa eine 3d-Version von Terrarforming Mars. Das Bild dazu drüben bei unknows.de fand ich ziemlich beeindruckend. Wobei der gesamte Thread auch lesenswert ist, denn es geht um den Sinn oder Unsinn des Brettspiel-Upgrades. Ich für meinen Teil halte es für sinnvoll, weil es ein (Lieblings-)Spiel wertiger macht. Nicht nur das Auge spielt mit, es ist auch eine Verbesserung des happtischen Erlebnisses. Schließlich kann man Schach auch mit Pappaufstellern spielen, aber wer macht das schon?

Ganz nebenbei: Inserts für Spiele würde ich nur in Ausnahmefällen verwenden. Ich stehe auf Clipbeutel.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren