Die Far Cry Reihe

Die Far Cry Reihe

Noch bis Ende März müssen sich Serienfans gedulden. Erst dann erscheint der fünfte Teil von Far Cry. Es bleibt Zeit für einen kleinen Rückblick.

Mehr als ein Spiel

Es gibt einen guten Grund, warum Far Cry hier im Blog immer wieder auftaucht. Von Anfang an hat mich der eingebaute Editor, auch in der Konsolenfassung vorhanden, in seinen Bann gezogen. Mit jedem neuen Teil wurde er besser und benutzerfreundlicher — dabei liegt es bereits zehn Jahre zurück, dass ich mit dem Editor in Farc Cry 2 herumgespielt habe. Den ersten Teil, Far Cry Instincs, spielte ich im Oktober 2005 auf der Xbox. Wobei ich erheblich mehr Zeit mit dem Editor verbrachte und eine Reihe von Karten basteltet. Von denen machte ich Bildschirmfotos — ich fotografierte tatsächlich den Fernseher ab. So stolz war ich auf meine Karten, dass ich die Bilder bei flickr teilen wollte. Das wollte flickr jedoch damals nicht.
So wurde dann meine Kreativität in neue Bahnen geleitet und ein Galerie-Plugin für WordPress entstand — auch längst Gesichte. Und wir bleiben lieber bei Far Cry, dann rege ich mich weniger auf.

 

Alte Far Cry Map

Jenseits von Afrika

Der zweite Teil von Far Cry spielte nicht mehr irgendwo in Mikronesien, sondern in Afrika. Es wurde versuchte, die Geschichte eines Bürgerkriegs lebendig werden zu lassen. Die Atmosphäre kam gut herüber, allerdings konnte man sich als Spieler ziemlich gut in der offenen Welt verlieren. Anders noch als Teil eins spielte ich Teil zwei nicht zu Ende und verbrachte meine Zeit im Karteneditor und im Multiplayermodus.
Als mit Teil drei wieder zurück auf tropische Inseln ging, war ich nicht mehr dabei. Auch den vierten Teil, angesiedelt in einem fiktiven Land im Himalaya, verpasste ich. Anfang des letzten Sommers stieg ich wieder ein in die Welt der Konsolenspiele. Auch wenn ich zunächst andere Titel spielte, auf Far Cry hatte ich wieder ein Auge geworfen. Im Herbst kaufte ich mir Teil drei (Danke für die Abwärtskompatibilität der Xbox one!) und Teil vier. In Teil drei schaute ich kurz rein, dann aber schlummerten bei erstmal im Regal vor sich hin. Bis Ende letzten Monats. Im Zuge seines Programms, älter Spiele für die neue Konsolengeneration verfügbar zu machen, wurde von Microsoft Far Cry 2 als Xbox 360 Titel, der jetzt auf der Xbox one spielbar sei, angekündigt. Inzwischen konnte man das Spiel als digitalen Download für 2,98 Euro kaufen. Tat ich dann auch prompt und war ziemlich überrascht.

 

Immer mit Editor
Immer mit Editor

Far Cry begeistert immer noch

Meine damals angelegten Karten waren in der Cloud von Ubisoft noch vorhanden. Natürlich lud ich mir sie prompt herunter. In den letzten Tagen schaffte ich dann auch das, was ich zehn Jahre zu vor nicht hinbekommen hatte: ich spielte Far Cry zwei komplett durch — auch wenn das letzte Drittel quälend war. Die Story zieht sich etwas und die Aufgaben und Missionsziele ähneln sich auf ermüdende Weise. Aber trotz der alten Grafik hat mich das digitale Afrika wieder begeistert.
Gestern Abend installierte ich dann Teil vier, als nativen Xbox one Titel (Teil drei hole ich irgendwann mal nach). Grafisch hat sich eine erhebliche Menge getan, was ich durch den direkten Vergleich gut beurteilen konnte. Das neue Setting gefällt mir, auch die ganzen Hilfsfunktionen. Manch einem mag das zu viel sein (kann man aber abschalten), aber wenn man vorher Teil zwei gespielt hat, genießt man den neuen Komfort. Mir gefällt auch die Stärkung des Rollenspielaspekts (Aufleveln) und die Lootboxen. Zudem haben die Waffen keine Ladehemmung mehr, was bei Teil zwei zwar zur Story gehörte (alte Waffen für die dritte Welt), aber öfter ziemlich nervig wurde in heißen Feuergefechten.

Natürlich mit Editor

Auch im vierten Teil ist wieder ein Karteneditor dabei, allerdings fehlt die Möglichkeit, Multiplayerkarten erstellen zu können. Das wurde damals heftig kritisiert und hätte auch mir nicht gefallen. Da den Teil im Multiplayer wohl kaum einer mehr spielt, macht mir das derzeit gar nichts aus. Bis ich Kyrat vollständig durchkämmt habe, ist sicher schon Teil fünf auf dem Markt. Und den werde ich mir so sicher kaufen wie das Amen in der Kirche — ein passender Vergleich, wenn man an die Story von Teil fünf denkt.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren