Das unterschätzte Spiel

Das unterschätzte Spiel

Das Jahr ist noch jung aber für mich ist Andor bereits das unterschätzte Spiel des Jahres. Dabei ist es eigentlich schon sechs Jahre alt.

Erste Challenge abgeschlossen

Wie bereits im letzten Jahr habe ich mir für dieses Jahr wieder ein paar Herausforderungen im Bereich der Brettspiele vorgenommen. Mit dem letzten Update der Board Game Stats App ist das noch leichter geworden. Für alle Nicht-Nutzer der App sein noch mal explizit erwähnt, dass man dieser erfasste Spielpartien auch direkt an seinen BGG-Account pushen kann. Man muss also nicht doppelt eintragen und erhält über die App eine ziemlich gute Statistik. Für mich ist das eine Bereicherung und führt gleichzeitig auch zu einer Aufwertung des Hobbys.
Kommen wir aber zu der ersten Challenge und dann dazu, warum Andor für mich das unterschätzte Spiel ist — oder zumindest eines davon. Für dieses Jahr besteht eine der Herausforderungen darin, mindestens aus einer Auswahl von kooperativen Spielen mindestens 15 Partien zu spielen. Der Hintergrund ist der, dass ich (abgesehen von Pandamic im letzten Jahr) den Eindruck hatte, in den letzten zwölf Monaten wäre das etwas zu kurz gekommen. Und das trotz eines zunehmend größeren Angebots.

Das unterschätzte Spiel
Devanath / Pixabay

Kooperative Spiele im Trend

Nach wie vor sind kooperative Spiele im Trend. Zumindest ist das mein Eindruck. Selber zu Hause haben wir mittlerweile eine ganze Reihe, vier davon halte ich nach wie vor für ziemlich gelungen. Dabei handelt es sich und „Die Zwerge“, „Die Legenden von Andor“, „Robinson Crusoe“ und „Zombicide“. Bei den geplanten 15 Partien dachte ich eigentlich, dass diese sich auf diese vier Spiele aufteilen würden. Gerade auch Robinson Crusoe wollte ich noch mal eine Chance geben — ebenso Andor, welches jetzt innerhalb kürzester Zeit die Challenge abgeschlossen hat. Ja, richtig gelesen. Hinter meiner Frau und mir liegen bereits 15 gespielte Partien von Andor. Allerdings haben wir noch immer nicht die 5. Legende geschafft. Die hat es in sich und es gibt eine Reihe von Entscheidungen, die je nach Verlauf ziemliche Konsequenzen haben.
Wie bei allen Legenden kommt es wieder auf das Timing an. Wer zu viele Monster tötet, lässt den Erzählstein zu schnell voranschreiten. Zudem sind Bauernopfer sehr schmerzlich. Aber das ist nicht der Grund, warum Andor für mich das unterschätzte Spiel ist.

Andor ist das unterschätzte Spiel

In den letzten Tagen habe ich mich auch etwas im offiziellen Forum zum Spiel umgesehen. Das es zahlreiche Fanlegenden dort gibt, erwähnte ich bereits vorgestern. Andor als Kampagnenspiel ermöglicht das. Der Punkt warum es wirklich das unterschätzte Spiel für ist, setzt genau da an. Im Grunde genommen ist Andor sogar ein Sandbox Game. Karte und Material laden dazu ein (und die Anleitung fordert mit Legenden 6 explizit dazu auf), selber seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Meine Frau und ich sind gerade schwer dabei, eine eigene Legende zu entwickeln. Das ist zu zweit alles andere als langweilig.
Man taucht tiefer in die Welt von Andor ein und macht sich Gedanken darüber, was eine spannende Legende wäre. Andor regt also auch die Kreativität an.
Verbracht haben wir laut Statistik bisher 16 Stunden in der Welt von Andor. Dabei haben wir nicht mal mit dem Sternenschild angefangen oder die zusätzlichen Helden der Spielererweiterung ausprobiert. Neben der Challenge „Kooperative Spiele“ ist Andor auch das erste Spiel, welches  es auf die 10er-Liste geschafft hat. Die Herausforderung da besteht darin, mindestens 20 Spiele jeweils 10 Mal gespielt zu haben.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren