Abschussbericht 2017

Abschussbericht 2017

Vorgreifend, was natürlich  im Rahmen eines Rückblicks etwas merkwürdig klingt, kann ich 2017 auf einen Satz reduzierend. Ich bin ehrlich gesagt ganz froh, dass das Jahr zu Ende ist.

Übliche Jahresrückblicke

Den allerorts üblichen Jahresrückblicken kann ich ja wenig abgewinnen, genau so, wie ich auch im Hinblick auf gute Vorsätze vorsichtig geworden bin. Mir persönlich reicht es schon, wenn ein Vorsatz weniger wird im Laufe des Jahres. Dennoch, das hinter uns liegenden Jahr kann ich nicht ganz ohne Kommentar los lassen. Wie gesagt, ich bin froh das es vorbei ist. Rollen wir es von seinem Ende auf, ganz besonders.
Neben einer Reihe unschöner Ereignisse wurde der Dezember noch von etwas geprägt, was ich niemanden, gerade nicht kurz vor Weihnachten, wünsche. Auf Details möchte ich hier nicht eingehen, aber eins sei gesagt. Es wäre dann trotz des bereits erwähnten doch so was wie ein Vorsatz für 2018. Meine Frau und ich wissen jetzt ziemlich genau, wie wichtig Vorsorge ist. Für den Fall der Fälle sollte man vorbereiteten sein und Frage wie etwa „Was benötigt der Partner, wenn er ins Krankenhaus komm?“ genau so sicher beantworten können wie sein Standpunkt zur Organspende oder andere Dinge, mit denen man sich üblicherweise nicht beschäftigen möchte. So gesehen war unsere Adventserlebnis zwar unschön aber wichtig.

Abschussbericht 2017
webandi / Pixabay

Urlaub nach langer Zeit

Das wir 2017 zum ersten Mal nach langer Zeit Urlaub gemacht haben, gehört in jedem Fall zu den positiveren Dingen. Genau so wird der Umstand, dass wir mehr als zu vor Zeit mit Brettspielen verbracht haben. Was das Wandern angeht, fällt die Bilanz für 2017 wenige positiv aus. Es lag am Wetter, aber auch am gesundheitlichen Zuständen, die lange Touren wie 2016 verhinderten. Hier hoffen meine Frau und ich, 2018 wieder mehr draußen zu sein. Auch, weil es für unser beider Gesundheit einen vorbeugenden Charakter hat.
Was meine Schreiberei angeht, habe ich im zurückliegenden Jahr ziemlich eigenartige Beobachtungen gemacht. In Bezug auf Kurzgeschichten war ich extrem unproduktiv, abgesehen von der Weihnachtsgeschichte — zu der ich aber gleich noch komme. Pläne für einen Roman liegen weiterhin auf Eis. Im Blog hatten Themen, die mir am Herzen lagen, im Vergleich weniger Leser als Beiträge, die ich mal eben schnell herunter geschrieben hatte. Eine Sonderstellung nimmt hier die Weihnachtsgeschichte „Aderlass“ ein.

Aderlass

Wie schon einige Mal davor war die Weihnachtsgeschichte für mich die Möglichkeit, mich aus dem Tagesgeschehen auszuklinken. Einfach mal nichts kommentieren, sich nur auf die Fiktion konzentrieren. Erwartet hatte ich, dass die Geschichte wie so oft schon deutlich weniger Leser haben wird als meine normalen Blogeinträge. Das Gegenteil trifft zu – für mich eine ziemliche Überraschung, die mich auch für dieses Jahr etwas ratlos stehen lässt. Würde der Blog besser laufen, wenn ich mich ausschließlich auf solche Geschichten konzentrieren würde?
Vorerst ernsthaft in Frage kommt so was nicht. Aber es gibt noch eine andere Erfahrung für mich aus der Weihnachtsgeschichte. Nach wie vor kann ich eine Idee plotten, den groben Verlauf planen und das dann täglich mit Inhalt füllen. Ein gute Voraussetzung für längere Geschichten, von denen es in diesem Jahr mit Sicherheit einige mehr geben wird.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren