Aderlass, Teil 7

Aderlass, Teil 7

Eine Zeugenaussage machen. So was hört sich immer einfach an. Die meisten halten Zeugen wohl auch wohl für einen neutralen, unbeteiligten Beobachter. In so ziemlich allen Fällen war das selbstverständlich Blödsinn. Erst recht dann, wenn der Zeuge und Opfer ein und die selbe Person waren. So wie Elke Lonz, die vor dem grauen Betonklotz stand. Man hatte ihr deutlich gemacht, das sie vor den Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft erscheinen musste.

Aderlass
Alexas_Fotos / Pixabay

Noch immer zögernd stand Elke vor der Polizeidienststelle. Sie wollte der mündlichen Vorladung Folge leistet. Gleichzeitig aber wusste sie um die Sinnlosigkeit der Befragung. Das Chaos im Büro würde sie selber beseitigen müssen. Zudem wollte sie die Sache selber in die Hand nehmen, ohne Hilfe von sicherlich engagierten Polizisten.

Als Lonz schließlich einer jungen Beamtin gegenüber saß und Fragen gestellt bekam, antwortet sie wahrheitsgemäß. Tatsächlich hatte Elke die Person, die sie angegriffen hatte, nicht erkannt. Natürlich hatte Elke einen deutlichen Verdacht, aber bei der Aufnahme ihrer Zeugenaussage ging es schließlich nicht um Vermutung. So kam es, dass die Polizei ebenso wie die Presse von einem Überfall aus politischen Gründen ausging. Elke war es nur recht, wenn man denen von der Antfia-Gruppe mal gehörig auf den Zahn fühlen würde. Allerdings musste sie sich beeilen, denn die von ihr verdächtigte Person gehörte ebenfalls der Gruppe an. Vermummt oder nicht, Elke glaubte ziemlich genau zu wissen, wer sie überfallen hatte.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren