Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Reden wir über Luxusprobleme. Man regt sich schließlich sonst genug unter Niveau auf. Am vergangene Samstag bekam ich mein neues iPhone 6 — fast musste ich es den kalten, toten Händen des Zustellers entreißen.

iPhone6-10-2014

Mehr als größer ist einfach zu groß

Seit dem nehme ich es selber immer wieder zu Hand. Vergessen kann man im Gunde alles, was im Internet darüber geschrieben wurde und wird. Entscheidend ist immer der ganz persönliche Eindruck. Zum Glück habe ich nicht das iPhone 6 plus genommen, denn damit würde ich noch weniger glücklich sein. Oder anders gesagt, bereits das iPhone 6 ist mir zu groß. Es fühlt sich fremd an. Wesentlich weniger wertig, als seine Vorgänger. Spacegrau und das dünne Case wirken billig, finde ich. Zerbrechlich wohl auch.

Mein „altes“ iPhone 5 hat eine andere Haptik. Schwarz und edel, mit einem gewissen Gewicht, das man spürt, wenn es in der Hand liegt. Zudem wirkt es ein Stück weit wie der schwarze Monolith aus „2001: Odyssee im Weltraum“. Zwei Jahre lang war es ein vertrauter Gegenstand, ein ständiger Begleiter.

Ich fremdle dem neuen Telefon gegenüber. Ein Alien in meiner Tasche. Mit einer Akkuladung komme ich deutlich länger aus als zuvor. Zum Teil liegt das am besseren Akku. Wohl ist es aber auch ein Effekt einer deutlich geringen Nutzung. Andere wäre froh, überhaupt ein iPhone zu haben (behaupte ich jetzt mal). Und ich jammere hier herum, weil mir das iPhone 6 nicht wirklich gefällt.

Meine Hoffnung ist in die Zukunft gerichtet. In zwei Jahren kann ich eine neue Entscheidung nehmen. Sollte es dann ein kleineres Modell geben, selbst mit „schlechteren“ technischen Daten, werde ich mich dann dafür entscheiden.

5 Kommentare

  1. Der Hinweis auf den Monolithen ist nicht schlecht: wer die Reihe von Arthur C. Clarke weiterliest wird mitbekommen, dass der Monolith eine defekte Sonde ist, die die Menschheit als nicht würdig bewertet und ihre Vernichtung auszulösen versucht. :)

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.