Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Ja, jammern die Altvorderen, früher war alles besser. Da hatten Frauen noch nicht das Wahlrecht und auf den Duden konnte Mann sich noch verlassen. Jetzt hat sich alles verschlechtert. Der Duden ist auch nicht mehr das, was er mal war.

In der am 22. Juli erscheinenden Neuauflage heißt es unter dem Eintrag Blog „das, auch der”. Den ersten Klatsch gab es im Onlinenangebot einer feministischen Aufklärungspostille, der freundin. War ja klar, das es Frau freut.

Da ich für mich in Anspruch nehmen kann, in einer Stadt geboren zu sein und dort auch kostbarste 20 Jahre meines Lebens verbracht zu haben, in der auch Konrad Duden geboren wurde, bilde ich mir ein, auch noch ein Wörtchen in dieser Sache mitreden zu dürfen.

Meiner bescheidenen Meinung nach heißt es ganz klar und ohne Wahlmöglichkeit das Blog. Einfach deshalb, weil es auch das Tagebuch und das Klo (wohl aber die Wand) heißt.

[via Jeriko One]

8 Kommentare

  1. Ich verwende in meinem Sprachgebrauch den Artikel „der“ vor dem Substantiv „Blog“.
    Bitte nicht aufregen, aber mein Sprachgefühl sagt eindeutig der Blog. Das Weblog, aber der Blog. Das Blog hört sich irgendwie falsch an…
    … Und damit hat der Duden doch Recht

  2. Da Blogger ja eh ein Schwarmbewusstsein haben, wäre die beste aller Alternativen wohl völlig ohne Artikel und in Großbuchstaben: BLOG.

    Widerstand zwecklos.

  3. Es ist das Web. Es ist das Logbuch. Es ist das Weblog. Und da Blog (siehe Duden) ja die Kurzform von Weblog ist, heißt es ganz eindeutig das Blog.

    Es heißt ja auch nicht der Computer und das PC?!?

  4. ich lass gottverdammten artikel einfach weg. dutsche sätzte machen auch ohne artikel sinn, und keienr muss meckern. oder man sagt einfach, in DEM Blog, oder in MEINEM Blog, usw.

  5. Pingback: freundin Blog

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