Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Wie sehr Religion den öffentlichen Frieden und die Meinungsvielfalt in angeblich aufgeklärten westlichen Staaten stört, lässt sich aktuell an dem Streit um die Ausstrahlung von Popetown ablesen. Satt die mitunter bissige Satire einfach mit einem lachenden Augen und einem Schulterzucken zur Kenntnis zu nehmen, wird flugs vor Gericht gezogen und mit allen Mittel versucht, die Ausstrahlung zu verhindern.

Das Vorgehen des Erzbischöfliche Ordinariats in München erinnert dabei nicht nur argumentativ an das Mittelalter. Dabei wäre die Serie die Chance gewesen um zu belegen, daß der christliche Glaube stark genug ist, um auch Spott zu ertragen. Gott jedenfalls würde über den Dingen stehen.

Wer den Glauben für so eine ernste Sache hält, daß er nicht in der Lage ist, über sich selbst zu lachen, der ist einfach nicht reif genug. Sollte die Ausstrahlung tatsächlich zu Fall gebracht werden, wäre das ein Armutszeugnis für den christlichen Glauben und die deutsche Demokratie.

2 Kommentare

  1. Sollte MTV wegen Blasphemie verurteilt werden, werde ich den Namen des Priesters geben, der eine eidesstaatliche Versicherung abgegeben hat, um seine Vaterschaft an Mathieu C. Montabaur abzuwenden. Die Priester dürfen sich wie die letzen Schweine in unserer Gesellschaft verhalten aber Fiktionen über die Katholische Kirche sollen verboten werden. So geht es nicht weiter.

    NIEDER MIT DER DIKTATUR IM NAME GOTTES

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