Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Der letzte Schüler-Praktikant, der bei Nadine in der Firma gearbeitet hat, war eine ziemliche Hilfe gewesen. höflich, kompetent und technisch versiert. Er war so gut, daß Nadines Chef am Ende des sechswöchigen Praktikums beschlossen hatte, ihm einen iPod Shuffel zu schenken.

Was dann aber kam, hat mir die Sprache verschlagen. Denn statt sich über das Geschenk zu freuen, meinte der Praktikant nur, er hätte sich erst vor ein paar Tagen einen MP3-Player gekauft und keine Verwendung für den iPod Shuffel. Seine Fragen an den Chef: „ Was gibt es denn für andere Möglichkeiten?”

2 Kommentare

  1. Sowas kann einem auch die Sprache verschlagen. Auf der anderen Seite: Haben „wir“ denn nicht immer dafür Partei ergriffen, dass man immer die Wahrheit sagen soll? Dabei kann dann leider auch schon einmal der Sinn für Takt flöten gehen.

    Also ich würde es nach einem Essen bei Freunden oder Bekannten nie über mich bringen, etwas Negatives verlauten zu lassen. Wenns gut war, sag ich was, wenns schlecht war, sag ich eben nix. Aber ist das richtig? Ehrlich ist es zumindest nicht.

  2. Die Balance zwischen Höfflichkeit und Ehrlichkeit zu wahren, ist nie sehr einfach. Eine pauschale Richtlinie scheint es nichtmehr zu geben. An Stelle des Praktikanten aber hätte ich mich bedankt und den Shuffle bei ebay verkauft – so wie es wahrscheinlich Millionen von Menschen nach Weihnachten ebenso mit ihren Geschenken machen …

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