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Weihnachtsgeschichte

Der fremde Tote, Teil 15

Das zweite Mal innerhalb weniger Stunden wäre Philipp Braun fast überfahren worden. Dieses Mal war es ein Weihnachtsmann auf einem Motorrad, der seine Maschine noch rechtzeitig zum stehen brachte. Mit einer eindeutigen Geste forderte er Braun auf, hinten Platz zu nehmen. Der Weihnachtsmann beschleunigte das Motorrad rechtzeitig genug, um dem Verfolger von Braun abzuschütteln. Gemeinsam fuhren sie zurück Richtung Stadt. Braun klammert sich an den Mann auf der Maschine genau so wie an seinen Rest Hoffnung.

An einem Schild an der Straße, welches preisgünstige Tannenbäume versprach, bog der Weihnachtsmann ab. Fuhr über einen Weg zu einem Bauernhaus, vor dem einige geschlagenen Bäume auf den Verkauf wartet. In einem Zwinger schlug ein Hund an. Der Weihnachtsmann brachte sein Motorrad zum stehen, schaltete den Motor aus und stieg ab. Braun setzte seine Füße auf den Boden und wollte sich bedanken. Unsicher, wen er vor sich hatte, sprach er die Person einfach als das an, was sie offensichtlich war. Der Bart wackelte, als der ganze Weihnachtsmann lachte und Braun erklärte, er könne ihn genau so wie früher auch einfach Papa nennen.

Es war schon längst dunkel draußen, die Flasche Genever bereits gefährlich leer, als Brauns Adoptivvater endlich zu Ende erzählt hatte. Nach dem er von der Sache mit der Firma seines Sohnes erfahren hatte, war er ihm gefolgt. Nicht unbedingt unauffällig, aber unerkannt. Früher oder später würde Philipp Braun den Fehler machen, in den Wald zurück zu kehren, wusste er. Dorthin wo jemand schon lange drauf auf seine Gelegenheit wartete, das zu Ende zu bringen was er einst angefangen hatte.

Der fremde Tote, Teil 14

Mit Waffen kannte Braun sich nicht aus. Dennoch hätte er schwören können, dass der Schuss der von vorne kam und den Pilgerer zu Boden warf, von einem Schrotgewehr stammte. Die hässliche Eintrittswunde kam ihm aus einem Fernsehfilm bekannt vor. weiterlesen →

Der fremde Tote, Teil 13

Braun stellte sich zu dem Fremden. Zur fragen, ob er auch auf den Bus wartet, erschien Braun überflüssig. Man muss jemanden, den man zufällig trifft, nicht seinen ganzen Lebenslauf erzählen. Die Haltung hatte Philipp Braun für sich über die Jahre hin entwickelt. weiterlesen →

Der fremde Tote, Teil 12

Durch eingeschlagenen Scheiben wehte der Wind. Braun drückte gegen die Tür, die weit genug aufschwang um durchzulassen. Tisch und Stühle lagen umgeworfen auf dem Boden. Die Flaschen über der Theke allesamt zerschlagen. weiterlesen →

Der fremde Tote, Teil 11

Der Bus ließ den Innenstadtbereich hinter sich. Die Entfernung zwischen den einzelnen Haltestellen wurden größer und Braun gab sich der Hoffnung hin, den Weihnachtsmann auf dem Motorrad endgültig abgeschüttelt zu haben. Braun sah aus dem Fenster, die Landschaft zog vorbei. weiterlesen →

Der fremde Tote, Teil 10

Laute Musik schallte aus dem Radio des an der Bushaltestelle sitzenden Punkerpärchens. Alkohol, Nutten, Drogen oder Porsche Boxster — die Becher, mit denen sie um Spenden bettelten, waren sorgfältig beschriftet. Braun steckte einen Schein in den Becher für den Sportwagen wobei ihm nicht entging, das sich dort bereits einiges an Geld angesammelt hatte. weiterlesen →

Der fremde Tote, Teil 9

Etwas zu übersehen, was eigentlich vorhanden war gehörte auch wie jemanden wie Philipp Braun zu den einzigartigen Phänomenen. Hätte sich Braun um 180 Grad gedreht, wäre ihm der Weihnachtsmann kaum entgangen. So aber ließ er das Fast Food Restaurant ebenso hinter sich wie seinen Verfolger. weiterlesen →

Der fremde Tote, Teil 8

Ein Gruppe Weihnachtsmänner betrat lärmend die Filiale. Unwillkürlich zuckte Braun zusammen, der sich wieder vor einem leeren Kaffeebecher statt in Spanien befand weiterlesen →

Der fremde Tote, Teil 7

Auch wenn es gegen seine Grundprinzipien ging, blieb Philipp Braun keine andere Wahl. Mittlerweile roch er nach Frittierfett, aber immerhin hatte er seinen Kaffee bei Burgerbräter bekommen. Braun wischte sich Eireste vom Mund und dachte über seine nächsten Schritte nach. weiterlesen →

Der fremde Tote, Teil 6

Der Gestank von verbrannten Reifengummi erfüllt die Luft. Die Limousine kam mit den Vorderreifen auf dem Zebrastreifen zum stehen. Erschrocken wendete sich braun nach links. Im Wageninneren saß Frau,  weit über das fahrtüchtige Alter, die  auf sehr unseniorenhafte Art und Weise fluchen. Zum ersten Mal bemerkte Braun auch das Motorrad mit dem Weihnachtsmann. weiterlesen →

Der fremde Tote, Teil 5

Offensiv bahnte sich Braun einen Weg durch die Überfüllte Straßenbahn. Da der erste Entwerter lediglich anzeigte außer Betrieb zu sein, musste er weiter hinten den Fahrschein abstempeln. Auf dem Viererticket hatte er noch zwei Fahrten frei. Bis in die Innenstadt und wieder nach Hause. weiterlesen →