Nach dem die Weihnachtsgeschichte mit Teil VII ab Montag zu Ende gegangen ist (auch wenn es ein gemeines, offenes Ende ist), gibt es für all die E-Mail und Webseiten-Ausdrucker (zu denen ich mich auch zähle) die ganze Geschichte noch mal als formatiertes PDF – natürlich zum ausdrucken: Weihnachtsgeschichte_2009.pdf
Wäre Herr Wustocks an diesem Abend betrunken nach Hause gekommen, hätte er eine aufgebrochenen Wohnungstür und ein kaltes Bett vorgefunden. Das Bett jedoch, in dem er sich momentan erregte, war dagegen nicht kalt. Allerdings war er auch alleine, denn die Kollegin aus dem Büro hatte ihm sehr deutlich gemacht, das er ein notgeiler alter Bock war. Was auch stimmte. Stöhnend blickte Herr Wustock auf die bunten Bilder und ließ seinen nicht Blick durch das schäbige Zimmer dieser Absteige schweifen.
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Martin Brecht blickte in das gerötete Gesicht von Frau Schmitt. Auch wenn er sicher nicht der Grund für diese Gesichtsfarbe war, konnte er nicht anderes als sie irgendwie süß zu finden. Chancen malte er sich lieber gar nicht erst aus. Bevor er selber rot wurde und möglicherweise zusammenhanglos gestottert hätte, fiel ihm wieder ein, warum er nach oben gelaufen war und an der Tür von Frau Schmitt geklingelt hatte.
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Es klingelte erneut. Frau Wustock wurde kurz aus ihren Schmerzen gerissen. Diesmal war es nicht der Kurzzeitwecker, sondern die Tür. Frau Wustock, die noch immer in der Küche am Spülbecken stand und kaltes Wasser über ihre Hände, an denen sich mittlerweile dicke Brandblasen gebildet hatten, laufen ließ, riss sich los vom Becken und kurz von ihren Schmerzen, um zur Tür zu gehen. Keine Gute Idee. Die auf den Boden liegenden Plätzchen ließen sie ausrutschen. In Panik griff Frau Wustock zum nächsten Gegenstand, an dem sie sich festhalten konnte. Es war zwar der nächste, nicht aber der nächst beste. Die Dose mit den bereits geglückten Ergebnissen ihrer Weihnachtsbäckerei hielt dem Angriff nicht stand und ging zusammen mit Frau Wustock zu Boden.
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Durch den Hausflur drang laut Weihnachtsmusik in die Wohnung von Frau Schmitt, die gerade mit wichtigeren Dingen im Badezimmer beschäftigt war. Genauer gesagt hing sie mit dem Kopf in der Kloschüssel und übergab sich. Schuld daran war nicht die Weihnachtsmusik, die war Frau Schmitt im Moment gerade völlig egal. Auch eine Schwangerschaft schied aus, denn es gab keinen männlichen Grund dafür. Einzig und allein der Glühwein von der Weihnachtsfeier, insbesondere das zu viel dran, hatte dazu geführt, dass es Frau Schmitt im Moment gerade ziemlich schlecht ging.
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In der Wohnung unter Frau Schmitt wohnte ein alleinerziehender Vater. Die anderen Mieter wunderte das etwas, denn aus der Zeitung kannten sie eigentlich nur alleinerziehnde Mütter. Da die wenigsten von denen Maria hießen und eine unbefleckte Empfängnis hatten, gab es irgendwo auch noch einen Vater zum Kind, der entweder mit diesem nichts mehr zu tun haben wollte, plötzlich schwul geworden war oder das zeitliche gesegnet hatte. In nur sehr wenigen Fällen traf alles auf einmal zu.
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Frau Schmitt kann kochen. Den Beweis dafür trat sie täglich an. Wenn sie kochte, trieben die feinsten Gerüche durch das Treppenhaus des Mehrfamilienhauses, in dem sie wohnte. Alleine wohnte, muss man dazu sagen, denn das machte ihre Kochtätigkeit noch erstaunlicher.
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In Bielefeld schneit es. Toll. Sieht wirklich schön aus, aber weckt nur die Hoffnungen auf weiße Weihnachten. Das es so was geben wird, ist zumindest hier am Rande des Teutoburger Waldes nicht sehr wahrscheinlich.
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Heiligabend, nachdem notdürftig in der Mikrowelle erwärmten Essen. Wir stand letztendlich doch unter einem Weihnachtsbaum. Allerdings nicht in unserem, sonderm im Wohnzimmer unseres Nachbarn. Als Papa die Sache mit dem Notizbuch herausfand, war er nicht nur sehr sauer. Zum Glück für mich war in unserer Familie die Prügelstrafe abgeschafft worden, sonst hätte ich wohl die nächsten Wochen im Stehen essen müssen.
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Mit einem Erdnussbutterbrot in der einen Hand und einem Glas lauwarmer Milch in der anderen betrat Winfried sein Wohnzimmer. Er schaute durch die Wohnzimmerscheibe, jedenfalls sah es auf den ersten Blick so aus. jedoch war es eher so, dass er entgeistert auf den Zettel starte, der an der Terrassentür klebte. Mit einem hässlichen Geräusch zersprang das Glas auf dem Boden und verteilte die Milch recht ordentlich im gesamten Wohnzimmer.
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