Aktuell in tag

Web 2.0

Vom Sie zum du

Die vollständige Überschrift müsste eigentlich lauten „Vom Sie zum du und wieder zurück“, in Anlehnung an das Buch eines bekannten Hobbits.

Vor Web 2.0 und dem ganzen Social Media-Gedöns war es üblich, Menschen, die man nicht weiter kannte, mit „Sie“ anzureden – ein Zeichen von Respekt und Höflichkeit und nicht etwa, weil es diese Form der anrede in Deutschland halt gibt. Das „Du“ war Menschen vorbehalten, die man gut genug kannte. Einem Anderen das „Du“ anzubieten, war fast schon ein Ritual für sich.

Mittlerweile duzen sich nicht nur im Web Menschen, die sich kaum oder gar nicht kennen. Soweit, so gut. Merkwürdig wir es, wenn man von web-affinen Menschen plötzlich mit „Sie“ angesprochen wird. Während das „Du“ früher dazu diente, um Nähe zu signalisieren, dient dann das „Sie“ heute offensichtlich dazu, bewusst Distanz zu schaffen.

Prinzip Arbeit

Der erste Mai. Tag der Arbeit. eigentlich ein Feiertag, der zwiespältige Gefühle auslöst – nicht nur, weil es die Nationalsozialisten waren, die diesen Tag zum Feiertag machten. Für den Arbeiter in den Fabriken, für die Verkäuferin im Laden und für viele Andere gibt es eine ganz klare Trennung von Arbeit und Freizeit.
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Strandgut

Nach dem ich jetzt seit ein paar Wochen Twitterianer (dank Twitterific für das iPhone) geworden bin, wird es Zeit, meine ersten Eindrücke festzuhalten. Nach anfänglicher Skepsis bin ich mittlerweile relativ aktiv beim zwitschern.

Die wohl interessanteste Frage dürfte sein, ob Twitter eine Konkurrenz zum Blog ist oder ob man gar seinen eigenen Blog kanibalisiert. Von meinem jetzigem Standpunkt aus sehe ich Twitter nicht als Bedrohung, sondern als Ergänzung.

Der überwiegende Teil dessen, was ich bei Twitter schreibe, würde es bei mir nicht in den Blog schaffen. Für mich ist Twitter daher eine Mischung aus Instant Messenger und SMS im Web 2.0 Gewandt. Mit dem Vorteil, dass man damit zeitgleich mehrere Personen erreichen kann. Mit Twitter kann man im Kommunikationsfluss schwimmen – aber auch in ihm ertrinken.

Entscheiden ist wohl die Anzahl derer, denen man selber folgt. Sind es zu viele, geht ein Stück Interaktivität verloren, denn die Kommunikation findet dann nur noch in eine Richtung statt. Auch so schon drängt sich manchmal der Eindruck auf, dass Twitter ein Fluß ist, in den man Wörter und Sätze wirft. Wie ein Stein srpingen die entweder übers Wasser und schlagen Wellen oder aber gehen in den Tiefen unter ohne das weiter was passiert.

Richtig eingesetzt, kann man am Strand von Twitter einiges nützliches finden. Aber auch amüsantes oder banales. Letztendlich ist Twitter auch ein Marktplatz, auf dem sich Menschen zu kleineren Gruppen zusammen finden, kommunizieren, wieder auseinandergehen nur um wiederum in einem neuen Kontext ein anderes Gespräch anzufangen.

Vom hohen Ross

Mit einer von Arroganz durchzogenen Polemik beschäftigt sich Bernd Graff in der SZ-Wochendsbeilage von heute unter dem Titel ”Web 0.0„ mit dem so genannten Debattierclub von Anonymen, Ahnungslosen und Denunzianten – dem Internet also. weiterlesen →

Bücher neu gebootet

Das Web ist voll von verrückten, merkwürdigen Aktion. Wenn man nicht aufpasst, hat man ruck zuck ein Stöckchen im Nacken oder wird von Säuen, die mal wieder durchs Dorf getrieben werden, überrannt. Da oft auch der Spaß etwas zu kurz kommt, wird es Zeit, für was neues: Bücher neu gebootet weiterlesen →

Kapitalismus 3.0

Der Titel ist im Prinzip viel zu kurz, aber ich hatte die Befürchtung, dass die Überschrift, die ich eigentlich verwenden wollte, das Layout gesprengt hätte: „Wie der Kapitalismus die Blumenkinder des Web 2.0 frisst oder für sich vereinnahmt” Bevor ich weiter schreibe, ein kleiner Hinweis: das nachfolgende ist ein persönlich, völlig unreflektierter Eindruck, dem sicher auch jegliche statistische Grundlage fehlt. weiterlesen →

Geträumt 2.0

Irgendwo in Deutschland bei einer Kreissparkasse. Es treten auf: Ein Bankangestellter, ein junger Student der gerade von einem längeren Urlaubsaufenthalt aus den USA wieder zurück ist und mit offenen Mund staunendes Publikum.

Bankangestellter: Und was machen sie so beruflich?
Student: Irgendwas mit Web 2.0. So genau weiß ich das nicht, da muss ich meinen Partner fragen.
Bankangestellter: Wie hoch darf ich ihren Kredit ansetzen?

Totgelacht

Ohne Selbstbeherrschung, die ich mir als höflicher ICE-Reisender angewöhnt habe, hätte ich vermutlich heute morgen beim lesen dieser Zeilen bei DAILY IVY laut gelacht:

Sinnlos: Ehemaligenforum in Hospiz-Website.

Schlicht und einfach auf den Punkt gebracht. Aber wer weiß, vielleicht ist dass die nächste Web 2.0 Idee für eine Community.

Web 2.0 Weisheiten

Häuptling Großer Rummel sprach:

Erst wenn die letzte Blase geplatzt, der letzte RSS-Feed verstummt ist und die letztem Sozial Bookmarks verschwunden sind, werdet ihr feststellen, dass visionäre Ideen allein nicht satt machen.

Skorbut

„Was ist Bloggerskorbut?” – „Ganz einfach, eklatanter Nachrichtenmangel.”

Internet Therapeut

Wieder so eine merkwürdige Stellenanzeige bei meinestadt.de:

Heie Bitmassage


Laut Profil wird jemand für

Anwendung/Durchführung von indischen Körpertherapieen insbesondere Ajoveda Massage, Prana Massage Kundalini Meditation, aktive Meditation, dynamische Meditation Bangra Dance Unterricht vorbereiten und durchführen

gesucht.

Also ich weiß nicht. Für mich hört sich das alles nicht nach Web 2.0 an.