Heute ist es soweit: Wahltag. Jede Stimme zählt (und wird von fleißigen
Wahlhelfern wie Nadine und mir gezählt). Um 18 Uhr wird sich dann zeigen, wer die nächsten vier Jahre Politik in Deutschland gestaltet. Nach der gelungenen Abschlusskundgebung von Steinbrück und Steinmeier gestern in Detmold mit 6.500 Teilnehmern (bei Merkel waren es gestern nur 2.000) kann ich den Rückenwind für die SPD fast schon spüren – also nicht nur Dazmen drücken, sondern die Kreuze auch an die richtige Stelle machen!
Schwarz-Gelb oder irgendwas mir Rot? Das ist die Frage, über die nicht nur jeder Wahlberechtigte in Deutschland morgen mitentscheiden kann, sondern auch sollte. Politik geht uns alle an. Nur wer nicht wählt, hat schon verloren. Es gibt keine Wahlpflicht, was auch gut so ist, denn Wahlfreiheit enthält auch die Freiheit, nicht zu Wahl zu gehen. Wer aber nicht wählt, der sollte sich hinterher auch nicht über die Politik, die in den nächsten Jahren unser Land bestimmt, beschweren.
Wer viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, der schnappt auch hier und da etwas von Stimmung auf, die sich unter den Wählern breit macht.
weiterlesen »
„Mensch, mit der würde ich garantiert nicht ins Bett gehen”, hieß es früher unter Jungs auf dem Schulhof. In den meisten Fällen durchkreuzte dann ein Testosteronschub solche Aussagen – oder eben eine Form der „Torschlusspanik”.
weiterlesen »
Wahlsonntag. DER CHEF und ich haben bereits gewählt. Für war die Entscheidung ja recht einfach, auch wennmein Name nicht auf dem Stimmzettel stand.
weiterlesen »
DER CHEF und ich haben gestern, nach dem Wahl-Schock und zahlreichen Bla-bla Analysen und Seifenblaseninterviews noch zur Ablenkung versucht, mit etwas trivialer Filmkultur den Abend dich noch zu einen schönen Abschluss zu bringen. Gelungen ist uns dies freilich nicht, was wohl auch an der Auswahl des Filmes lag.
weiterlesen »
Gerade unter den Genossen in Nordrhein-Westfalen hört man oft „Glückauf!” – bisher hielt ich das ja immer als Floskel, die irgendwas mit der Geschichte der Partei und der Nähe zum Bergbau zu tun hat. Seit heute weiss ich, dass dieser Ausspruch eine ganz andere Bedeutung hat. Glückauf sagt man dann, wenn man so tief gesunken ist, dass es nur noch nach oben gehen kann. Mit 23,5 Prozent der Stimmen hat die SPD in Hessen unbestreitbar einen historischen Tiefpunkt erreicht. Da hat Andrea Ypsilanti ganze Arbeit geleistet! Wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht an einen Wahlsieg der SPD in Hessen geglaubt. Das Koch, der wieder ganz oben auf schwimmt und große Reden im Fernsehen schwingt, war absehbar. Gewünscht hätte ich mir aber schon ein Ergebnis für die Genossen über 25 Prozent. Das Ergebnis, so wie es jetzt ist, beschämt. Ypsilanti ist als Vorsitzende der SPD in Hessen zurückgetreten. Das mag manch einer als konsequent bezeichnen. Es ist aber nicht konsequent von ihr, sondern zu spät, viel zu spät.
Wenn man was beim ersten Mal nicht ordentlich macht, dann gibt es halt einen zweiten Anlauf – oder auch einen dritten. Das die Berichterstattung hier in diesem Blog für den zweiten Anlauf etwas zu kurz gekommen ist, liegt nicht. an der Weihnachtspause.
weiterlesen »
„Hörst du das Zähneklappern in München mein Kind?
Es ist die CSU, sie liegt bei 43 Prozent.”
So oder ähnlich könnte es gewesen sein, wenn der Altmeister noch leben würde. Mit einem anderen Altmeister der politischen Kunst (FJS) wäre das der CSU wohl nicht passiert. Rausreden kann sich Beckstein damit, dass die Raucher Schuld haben, denn die werden wohl noch wissen, wer das schärfste Gesetz zum Nichtraucherschutz in Deutschland zu verantworten hat (wobei das wirklich mal ein Verdienst der CSU war, über den sogar ich mich freuen kann).
Über das vorläufige Ergebnis für die SPD schweige ich mal lieber, sonst fall eich noch in schwere Depressionen.
Die Wahl des regierenden Bürgermeisters in Berlin erregt gestern die Gemüter. Erst im zweiten Wahlgang schaffte es Klaus Wowereit, für sich eine Mehrheit zu erringen. stern.de brauchte dazu einen Schlagzeile, die erwähnenswert ist: