1. Oktober 200909:16 Uhr

„Zur Wahl mitzubringen sind diese Wahlbenachrichtigung und ihr Personalauseis oder Reisepass.” Solches oder ähnliches stand auf den Wahlbenachrichtigungen, mit denen viele Bundesbürger am vergangenen Sonntag ihr Wahllokal aufgesucht haben.
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28. September 200909:21 Uhr

Rund 11 Prozent verlorene Stimmen für die SPD, dass schlechteste Wahlergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik. Ein schwerer Schlag für die deutsche Sozialdemokratie.
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27. September 200920:19 Uhr

Die SPD hat die Wahl katastrophal verloren. Mit über 14 Prozent triumphieren vor allem die Libaralen. Ich hätte nie gedacht, dass sich so viele Menschen an der Nase herumführen lassen und den Steuersenkungslügen der FDP ihre Stimme gegeben haben. Was jetzt an sozialen Grausamkeiten auf uns zu kommen wird, wird noch so
manchen um den Schlaf bringen. Kein Mindestlohn, privatisierung des Gesundheitswesen Casion-Kaputalismus. Jammern dürfen darüber dann vor allem nicht diejenigen, die nicht zu Wahl gegangen sind. Allen Nicht-SPD Wählern, die sich in den nächsten vier Jahren über schwarz-gelbe Politiktik beschweren, kann man nur sagen: “Ihr habt es so gewollt!”

27. September 200907:00 Uhr

Heute ist es soweit: Wahltag. Jede Stimme zählt (und wird von fleißigen
Wahlhelfern wie Nadine und mir gezählt). Um 18 Uhr wird sich dann zeigen, wer die nächsten vier Jahre Politik in Deutschland gestaltet. Nach der gelungenen Abschlusskundgebung von Steinbrück und Steinmeier gestern in Detmold mit 6.500 Teilnehmern (bei Merkel waren es gestern nur 2.000) kann ich den Rückenwind für die SPD fast schon spüren – also nicht nur Dazmen drücken, sondern die Kreuze auch an die richtige Stelle machen!

26. September 200912:43 Uhr

Schwarz-Gelb oder irgendwas mir Rot? Das ist die Frage, über die nicht nur jeder Wahlberechtigte in Deutschland morgen mitentscheiden kann, sondern auch sollte. Politik geht uns alle an. Nur wer nicht wählt, hat schon verloren. Es gibt keine Wahlpflicht, was auch gut so ist, denn Wahlfreiheit enthält auch die Freiheit, nicht zu Wahl zu gehen. Wer aber nicht wählt, der sollte sich hinterher auch nicht über die Politik, die in den nächsten Jahren unser Land bestimmt, beschweren.

24. September 200909:08 Uhr

Wer viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, der schnappt auch hier und da etwas von Stimmung auf, die sich unter den Wählern breit macht.
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21. September 200909:10 Uhr

„Mensch, mit der würde ich garantiert nicht ins Bett gehen”, hieß es früher unter Jungs auf dem Schulhof. In den meisten Fällen durchkreuzte dann ein Testosteronschub solche Aussagen – oder eben eine Form der „Torschlusspanik”.
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30. August 200912:15 Uhr

Wahlsonntag. DER CHEF und ich haben bereits gewählt. Für war die Entscheidung ja recht einfach, auch wennmein Name nicht auf dem Stimmzettel stand.
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19. Januar 200909:07 Uhr

DER CHEF und ich haben gestern, nach dem Wahl-Schock und zahlreichen Bla-bla Analysen und Seifenblaseninterviews noch zur Ablenkung versucht, mit etwas trivialer Filmkultur den Abend dich noch zu einen schönen Abschluss zu bringen. Gelungen ist uns dies freilich nicht, was wohl auch an der Auswahl des Filmes lag.
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18. Januar 200918:38 Uhr

Gerade unter den Genossen in Nordrhein-Westfalen hört man oft „Glückauf!” – bisher hielt ich das ja immer als Floskel, die irgendwas mit der Geschichte der Partei und der Nähe zum Bergbau zu tun hat. Seit heute weiss ich, dass dieser Ausspruch eine ganz andere Bedeutung hat. Glückauf sagt man dann, wenn man so tief gesunken ist, dass es nur noch nach oben gehen kann. Mit 23,5 Prozent der Stimmen hat die SPD in Hessen unbestreitbar einen historischen Tiefpunkt erreicht. Da hat Andrea Ypsilanti ganze Arbeit geleistet! Wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht an einen Wahlsieg der SPD in Hessen geglaubt. Das Koch, der wieder ganz oben auf schwimmt und große Reden im Fernsehen schwingt, war absehbar. Gewünscht hätte ich mir aber schon ein Ergebnis für die Genossen über 25 Prozent. Das Ergebnis, so wie es jetzt ist, beschämt. Ypsilanti ist als Vorsitzende der SPD in Hessen zurückgetreten. Das mag manch einer als konsequent bezeichnen. Es ist aber nicht konsequent von ihr, sondern zu spät, viel zu spät.

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