Schlagwort: The North Face

Früher war

Früher war

Es gibt ein Spruch, der wohl zu den Dauerbrennern in den Charts gehört. Er fängt an mit Früher und endet mit besser. Wenn man mal davon absieht, dass er auf 50 Prozent Selbsttäuschung und 20 Prozent Verklärung besteht, könnte er zumindest manchmal auf einen wahren Kern treffen – in 30 Prozent der Fälle.

Zwar fehlt mir momentan noch der Vergleich zu heute, aber was den Punkt Qualität angeht, so waren zumindest vor einigen Jahren die Sachen der Firma The North Face sehr gut. Nach langer Zeit im Schrank hängend, habe ich gestern eine Jacke, Typ „Monsum” aus der Kleiderkiste gekrammt. Die wurde geknudelt und verstaut, weil Aubergine als Farbe für Männer nicht gerade „in” ist.

Das gute Stück aus drei Lagen Goretex, dass mich viele Jahre, auch während meines Schottlandurlaubs, begleitet hat, wurde 1992 gekauft. Das sind 17 Jahre bis heute! Die Jacke war völlig verknudelt, aber sonst tadellos. Zwar sind die Nahtklebebänder innen nicht mehr ganz frisch, aber von außen sieht die Jacke wie neu aus.

Nachdem die Jacke einmal geduscht und zum trocknen aufgehängt wurde, ist sie auch wieder faltenfrei. Wenn ich mir überlege, dass ich mit der Jacke nicht nur schwere Rucksäcke getragen, sondern auch mehrere Stürze vom Fahrrad überstanden habe, dann ist ihr Zustand entweder ein kleines Wunder oder eben ein Zeichen von hervorragender Qualität. Richtig wütend werde ich dann nur, wenn ich an meine Jacke von Jack Wolfskin denke. Die wurde bereits einmal getauscht, ist vielleicht etwas mehr als ein Jahr alt und sieht dermaßen gebraucht aus, als ob ich damit Straßenfußball gespielt hätte – mit der Jacke als Ball.

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren