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Spiele

Der erste Zehner

Es würde eine Lüge hinauslaufen würde ich mich drauf festlegen lassen, wann ich den ersten zehn DM als Kind bekommen habe. An die ersten zehn Euro dagegen kann ich mich schon eher erinnern. Genauer gesagt waren es 10,23 Euro. Genau so viel enthielt das „Starterkit“, welches alle Mitarbeiter meines damaligen Arbeitgebers bekamen — einfach so, als nette Geste. Das war Ende 2001. Fragt mich jetzt bloß keiner nach dem genauen Datum.

Wie dem auch sei, an ein anderes Datum werde ich mich wohl besser erinnern. Zum einen, weil hier gerade darüber schreibe und zu anderen, weil es erst gestern war. Wir erinnern uns: vor sechs Tagen schrieb ich mein Fazit zu den ersten zwei Spielemonaten. Eine der Herausforderung für dieses Jahr ist es, 50 verschiedene Spiele zu spielen. Die andere, insgesamt zehn verschiedene Spiele jeweils 10 Mal (oder mehr) gespielt zu haben.

jill111 / Pixabay

Zehn Mal ein Spiel spielen, das ist eine ausreichende Anzahl, um einen tieferen Eindruck vom Spiel und dem ihm zugrunde liegenden Mechanismus zu bekommen.

Überrascht war ich dann, mit welchem Spiel meiner Frau und mir das zuerst gelang. Wobei, eigentlich sollte es uns nicht überraschen, den wir trinken gerne Wein. Was wäre als passender, ein Spiel zu spielen, welches sich um den Anbau von Wein dreht?

Viticulture haben jetzt innerhalb kürzester Zeit zehn Mal gespielt. Ein Grund dafür ist wohl auch die durchschnittliche Spielzeit von einer Stunde bei zwei geübten Spielern. Da kann man an einem Abend schon mal zwei, drei Parteien spielen.

Viticulture ist ein mehr oder weniger typisches Workerplacment-Spiel mit einem gewissen Glücksfaktor. Dieser kommt über die Rebenkarten, Besucherkarten und die Verkaufskarten ins Spiel. Gleichzeitig sorgt das zusammen mit den unterschiedlichen Startbedingugnen für Abwechselungsreichtum. Nach zehn Parteien empfinde ich Viticulture als kurzweilig, immer wieder überraschend und spannend. Nicht immer gewinnt auch derjenige die Partie, der das Spielende eingeläutet hat.

Es haben sich zwei sehr unterschiedliche Spielstrategien herauskristallisiert — dabei gibt es garantiert noch andere. Meine Frau bevorzugt eine systematische Spielweise, die auf qualitativen Weinanbau setzt. Dadurch relativiert sie die Glückskomponente. Ich sagen baue bevorzugt relativ früh im Spiel das Cottage, um dadurch mehr Besucherkarten pro Runde zu bekommen. Mit Glück erhalte ich dann spielstarke Karten, die ausschlaggebend für einen möglichen Sieg sein können.

Aus meiner Sicht ist das auch der einzige Haken am Spiel. Die Sommer- und Winterbesucher(karten) sind sehr unterschiedlich. Da man normalerweise nur eine pro Runde bekommt, kommt es häufiger vor, dass man unbrauchbare Karten auf der Hand hat. Schlecht, wenn dazu noch das Handkartenlimit von sieben Karten reingrätscht. Wer sich darauf einstellt (wie meine Frau), kann das natürlich kompensieren. Wer wie ich lieber zockt, kann sich eben auch verzocken. Spaß macht es auf jeden Fall und wenn man verliert, steht einer Revanche auf Grund der Spieldauer nichts im Weg.

Empfehlen können meine Frau und ich auf jeden Fall zwei Dinge. Wir selber besitzen die so genannte „Essential Edition“ von Feuerland. Dazu gehört in jedem Fall „In Vino Veritas“ als erste Erweiterung, mit der man noch mehr Besucherkarten erhält. Besonders gut gefällt uns auch das Münz-Upgrade, welches die Münzen aus Pappe durch Metallmünzen ersetzt. Die Haptik der Metallmünzen ist ein prima Ergänzung für das bereits gelungen restliche Spielmaterial.

Wünschen würden wir uns noch einen größeren Spielplan, aber vielleicht kommt ja im Herbst von Feuerland die deutsche Ausgabe der „Tuscany Expansion“.

Fazit zweiter Spielemonat

Als ich mir Anfang diesen Jahres das Ziel setzte, in den folgen 352 Tagen mindestens 50 verschieden Spiele zu spielen, kam mir das noch sehr ambitioniert vor. Heute, am vorletzten Tag des zweiten Monats, ist es Zeit für eine Zwischenbilanz. weiterlesen →

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Ob man im Weltraum wirklich von niemanden gehört wird wenn man schreit, lassen wir mal dahin gestellt. Was den Weltraum angeht, gibt es viele Mythen. Gelangt man in den Weltraum, zerplatzt man nicht einfach. Man kann sogar für wenige Sekunden überleben. Danach wird man jedoch gefriergetrocknet. weiterlesen →

Nachlese Essen 2016

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Die ernüchternde Bilanz des heutigen Tages: ich liege noch immer auf Platz 5 und es sind lediglich zwei Tage über. Platz fünf — nun ja. Dabei sind meine Frau und ich doch auch heute wieder auf der Messe in Essen unterwegs gewesen. weiterlesen →

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Auf die Spielemesse habe ich mich, ehrlich gesagt, ein knappes halbes Jahr im Voraus gefreut und rechtzeitig vorbereitet — in Form einer Liste mit Spielen, die in Frage kommen. Direkt vor Ort sieht es dann trotz aller Vorbereitung anders aus. weiterlesen →

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Nach der Sommersonnenwende und meinem Spruch, dies wäre der längste Regentag des Jahres, scheint es zumindest heute trocken zu sein. Recht ist mir das aber auch nicht, denn bei Temperaturen über 30 Grad kann ich nicht mehr klar denken. Mir ist das definitiv zu warm. Bis hier hin wäre das nur jammern, aber ich habe tatsächlich einen echten Grund, mich zu beklagen. weiterlesen →

Der Kunde als Hindernis

Möglicherweise bestellen immer mehr Menschen online, weil man im Einzelhandel echten Menschen begegnet. Menschen wie du und ich. Aus diesem Grund versuche ich nach Möglichkeit vor Ort einzukaufen, denn hinter jedem Einzelhändler steckt ein Mensch, der mit seiner Arbeit Geld verdienen möchte — und oft genug auch muss. weiterlesen →

Wenn Spiele umziehen

„Ihr aktueller Kontostand beträgt 380 Exemplare.“ Sagt natürlich so keiner, und bei BoardgameGeek weicht die Zahl auch nach unten ab, da ein paar ganze alte oder besondere Möhren (oder Schätze) nicht gelistet sind. Für Muggel (Menschen die mit Spielen genau so viel am Hut haben wie mit Magie) ist das bereist eine unvorstellbare Menge. Ja, und wenn man die Wohnung von meiner Frau und mir zum ersten Mal betritt, sieht es wirklich ziemlich erschlagend aus. weiterlesen →

Ungespielt aber unvergessen

Pi mal Daumen befinden sich im Besitz 380 bis 390 Spiele, je nachdem wie ich zähle — einige Titel existieren nicht im sehr großen Katalog von BoardGameGeek. Auf 10 mehr oder weniger kommt es aber bei der Menge Brett- und Kartenspiele nicht mehr drauf an. weiterlesen →