Wir alle wissen, dass ein Sieg des öfteren auch den Beigeschmack der Niederlage haben kann – nicht nur für den Verlierer. Mitunter kann es sogar vorkommen, dass sich der angebliche Verlierer bereits im Vorfeld mit der zu erwartenden Niederlage arrangiert hat. Der Sieg erweist sich für dem Gewinner als Pyrrhussieg.
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Es war geplant, um heutigen Blogeintrag etwas über die Jahreshauptversamlung meines Ortsvereins zu schreiben. Über die Rede, die Nico Tsapas gehalten hat und über die Ehrung der Jubilare – einer von ihnen ist immerhin 60 Jahr lang in der Partei. Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung hat das alles umgeworfen.
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Bekanntlich horte ich Emails seit 1994. Diverse Rechner und Mailprogramme führten zu einem gigantischen Archiv. Das hat mittlerweile Dimensionen angenommen, die eine Start von Apple Mail zu einem Geduldsspiel werden lassen. Ich fürchte, ich bin so langsame an einem Punkt angelangt, wo ich aufräumen muss. Ein paar uralte Mails sind schon ihren Weg ins digitale Nirvana gegangen.
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Opel, Stadtarchiv und ein gestürzter Minister, der wieder zurück in die Politik will. Ein kleine Auswahl der trübseligen Schlagzeilen von heute. Das Wetter lässt auch wenig Raum für Hoffnung und der großen Koalition geht es auch nicht besonders gut. Ein dunkler Schatten erstickt jeden Gestaltungswillen. Wenn es überhaupt vorwärts geht, dann nur in kleinen Schritten.
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Die ideale Vorstellung vom Wahlkampf ist die von einem Wettstreit der Ideen. Der Bürger würde sich dann zwischen verschiedenen Ideen entscheiden können und die wählen, der er zutraut, die aktuellen und künftigen Probleme in seinem Sinne zu lösen.
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Kürzlich wurde die Webseite der SPD einem Redesign unterzogen. Über die Neuerungen kann man sicher genauso wie über Geschmack streiten. Was auf jeden Fall fest steht: es ist zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren ein komplett neues Design. Selbst für ein Medium wie dem Internet ist das ziemlich schnell und häufig. Die Partei gibt den Takt vor, nur wer rudert an der Basis mit?
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Insbesondere in Zeiten des Abschwungs setzt recht schnell ein Reflex ein, der suggeriert, es gäbe eindeutig ein Haufen gieriger Kapitalisten, die an allem Schuld wären. Ganz so einfach es ist in der Realität jedoch nicht. Vor allem fehlen entsprechende Patentrezepte, mit denen die Krise überwunden werden kann.
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DER CHEF und ich haben gestern, nach dem Wahl-Schock und zahlreichen Bla-bla Analysen und Seifenblaseninterviews noch zur Ablenkung versucht, mit etwas trivialer Filmkultur den Abend dich noch zu einen schönen Abschluss zu bringen. Gelungen ist uns dies freilich nicht, was wohl auch an der Auswahl des Filmes lag.
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Gerade unter den Genossen in Nordrhein-Westfalen hört man oft „Glückauf!” – bisher hielt ich das ja immer als Floskel, die irgendwas mit der Geschichte der Partei und der Nähe zum Bergbau zu tun hat. Seit heute weiss ich, dass dieser Ausspruch eine ganz andere Bedeutung hat. Glückauf sagt man dann, wenn man so tief gesunken ist, dass es nur noch nach oben gehen kann. Mit 23,5 Prozent der Stimmen hat die SPD in Hessen unbestreitbar einen historischen Tiefpunkt erreicht. Da hat Andrea Ypsilanti ganze Arbeit geleistet! Wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht an einen Wahlsieg der SPD in Hessen geglaubt. Das Koch, der wieder ganz oben auf schwimmt und große Reden im Fernsehen schwingt, war absehbar. Gewünscht hätte ich mir aber schon ein Ergebnis für die Genossen über 25 Prozent. Das Ergebnis, so wie es jetzt ist, beschämt. Ypsilanti ist als Vorsitzende der SPD in Hessen zurückgetreten. Das mag manch einer als konsequent bezeichnen. Es ist aber nicht konsequent von ihr, sondern zu spät, viel zu spät.
Wenn man was beim ersten Mal nicht ordentlich macht, dann gibt es halt einen zweiten Anlauf – oder auch einen dritten. Das die Berichterstattung hier in diesem Blog für den zweiten Anlauf etwas zu kurz gekommen ist, liegt nicht. an der Weihnachtspause.
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