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Schule

Lehrerpartner

Wie das Leben als Lehrerkind ist, hat Bastian Bielendorfer bereits wohl treffen und mit viel Augenzwinkern beschrieben. Seine Bücher mag ich genauso wie seine Auftritte. Nach seinem Erfolg „Lehrerkind — Lebenslänglich Pausenhof“ und der Fortsetzung „Lebenslänglich Klassenfahrt“ dreht sich das bisher letzte Buch um „Mutter ruft an“.

Anrufende Mütter kennen die meisten von uns. Wie es ist, ein Lehrerkind zu sein, wissen dagegen etwas weniger. Ebenfalls eher klein dürfte die Gruppe Menschen sein, die wissen wie es ist, mit einem Lehrer (oder einer Lehrerin) zusammen zu leben (oder verheiratet zu sein).

Wokandapix / Pixabay

Ein Buch „Lehrerpartner“ gibt es soweit mir bekannt ist noch nicht. Dabei hat man auch als Partner einer Person die als Lehrkraft in einer Schule beschäftigt ist, eine Menge zu erzählen. Vor allem kann man aufklären über die Dinge, die Eltern, Schüler und Politiker, die Lehrer gerne mal als faule Säcke bezeichnen, nicht sehen.

Es ist ein Mythos, dass man als Lehrer nach der 6. Stunde Feierabend und damit einen lauen Nachmittag hat. Wer in der Sekundarstufe I und II unterrichtet kennt den gebundenen Ganztag. Meine Frau ist tatsächlich in den seltensten Fällen um 13:30 Uhr zu Hause. Gestern war es kurz vor 17 Uhr, aber auch nur, weil eine Kollegin sie mit dem Auto mitgenommen hat. Andernfalls dauert die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der Schule zurück nach Hause nämlich rund 40 Minuten.

Lassen wir aber die Diskussion um Fahrtzeiten, die haben andere Arbeitnehmer auch und wenn man nicht in der Nähe zu seinem Arbeitsplatz wohnt, ist es schließlich „Privatvergnügen“ (wie ich mal von einem früheren Arbeitgeber zu hören bekam).

Was oft unterschätzt wird ist der Aufwand, den man nach „Feierabend“ noch hat. Denn eigentlich hat ein Lehrer nicht wirklich Feierabend. Abends rufen gerne noch mal Eltern an, es gibt Klärungsbedarf zwischen Kollegen, mit Externen bezüglich Schulprojekten und einiges mehr. Als Partner muss man sich hier in Geduld üben, wenn mitten beim Abendessen das Telefon klingelt und längere Zeit ein wichtiges Gespräch geführt wird.

Gelassenheit ist auch in Bezug auf die Abendplanung angesagt. Die Unterrichtsvorbereitungen für den kommenden Tag müssen gemacht werden, Klassenarbeiten korrigiert und Probleme mit bestimmten Schülern gelöst werden. Feierabend ist, wenn zumindest der kommende Tag annähern vorbereitet wurde. Das kann mitunter dauern.

Zusätzlich Streß entsteht dann noch, weil nur an sehr wenigen Schulen die Lehrkräfte über ein E-Mail-Konto verfügen. Sie müssen dann auf ihr private E-Mail-Adresse zurückgreifen. So bekommt man dann in sein privates Postfach berufliche E-Mails. So viel zum Thema innere Bürozeiten.

Als Partner muss man das aushalten. Man benötigt auch ein offenes Ohr für die Erlebnisse aus dem Schulalltag, denn Lehrerinnen und Lehrer sprechen selbst bei einem gemütlichen Fernsehabend mitunter von besonderen Vorfällen auf dem Pausenhof.

Disziplin oder alles

Auch heute wieder das Thermometer wieder über 30 Grad Außentemperatur anzeigen. Für uns damals als Schüler gab es bei solchem Wetter schon vor 12 Uhr Hitzefrei. Zumindest bis zu einschließlich der 10. Klasse kann ich mich dran erinnern. Was die Oberstufe angeht, weiß ich es ehrlich gesagt nicht mehr so genau. Entweder, weil es für die Oberstufe kein Hitzefrei gab oder weil die Sommer zu der Zeit nicht so heiß waren. weiterlesen →

Rektor als Ehrentitel

Mit sehr viel Enthusiasmus fing ich mein Studium in Bielefeld an. Lehramt Primarstufe, hört sich gut an. Mehr noch, es steckte auch eine gehörige Portion Überzeugung dahinter. Das Ergebnis dürfte denen, die schon etwas länger hier im Blog lesen, bekannt sein. weiterlesen →

Doppeltes Heimspiel

Diese Woche findet in Köln die Bildungsmesse didacta statt. Wenn ich dort hingehe, dann eigentlich nicht beruflich. Bekanntlich mach ich nicht in Wissen, sondern in Webseiten. Dennoch war ich heute beruflich auf der Messe. Ein Kunde unser er Agentur wollte sich zwecks Projektbesprechung dort mit uns treffen. weiterlesen →

Flüchtlingskinder in der Schule

Das Thema „Flüchtlinge“ beschäftigt mich diese Woche intensiv. Neben den Anschlägen und dem Hass gibt es zum Glück auch eine Welle der Solidarität, die durch die anhaltenden Medienberichte ausgelöst wurde. Verhindert werden konnte damit leider nicht der tragische Tod von über 70 Flüchtlingen auf einer Autobahn im Burgenland (Österreich). weiterlesen →

Ein erster Schultag

Während meine Kollegen und ich im glücklicherweise kühlen Büro sitzen, laufen draußen Kinder mit nagelneuen Tornistern in Zweierreihen vorbei. Dahinter Eltern, die für ihre Sprösslinge die Schultüten tragen. Der erste Schultag — mal wieder, wie jedes Jahr am zweiten Tag nach den Sommerferien. weiterlesen →

Lehrer Lämpel streikt nicht

Bevor man mich mit irgendwelchen herumliegenden Bahnschwellen erschlägt sollte ich erstmal etwas klarstellen. Ja, die Lehrer streiken. Und nein, deren Streikhintergrund ist ein anderer als bei der GDL. weiterlesen →

Herzensbildung

Es gibt sie immer wieder, die Themen, bei denen jeder meint mitreden zu können. Eines der beliebtesten davon ist, zumindest in Deutschland. Bildung und Schule. weiterlesen →

Was Inklusion nicht ist

Seven stellt sich in seinem Blog die Frage „Was ist Inklusion?„, weil er an einer Blogparade (die er aber leider nicht verlinkt) zum Thema teilnehmen will. Inklusion ist für mich etwas, mit dem ich mich schon lange immer wider auseinander setze. weiterlesen →