Der Herr Boley, also genau genommen ich, hat ein typisches Zeitfenster, währenddessen man ihn im Bett antrifft. Wenn ich ehrlich bin, möchte ich natürlich nicht, dass man mich dort antrifft. Jemanden neben meinem Bett stehend zu wissen, während ich gerade schlafe, währe doch etwas unangenehm, nein gruselig. weiterlesen »
Früher, als man seine Nachbarn noch persönlich kannte und gelegentlich ein Schwätzchen im Treppenhaus oder am Gartenhaus hielt, da wusste man ganz genau, wann wer wohin in den Urlaub fahren würde.
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Nachbarn, die zu später Stunde durchs Haus schleichen, in der Dunkelheit längst sich selbst verloren haben. Wie jemandem helfen, der nicht sehen will, dass er längst verloren hat?
Stolz ist auch etwas, an dem man ersticken kann. Kreise, die immer kleiner werden. Schatten, die auf einen selbst zurück geworfen werden. Wie helfen, wenn ausgestreckte Hände nicht erkannt werden?
In feuchten Zimmern klettert Schimmel die Wände hoch wie ein drohender Schatten. Durch Fenster- und Türritzen kriecht Verzweifelung in die Wohnung, aber weder Tränen noch ein Wimmern nach draußen. Was machen Nachtsmenschen, wenn ihr Tag gekommen ist?