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Mr. Reader verschwindet

Mich hat es gestern Abend voll erwischt. Unvorbereitet ohne Vorahnung traf es mich mitten ins (digitale) Herz. Drüben in Caschys Blog las ich den Artikel „Mr. Reader: Entwickler des Feedreaders gibt auf“ ironischerweise genau mit jenem Mr. Reader auf meinem iPad Air 2. Es sollte der letzte Artikel unter iOS 9, denn kurz danach machte ich ein Update. Zu beidem aber später mehr.

Ein kurzer Rückblick. Vor längerer Zeit verkündigte Google das Ende von RSS an — zumindest das Ende seines eigenen Feed-Reeder Dienstes. Da ich starker Nutzer von genau jenen RSS-Feeds bin, landete ich nach einem kurzen Zwischenstopp bei Feedly schließlich bei fever, einer selbst gehosteten Lösung. Die ideale Ergänzung dazu war Mr. Reader, denn er hatte eine Schnittstelle zu fever.

wbwolfgang / Pixabay

Darüber hinaus merkte ich schnell, dass Mr. Reader genau die App ist, die zu mir passt. Die Bedienung war gelungen, die Anbindung an diverse Dienste vorhanden und es gab eine Menge Schrauben, um den Reader auf seine Bedürfnisse einzustellen. Verglichen mit beispielsweise Reeder (Mac OS / iOS) war Mr. Reader das deutlich bessere Produkt. Zudem wurde es immer zeitnah weiterentwickelt. Zumindest bis zum Herbst letzten Jahres. Das fiel aber erstmal nicht auf.

Mr. Reader war für mich gleichbedeutend mit dem iPad. Es war die Killer-App dafür. Gemütlich auf dem Sofa am Sonntag Morgen liegend lässig durch die Feeds gehen. Oder nachts noch mal schnell schauen, was es neues gab. Ich kann es noch gar nicht richtig glauben, dass es Mr. Reader jetzt nicht mehr geben soll.

Wie Carsten schreibt, gibt es nur einen kurzen Satz auf der Webseite des Entwicklers: „September 2016: I stopped iOS development and removed all apps from the App Store.“ Das ist heftig. Keine Begründung, keine Erklärung, nichts. Gleichzeitig hat der Entwickler sein Facebook und Twitter Konto gelöscht. Hilflos und nach Antworten ringend steht man als treuer Nutzer da.

Wie viele andere wäre ich bereit gewesen, für eine neue Version zu bezahlen. Gerne sogar. Auch eine Jahresgebühr wäre in Ordnung gewesen. So aber verschwindet die beste RSS-App vollständig, nicht mal als Open-Source Version wird sie überleben.

Meine Hoffnung, Mr. Reader noch weiter nutzen zu können, zerschlug sich dann gestern Nacht. Nach dem Update auf iOS 10 hing Mr. Reader in einer Dauerschleife fest. Selbst ein Neustart des iPads half nicht. Neuinstallation der App wäre die einzige Chance, nur nützt das nichts, wenn es die App nicht mehr im App-Store gibt.

Überleben wird der RSS-Reader mit dem sympathischen Fahrradklingelton auf meinem iPad (1. Generation) mini, denn dafür wird es kein iOS 10 geben. Ein Abschied auf Raten, denn irgendwann hat sich das kleine iPad auch aufgebracht.

Kurioserweise habe ich mir am Donnerstag, vor der dmexco, Gedanken zu Nutzung eines RSS-Readers auf dem iPhone gemacht. Hier konkurrierten seit ein paar Monaten Reeder und Fiery Feeds um meine Gunst. In Sachen Optik und Bedienung hat Reeder sicher die Nase etwas weiter vorne, aber es gibt ein paar deutliche Pluspunkte, die auf dem iPhone für Fiery Feeds sprachen. Die App wird konsequent weiterentwickelt, das letzte Update stammt vom 12.09.2016. Die App kann genau so wie Mr. Reader in den RSS-Feed eingebettete Youtube Videos anzeigen (was Mr. Reader unter iOS nicht kann).
Wirklich ausschlaggebend ist jedoch die erheblich bessere Performance beim Synchronisieren, selbst wenn man längere Zeit nicht mehr die App aufgerufen hat. Gerade wenn man mobile unterwegs ist, macht es einen erheblichen Unterschied. Bei Reeder weiss man zeitweise nicht, ob sich die App nicht gerade aufgehängt hat.

Egal welche Gründe den Entwickler zu dem Schritt getrieben haben, ich bin mir sicher, die Community der Nutzer hätte eine Lösung gefunden. So aber bleibt nur der Blick zurück zu nicht nur dem besten RSS-Reader, sondern zu einer verdammt guten App auf dem iPad. Ruhe in Frieden, Mr. Reader!

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