23. September
2009

Katze im Sack

Aus Union und SPD sind derzeit nicht nur Stimmen zu hören, die Geschenke machen, sondern kurz vor der Wahl wird auch angedeutet, welche Grausamkeiten den Wähler erwarten.
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5. April
2009

Osterferien und Hartz IV

Wie der lokalen Presse gestern zu entnehmen war, lädt die Bielefelder Agentur für Arbeit alle Schüler dazu ein, sich während der Osterferien in den Räumen der Agentur ein paar Gedanken über ihre Zukunft zu machen. Das ist sehr löblich. So können die Schülerinnen und Schüler in den Ferien schon mal sitzen auf zugigen Fluren und warten auf unwirsche Sachbearbeiter kennen lernen – quasi ein Schnupperkurs für angehende Hartz IV Empfänger. Aber mal im Ernst. Was nützt es, sich Gedanken über Berufswünsche zu machen, wenn man hinterher eh keine Lehrstelle bekommt? Angemessenere Angebot der Agentur wäre wohl Bewerbungstraining und vor allem Seminare, in denen die Schülerinnen und Schüler sanft vermittelt bekommen, dass ein Berufswunsch ganz nett ist, aber man oft nur die Chance hat, die zweite oder dritte Wahl als Lehrstelle zu bekommen.

22. Februar
2009

Trotz Tauwetter entgleist

Es soll ja Menschen geben, denen unserer Sozialstaat missfällt. Die sich in eigener Selbstüberschätzung und mit unglaublicher Verachtung dazu hinreißen lassen, zu behaupten, die Erhöhung von Hartz IV sei „ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie gewesen”.
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28. Januar
2009

Kinder des Zorns

Das Bundessozialgericht hat gestern die Höhe der Hartz IV Sätze für Kinder für verfassungswidrig erklärt. Bei diesen wurden nicht vom Bedarf ausgegangen, sondern mehr oder minder nach Körpergröße festgelegt, dass Kinder bis 14 Jahren 60 Prozent und danach 80 Prozent der Leistungen, die Erwachsene erhalten, bekommen.
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17. Dezember
2008

Gleichbleibende Gerechtigkeit

Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass auch ein Ingenieur einen so genannten Ein-Euro-Job annehmen muss. Der Deutsche Gewerkschaftsbund spricht umgehend von einer Schlappe für Akademiker. Mal abgesehen davon, dass es durchaus berechtigte Zweifel an den Ein-Euro-Jobs im allgemeinen gibt, so ist die Aufregung über das Urteil doch unverständlich.
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16. Dezember
2008

Bittere Weihnachten

Wie vor vielen Weihnachten, so wir auch dieses Jahr so sein, dass die Anzahl der Unzufriedenen zunehmen wird. Allerorts werden Erwartungen, die sich nicht erfüllen lassen, geweckt. Teure Geschenke sollen emotionale Lücken füllen – Bestechungsversuche, über Weihnachten wenigstens den Schein zu waren.
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9. September
2008

132

Seit der Einführung von Hartz IV wird kontovers darüber diskutiert. Was den einen als ausreichend erschien, hielten andere für zu wenig. Die Sicherung des Existenzminimums sei mit dem Regelsatz nicht möglich, so die Kritiker. Von einem Leben in Würde könne nicht gesprochen werden. Selbst aber die Befürworter von Hartz IV sind aber nicht auf die Idee des Wirtschaftsforschers Friedrich Thießen gekommen. Der hat noch mal genau nachgerechnet und kommt zu dem Schluß: 132 Euro monatlich ist ein passabler Betrag. Welch enormes Spaarpotential steckt doch noch in Hartz IV! Wobei es wohl das Beste wäre, den Anfang damit zu machen, such künftig solche menschenverachtenden Studien zu sparen. Herr Thießen sollte statt dessen mal versuchen, neun Monate selber so zu leben, wie er es in seiner Studie vorschlägt. Vielleicht führt das ja zu tieferer Einsicht – billiger als die vorfestellte Studie ist es auf jeden Fall.

17. August
2007

Nachrichten aus der Kälte

Während immer mehr Menschen in Deutschland Kälte nur noch als sozial Kälte kennen, weilt die Kanzlerin zur Zeit dort, wo es noch wirklich kalt ist : in Grönland. Allerdings ist das dort nur noch ein temporäres Problem, denn da Eis in Grönland schmilzt rapide. Mittlerweile lassen sich vor Ort sogar schon Erdbeeren anpflanzen – Freiland-Erdbeeren, wohlgemerkt. Kein Wunder bei angenehmen 17 Grad in einer Region, die mal vom so genannten ewigen Eis bedeckt war. Aber Menschen war ja schon immer pfiffige Kerlchen, die ein Händchen dafür haben, auch so was zu ruinieren. weiterlesen »

24. Juli
2007

Wegoptimierung für Arbeitslose

Oft ist der kürzeste Weg die beste Wahl. Lernen Sie, von der Hand in den Mund zu leben.

7. Februar
2007

Zu Hause gefangen

Die weitere Zunahme von Hartz-IV Empfänger verschärft die Probleme auf dem Wohnungsmarkt, auf dem es anscheinend gerade an kleineren Wohnungen mangelt. Satte 45 Quadratmeter sind es, auf die ein Alleinstehender Empfänger von Arbeitslosengeld II Anspruch hat. Angesichts der Verknappung dieser Luxuswohnungen ist die Stadt Löbau auf eine originelle Idee gekommen. Hartz-IV Empfänger werden in größeren Wohnungen untergebracht. Überzählige Räumen werden von der Wohnungsverwaltung verschlossen und dürfen nicht genutzt werden. weiterlesen »