10. August
2007

Bielefeld unter Wasser

Es gib ja Menschen in einem gewissen Alter, die Gerade zum Wochenende hin feucht-fröhliche Abende erleben. Ein solche hatte ich gestern auch – allerdings war kein Alkohol im Spiel, sonder eine Unmenge an Regenwasser. Und von fröhlich kann im Grunde auch keine Rede sein, wenn man beim Aussteigen aus der Stadtbahn in 10 cm tiefe reißende Wassermassen gerät. weiterlesen »

2. August
2007

Das Kreuz ist gefallen

Gestern im Laufe des Tages wurde das Turmkreuz an der Paul-Gerhardt-Kirche entfernt. Wobei das eigentlich noch geschönt ist, denn es wurde nicht sorgfältig abmontiert, sondern abgesägt. Als Kriegsbeute wandert es jetzt in die Neustädter-Kirche, die im übrigen auch schon eine Verwendung für das ausgebaute Sakralfenster gefunden haben. Feindliche Übernahme at it`s best. weiterlesen »

26. Juli
2007

Vollendete Tatsachen

Nach dem jetzt der Eilantrag der Bürgerinitiative zum Erhalt der Paul-Gerhardt-Kirche zurück gewiesen wurde, werden nächsten Woche von der Kirche das Turmkreuz abmontiert, die Glocken entfernt und eine Kirchenfenster ausgetauscht. Damit werden nun vollendete Tatsachen geschaffen. Trotz der Beteuerungen, durch den Ausbau der Glocken verursachte Schäden wieder zu beheben, besteht die Möglichkeit , dass der Turm in einem Zustand versetzt wird, der einen Abriss unabdingbar macht. Von der Neustädter Gemeinde ist zu hören, dass die Glocken der Paul-Gerhardt-Kirche vor der Kirche der Neustädter als „Siegestrophäe” ausgestellt werden sollen.

17. Juli
2007

Ausverkauf der Glaubwürdigkeit

Wie in der Neuen Westfälischen heute zu lesen ist, wurde jetzt die Paul-Gerhardt-Kirche für 2,5 Millionen Euro an die jüdischen Gemeinde verkauft. So wie es aussieht, war also der Widerstand der Bürgerinitiative, die einen generellen Verkauf des Kirchengebäudes verhindern wollte, vergebens. Zwar darf sie noch bis Mitte September das Gebäude für Andachten nutzen, aber der eigentlich Verkauf ist nun vollzogen. weiterlesen »

3. Juli
2007

Die Brötchenverschwörung

So langsam komme ich dahinter, was es mit dem Bahnstreik von heute auf sich hat. Es geht nicht wirklich um mehr Lohn für die Beschäftigten bei der Bahn, sondern um die Bielefelder Brötchenverschwörung. Bedingt durch nicht fahrende Züge war ich heute abgeschnitten von meiner Versorgung mit Brötchen einer hauptsächlich im Ruhrgebiet und Rheinland vertretenden Bäckereikette. weiterlesen »

6. Juni
2007

Langsame Ermüdung

Die Besetzung der Paul-Gerhard-Kirche beschäftigt mich nach wie vor – auch wenn ich befürchte, dass sich bei meinen Leserinnen und Lesern langsam so was wie eine Ermüdung einstellt. Verdenken kann ich das keinem, zumal ich mich argumentativ immer wieder im Kreis bewege. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass die Besetzung der Kirche notwendig war. Gerade die Reaktionen auf die Besetzung seitens der Amtskirche zeigen, wie wo die Missstände wirklich sind. Eine Kirche, die sich nur noch damit zu helfen weiß, Kritiker mit dem Vorwurf des Antisemitismus mundtot zu machen, kann sich wohl kaum noch als christlich bezeichnen. weiterlesen »

4. Juni
2007

Schlamschlacht

Es wäre schön gewesen, wenn während meines Irland-Urrlaubs die Situation um die Besetzung der Paul-Gerhard-Kirche zumindest unverändert geblieben wäre (mit einer positiven Entwicklung rechne ich schon gar nicht mehr). Bedauerlicherweise ist es aber schlimmer geworden, viel schlimmer.
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16. Mai
2007

Keine historische Chance

Im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf der Paul-Gerhardt-Kirche spricht die Superintendentin Regina Burg immer von einer „historischen Chance”. Es stellt sich dabei die Frage, was sie mit dieser Floskel meint. Geht sie etwa davon aus, dass der Verkauf der Kirche das unsägliche Leid, welches Deutschland und auch deutsche Christen Menschen mit jüdischem Glauben angetan haben, wieder gut gemacht werden könnte? Sieht sie in dem Verkauf ein Akt der Versöhnung? weiterlesen »

15. Mai
2007

Eskalation erwünscht?

Im Schaukasten vor der Paul-Gerhardt-Kirche (in der Sprache der Amtskirche: Paul-Gerhardt-Zentrum) hängt ein Text zum bevorstehenden Pfingstfest, zusammen mit einem Besen: „Jesus Christus, kehr aus bei uns”. Ich warmir zusammen mit einem Nachbarn darüber einig, dass es eigentlich kehr ein heißen müsste, aber wir können uns natürlich auch irren. weiterlesen »

8. Mai
2007

Lückenfüller in der Provinz

Sicher, die Neue Westfälische ist eine Lokalzeitung. Mnachmal habe ich allerdings den Eindruck, dass sie abrutscht und zu einem Provinzblättchen verkommt. Während bundesweit gestern die mögliche Freilassung von Christan Klar Thema gewesen ist, viel der Lokalredaktion nicht ein, Bielefelder Bürger zum Thema zu befragen. Stattdessen wurde eine Lücke auf der Titelseite des Lokalteils (vielleicht ist ja kurzfristig ein Anzeigenkunde abgesprungen) mit einer Befragung zum Thema „Was Bielefelder nach der langen Sonnenperiode vom Wetterumschwung halten” präsentiert.