Eins vielleicht vorweg: Wer Mitglied einer Partei wird, erhält nicht automatisch einen Maulkorb. Gerade wenn es bei Wahl eines Bundestagskandidaten auch um eine deutliche Richtungsentscheidung geht, sollte es daher erlaubt sein, öffentlich Stellung zu nehmen. Das hat nichts mit mangelnder Solidarität zu tun, sondern dient letztendlich der Öffentlichkeit, dem eigentlichen Wähler dazu, die Position zu erklären und so der Frage Warum habt ihr den aufgestellt zuvor zu kommen. weiterlesen »
Am vergangenen Wochenende wurde, wie nicht anders zu erwarten war, Frank-Walter Steinmeier offiziell zum Kanzlerkandidat der SPD gekürt – mit 95 Prozent der Delegiertenstimmen. Neuer (alter) Parteivorsitzender wurde Franz Münteferering. Ein Dream-Team? „Schwer zu sagen, das ist” würde Yoda sagen. weiterlesen »
Stefanie Heinzmann auf Tournee in Bielefeld – DER CHEF und ich mitten drin, würde ein möglicher Untertitel lauten, wenn diese Zeilen hier auf klassischem Wege publiziert würden. Aber wir wissen ja all, dass Bloger keine Journalisten sind. weiterlesen »
Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sieht die Rentenversorgung derzeit noch so aus, dass man alternden Moderatoren eine Fernsehshow gibt, die sie so lange machen können, bis sie mit einem Herzinfarkt umkippen – aber bitte nicht vor laufender Kamera, denn schließlich besteht, auch wenn es nur ein kleiner ist, ein Unterschied zum Privatfernsehen. Ein gutes Beispiel dafür ist diese für jüngere Zuschauer (alles was selbstständig essen kann und noch keine Inkontinenzwindel trägt) unverständliche Wettshow, die samstags im ZDF läuft. weiterlesen »
Wie nennt man es, wenn der Sieger die Verlierer zur Versöhnung aufruft und auch noch fordert, dass die Unterlegenen doch bitte den erstem Schritt tun mögen? Nicht nur, weil ich in die Sache mehr oder weniger persönlich involviert bin, fehlen mir die Worte.
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Seit Mitte letzter Woche haben DER CHEF und ich neben der unverzichtbaren Süddeutschem Zeitung die Neue Westfälische ins Abo genommen. Auf der letzten Ortsvereinssitzung ist uns klar geworden, dass wir auf Dauer nicht ohne auskommen. Besonders dann, wenn man mit dem Gedanken spielt, sich für einen Listenplatz bei der nächsten Ratswahl zur Verfügung zu stellen. weiterlesen »
Auf dem Gelände der ehemaligen Paul-Gerhardt-Kirche ist gestern der vorletzte Baum gefallen. Obwohl grün und gesund, konnt er sich nicht mehr halten. Eine direkte Schuld trifft keinen der Bauarbeiter, die zuvor alle anderen gesunden Bäume gefällt haben. Da sie aber das Erdreich rundherum aufgewühlt haben, war,im wahrsten Sinne des Wortes, der Boden schon bereitet für das Unwetter gestern, dem der Baum zum Opfer gefallen ist. weiterlesen »
Laut Bielefelder Sozialleistungsbericht leben ein Viertel aller Kinder in Bielefeld in Haushalten, die von Sozial- und Transfairleistungen leben. Ausgehen von der EU-Definition der relativen Armut, nach der eine Familie als arm gilt, wenn das Einkommen weniger als die Hälfte des Durschnittseinkommens in Deutschland beträgt, sind es 25 Prozent der Kinder in Bielefeld, die in Armut aufwachsen. In Armut aufwachsen, dass bedeutet in der Regle eine ständigen Benachteiligung, eine Verurteilung zur Chancenlosigkeit, die im weiteren Verlauf wiederum Armut zur Folge hat.
Seit dem ich diese Zahl, 25 Prozent, am vergangenen Donnerstag gehört habe, geht sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Geschaut, gelesen, informiert. Was bleibt, ist eine erschreckende Zahl, die zutiefst beschämt, mich ratlos macht.
Seit mehreren Jahren wird die Innenstadt von Bielefeld, genauer gesagt die Fußgängerzone, von Autos bevölkert. „La Strada” nennt sich das Ereignis. Im Grunde ist es eigentlich eine perverser Veranstaltung – galt nicht etwa die Fußgängerzone als große Errungenschaft? Waren wir nicht froh, endlich die Autos zumindest aus diesem Bereich verbannt zu haben?
Dem Andrang zu Folge wird das Auto nach wie vor als Fetisch gefeiert. Niemand scheint Berührungsängste zu haben, wenn es sich wieder einen geschützten Raum zurückerobert.
Als Trost bleibt zumindest die Erkenntnis, dass sich die Veranstaltung für Bielefelder Autohändler auch in diesem Jahr nicht gelohnt hat.
Was in anderen Städten ganz profan nur „Nacht der Museen” heißt, sind in der der Stadt am Teutoburger Wald die Bielefelder Nachtansichten, die diese Jahr zum 7. Mal stattfanden. Die Frage nach dem Wo dürfte sich ja weniger stellen.
Mitten drin war selbstverständlich auch der Herr Boley, welcher sich begleitet vom CHEF durch Museen, Kirchen und Galerien schleppte – oder eher geschleppt wurde?
Wie dem auch sei, das leckerste Menü zur Nacht bot die Altstädter Nicolaikirche (nicht nur deshalb, weil es die neue Heimatgemeinde von Nadine und mir ist und Nadine sich auch noch als Helferin gemeldet hatte). Aber wo Licht ist, ist natürlich auch Schatten, besonders in einer Nacht wie dieser. weiterlesen »