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Bielefeld

Die Köln-Verschwörung

Es gibt Dinge, die sind für eine gewisse Zeit lang lustig. Danach sorgen sie für ein Achselzucken. Noch später beginnt dann der Moment, ab dem sie nur noch nerven. So geht es mir auch mit der Bielefeldverschwörung. Das war mal witzig, besonders durch den Umstand, dass ich selber in Bielefeld studiert und gewohnt habe. Wenn man aber zum gefühlten tausendsten Mal auf einer Party den Spruch hört „Bielefeld? Gibt es doch gar nicht!“ kommen schon mal leichte Aggressionen auf. Leider handelt es sich bei den Menschen, welche die Bielfeldverschwörung für lustig halten, um einen nachwachsenden Rohstoff — oder so ähnlich.

Eigentlich also versuche ich einen Bogen um das Thema zu machen. Und ja, ich habe noch Beweismaterial, welches ich ständig mit mir herumtrage. Zum Beispiel meine EC-Karte der Sparkasse Bielefeld. Oder den Personalausweis, der von der Stadt Bielefeld ausgestellt wurde (der läuft aber 2017 aus). Da ich aber grundsätzlich ein Mensch bin, dem Ironie nicht fremd ist und der einer gut gemachten Satire nicht widerstehen kann, gibt es auch bei der Bielefeldverschwörung Ausnahmen.

Meine Frau (hat auch Beweismaterial aus Bielefeld) und ich schauen, wie bereits häufiger an dieser Stelle erwähnt, aufgenommenes Zeug vom Media-Receiver. Gestern gab es „Wilsberg“ bei uns. Wir beide kannte die Serie bisher noch nicht, wenn es denn eine Krimiserie sein soll, dann eher eine satirische. Besonders ernst nehmen kann man die Figuren nicht, aber es ist unterhaltsam und mit Charakter-Schauspielern besetzt — soweit ich das von einer Folge sagen kann.

Die Folge, die wir uns gestern angesehen haben, wurde von mir vor ein paar Tage,als sie bei ZDF neo lief, aufgrund ihres Titels aufgenommen: „Die Bielefeld-Verschwörung„. Vielleicht aus einer geheimen Neigung von mir, „Fifty Shades of Bielefeld“. Wie dem auch sei, wir sahen und das gestern an und waren, ganz ehrlich amüsiert. Die Thematik selber ist, wie bereits einleitend erwähnt, verdammt abgedroschen. Aber die Schauspieler schaffen es wirklich noch etwas herauszuholen. Die Auflösung am Ende räumt mit dem Mythos auf, auch wenn die Täter extrem überzogen wirken. Da fehlt die Bodenständigkeit wie in „Mord mit Aussicht“. Oberschurken sind auf Dauer mindestens genau so ermüdend wie die Bielefeldverschwörung.

Wer bis hier hin gelesen hat, fragt sich wahrscheinlich, was das alles mit dem Titel „Die Köln-Verschwörung“ zu tun hat. Um das aufzuklären, muss man recherchieren, wo denn die Wilsberg-Folge (Die Serie selber spielt in Münster) eigentlich gedreht wurde. Angegeben werde Münster und Köln. Keine Spur von Bielefeld. Und das ist wirklich Teil einer Verschwörung. Wenn man sich näher damit beschäftigt, kommt man dahinter, wie oft in Köln gedreht wird und hinter suggeriert wird, die Handlung des Films würde in einer ganz anderen Stadt spielen.

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