Später, viel später ging das Licht tatsächlich wieder an. Wer für den langen Stromausfall verantwortlich war, stand noch nicht fest, aber es war nicht so, das der Innenminister im Dunklen tappte. Schließlich konnte er nicht mehr tappen. Nicht ohne Grund wünschte er sich zu Weihnachten von seiner Sekretärin ein Set mit mehreren WLAN-Kameras, die sich unauffällig installieren ließen, zusammen mit dem Buch „Spähangriff für Dummys und Demokratiefeinde” weiterlesen »
Kurt saß in einem roten Bademantel mit SPD-Logo vor einem großem Becher Kaffe. Irgendwie war bei ihm wohl das Licht ausgegangen. Zwar war es Samstag, aber es war erst acht Uhr morgens. Er konnte nur hoffen, dass sein Anzug schnell wieder aus der Reinigung zurück kam.
Noch vor dem Frühstück stellte Jörn die Waschmaschine an. Die frische aufgewärmte Zeitung und die Brötchen brachte er dann zusammen mit einem Glas Orangensaft ins Schlafzimmer, wo alles schon sehnsüchtig erwartet wurde.
Im Kanzleramt gab es ebenfalls Frühstück und Zeitung. Das Foto auf der Titelseite überraschte sogar die Bundeskanzlerin.
Herbert W., Besitzer eines kleinen Kiosk am Rande des Regierungsviertels war auf dem Weg zu Arbeit, wie jeden Morgen der letzten 20 Jahre. Das anstehende Weihnachtsfest würde für ihn nur Umsatzeinbußen bringen, da über die Feiertage die obdachlosen Stammkunden bei diversen caritativen Einrichtungen untergebracht waren. weiterlesen »
Allmählich fing es in Berlin an zu dämmern, wobei es schlicht die Tageszeit gemeint ist, denn den Menschen selber in Berlin dämmert es noch lange nicht. Zurück von der Nacht blieb ein schlechter Geschmack im Mund und viel Arbeit für die Straßenkehrer und die Heilsarmee. weiterlesen »
Irgendwo in einem nicht näher genannten Krankenhaus in Berlin wurde in der Zwischenzeit ein gewisser Gerhard S., zumindest sah er ihm ähnlich, mit akuter Amnesie eingeliefert. Das Einzige, was er vor sich hin murmelte, war „Lupenreiner Wodka” und „Gas, Gas!”. Der aus dem Schlaf gerissener Assistenzarzt schloss eine Selbstgefährdung zwar aus, hielt es aber für ratsam, Herrn S. erstmal sicher zu verwahren, bevor er mit Gas noch der Bundesrepublik Schaden zufügen würde. weiterlesen »
Im Kanzleramt macht sich derweil Angela M. Gedanken darüber, was sie ein paar ausgewählten Staatsoberhäuptern dieses Jahr schenken könnte. Letztes Jahr hatte sie Präsident Bush, die DVD-Kollektion Rambo 1 bis 3 geschenkt, worüber er sich ziemlich gefreut hatte. Aber dieses Jahr? Zumindest die Weihnachtskarte für ihn hatte sie schon. weiterlesen »
Noch immer war Kurt B. nicht fündig geworden. Die Suche nach dem Geruch gestaltet sich schwieriger, als die Genossen beim Parteitag mit Honigkuchen zu füttern. Essen. Er musste dauernd an Essen denken. Wobei der Franz doch eigentlich aus irgend so einem Nest im Sauerland kam. Passt ja auch ganz gut zu ihm, bei seinem leicht sauertöpfischen Gesichtsausdruck. weiterlesen »
Nach dem Klaus einige Minuten verzweifelt an der Tür herum gerüttelt hatte, drehte er den im Schloss steckenden Schlüssel herum und öffnete die Tür. Im Hinterhof war es jetzt verdächtig still. Das merkwürdige Quietschen hatte sich entfernt. weiterlesen »
Während Kurt darum bemüht war, der Quelle des verlockenden Geruchs auf die Schliche zu kommen, fand Klaus W. auf dem Gästeklo einen zerknüllten Stimmzettel, dessen Rückseite mit Lippenstift beschmiert war: weiterlesen »
Angela legte noch mal Hand an einige bereits verpackte Geschenke und überprüfte die Schleifen. Gut einwickeln, dass konnte sie schon immer. Während sie im mit Steuergeldern geheizten Kanzleramt saß, irrte irgendwo durch die Kälte von Berlin ein gewisser Kurt Beck, der sich verlaufen hatte. Das es soweit gekommen war, hatte er sich selbst zu zuschreiben. War er es doch gewesen, der das Angebot von Klaus Lebensgefährten, ihn nach Hause zu fahren, abgelehnt hatte. weiterlesen »