Ein brandheißer Tipp für alle, die derzeit noch auf Arbeitssuche sind: Erfahrungen der letzten Wochen, Monaten, gar Jahre haben gezeigt, dass der Beruf des Hellsehers bzw. der Hellseherin wieder voll im Trend sind. Die in der Regel zweistündige Ausbildung lässt sich seit neustem auch durch einen Zusatzlehrgang erweitern. Besonders gefragt ist die Spezialisierung für Bahnverspätungen. Nicht nur in Bezug auf den angedrohten Streik lässt sich damit ein beträchtliches Einkommen erzielen. weiterlesen »
In der Süddeutschen Zeitung von gestern gab es einen sehr süffisanten Kommentar zum kommenden Streik der Gewerkschaft der Lokführer (GDL). Seitens der GDL wurde ja großspurig verkündet, dass 95,8 Prozent ihrer Mitglieder für den Streik gestimmt hätten. Ganze 8375 Stimmen waren es, die für einen Streik votiert haben. weiterlesen »
Warum sich bei der Bahn in letzter Zeit die Verspätungen häufen, ist schnell erklärt: Auf dem Weg zur Privatisierung bleibt halt vieles auf der Strecke.
Ab August soll es losgehen, das unbefristet Chaos. Die Gewerkschaft der Lohnhungrigen (GDL) besteht auf ihrer Forderung nach „mindestens 31 Prozent mehr” Gehalt für das Fahrpersonal. ES war klar, dass bei so einer Extremforderung ein Kompromiss nicht möglich ist. Sicher habe ich Verständnis dafür, dass Lokführer führ ihre Verantwortungsvolle Tätigkeit, die auch noch von Schichtarbeit gekennzeichnet ist, eine entsprechende Entlohnung wollen – dies darf aber nicht zu Lasten der anderen Beschäftigten bei der Bahn gehen. Der Vorschlag der Arbeitgeberseite, einen externen Sachverständigen einzusetzen, um das Arbeitsfeld des Personals neu zu bewerten und das Vergütungssystem anzupassen, ist meiner Meinung nach schon ein sehr deutliches Entgegenkommen. -
So, ich sitze im Büro – abgesehen von den handelsüblichen Verspätung lief der Zugverkehr zumindest bei mir reibungslos. Mal sehen, wie das heute nach Feierabend aussieht.
Trotz angekündigtem Streik der Lokführer führ heute sitze ich im Zug. Geplant ist eine Arbeitsniederlegung in der Zeit zwischen 8 und 11 Uhr. Sollte tatsächlich gestreikt werden, hoffe ich, dass ich zumindest bis nach Dortmund komme. Von dort kann ich möglicherweise mit der S-Bahn oder dem Regionalexpress weiterfahren – sofern diese fahren. Das ich das, was die Gewerkschaft der Lokführer derzeit macht, führ Erpressung halte, hatte ich, glaube ich, schon mal erwähnt. Fahrgäste in Geiselhaft zu nehmen, halte ich auch nicht für besonders gelungen, um seinen Sympathiewert zu steigern. weiterlesen »
Nach dem ganzen Gemecker über die Bahn ist es mal an der Zeit, auch was positives über sie zu schreiben. Schließlich hängen in Deutschland sehr viel Pendler an ihr wie an einem Tropf. Un gerade diese Pendler wissen, was bei der Bahn immer absolut pünktlich kommt: die Fahrpreiserhöhungen.
So langsam komme ich dahinter, was es mit dem Bahnstreik von heute auf sich hat. Es geht nicht wirklich um mehr Lohn für die Beschäftigten bei der Bahn, sondern um die Bielefelder Brötchenverschwörung. Bedingt durch nicht fahrende Züge war ich heute abgeschnitten von meiner Versorgung mit Brötchen einer hauptsächlich im Ruhrgebiet und Rheinland vertretenden Bäckereikette. weiterlesen »
Neulich, an einem Provinzbahnhof.
SOHN: Papa, woran erkennt man, dass die Bahn streikt?
VATER: Die Züge haben Verspätung oder fallen aus.
SOHN: Aber das ist doch immer so bei der Bahn, streiken die also die ganze Zeit?
VATER: Nicht ganz. Wenn gestreikt wird, entschuldigt sich die Bahn AG für die Unannehmlichkeiten.
Ich gebe zu, ich war zu optimistisch. Fest überzeugt davon, dass es nicht so schlimm sein wird, bin ich heute wie üblich aufgestanden und habe mich auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Ja, ich habe Zeit gelesen, ja ich kann nicht behaupten, es nicht gewusst zu haben. Ich war aber davon Überzeugt, dass der Streik nicht so schlimm werden wird. weiterlesen »