31. Dezember 200910:58 Uhr

Für Jahresrückblicke gilt im Grunde das, was Gott zu Lot sagte:

Errette dein Seele und sieh nicht hinter dich.

Wer solche Warnung missachtet, wird vermutlich nicht wie Lots Frau zur Salzsäule erstarren, aber insbesondere bei den Jahresrückblicken im Privatfernsehen garantiert Schade an Seele und Verstand nehmen.
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30. Dezember 200917:07 Uhr

Kai Diekmann, Chefredakteur der „seriösen” Bildzeitung, fordert in diesem Jahr das Ende der so genannten Gratiskultur im Internet. Seiner Meinung nach sei die Gratismentalität ein „Geburtsfehler”. Wenn wir ehrlich sind, müssen wir ihm recht geben.
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30. Dezember 200912:17 Uhr

Nach dem die Weihnachtsgeschichte mit Teil VII ab Montag zu Ende gegangen ist (auch wenn es ein gemeines, offenes Ende ist), gibt es für all die E-Mail und Webseiten-Ausdrucker (zu denen ich mich auch zähle) die ganze Geschichte noch mal als formatiertes PDF – natürlich zum ausdrucken: Weihnachtsgeschichte_2009.pdf

29. Dezember 200909:08 Uhr

Laut Zeitungsberichten will der SPD-Chef Siegmar Gabriel die „Basis” zum Thema Afghanistan Einsatz befragen. In der Parteispitze gibt es dafür sowohl Zustimmung als auch Ablehnung.Offen gesprochen ist das Thema Afghanistan nicht dazu geeignet, um damit mehr innerparteiliche Mitbestimmung auszuprobieren. Es geht auch wohl ehr nicht um „mehr Demokratie wagen”, sondern um etwas ganz anderes.
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28. Dezember 200918:43 Uhr

Die folgende Tage vergingen, ohne dass sich jemand genau daran erinnern wollte, was passiert war. Auch Herr Wustock wollte lieber alles vergessen. Die Nacht im Hotel, seine Kopfschmerzen und vor allem seine Frau. Das er sich in Bezug auf seine Frau wirklich Mühe gab, zeigte sich an den Krankenhausbesuchen die er nicht machte.
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27. Dezember 200915:55 Uhr

Wäre Herr Wustocks an diesem Abend betrunken nach Hause gekommen, hätte er eine aufgebrochenen Wohnungstür und ein kaltes Bett vorgefunden. Das Bett jedoch, in dem er sich momentan erregte, war dagegen nicht kalt. Allerdings war er auch alleine, denn die Kollegin aus dem Büro hatte ihm sehr deutlich gemacht, das er ein notgeiler alter Bock war. Was auch stimmte. Stöhnend blickte Herr Wustock auf die bunten Bilder und ließ seinen nicht Blick durch das schäbige Zimmer dieser Absteige schweifen.
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26. Dezember 200917:55 Uhr

Martin Brecht blickte in das gerötete Gesicht von Frau Schmitt. Auch wenn er sicher nicht der Grund für diese Gesichtsfarbe war, konnte er nicht anderes als sie irgendwie süß zu finden. Chancen malte er sich lieber gar nicht erst aus. Bevor er selber rot wurde und möglicherweise zusammenhanglos gestottert hätte, fiel ihm wieder ein, warum er nach oben gelaufen war und an der Tür von Frau Schmitt geklingelt hatte.
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25. Dezember 200915:26 Uhr

Es klingelte erneut. Frau Wustock wurde kurz aus ihren Schmerzen gerissen. Diesmal war es nicht der Kurzzeitwecker, sondern die Tür. Frau Wustock, die noch immer in der Küche am Spülbecken stand und kaltes Wasser über ihre Hände, an denen sich mittlerweile dicke Brandblasen gebildet hatten, laufen ließ, riss sich los vom Becken und kurz von ihren Schmerzen, um zur Tür zu gehen. Keine Gute Idee. Die auf den Boden liegenden Plätzchen ließen sie ausrutschen. In Panik griff Frau Wustock zum nächsten Gegenstand, an dem sie sich festhalten konnte. Es war zwar der nächste, nicht aber der nächst beste. Die Dose mit den bereits geglückten Ergebnissen ihrer Weihnachtsbäckerei hielt dem Angriff nicht stand und ging zusammen mit Frau Wustock zu Boden.
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24. Dezember 200910:48 Uhr

Durch den Hausflur drang laut Weihnachtsmusik in die Wohnung von Frau Schmitt, die gerade mit wichtigeren Dingen im Badezimmer beschäftigt war. Genauer gesagt hing sie mit dem Kopf in der Kloschüssel und übergab sich. Schuld daran war nicht die Weihnachtsmusik, die war Frau Schmitt im Moment gerade völlig egal. Auch eine Schwangerschaft schied aus, denn es gab keinen männlichen Grund dafür. Einzig und allein der Glühwein von der Weihnachtsfeier, insbesondere das zu viel dran, hatte dazu geführt, dass es Frau Schmitt im Moment gerade ziemlich schlecht ging.
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24. Dezember 200909:22 Uhr

allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und besinnliche Tage. Lasst es euch gut gehen!

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