Rauchergedichte

Rauchergedichte

Seit Anfang Oktober müssen auf den Zigarettenschachteln großformatige Warnhinweise aufgedruckt werden. Jetzt schlagen die Raucher im Internet zurück. Auf der Seite www.rauchergedicht.de kann man selber texten und sein eigenes Rauchergedicht ausdrucken, um die Warnhinweise zu verdecken. Eigentlich dürfte die Seite nur mäßig erfolgreich sein. Genauso, wie die EU-Verordnung unsinnig ist, denn Raucher können nicht lesen! Daher bringen die Warnung vor den Gefahren des Rauchens nichts.

Die meisten Raucher und auch Nichtraucher werden jetzt wahrscheinlich laut aufschreien und fragen, wie ich zu dieser kühnen Behauptung komme. Eigentlich ist das ganz offensichtlich. Trotz riesiger Hinweisschilder, zum Beispiel am Dortmunder Bahnhof, trifft man in den Nichtraucherzonen genauso viele Raucher wie in den eigentlichen Raucherzonen. Jeder des Lesens kundige Mensch müsste diese ohne Probleme lesen können. Da Raucher ja ständig von Toleranz reden, kann es wohl nicht sein, dass sie absichtlich oder aus mangelnder Rücksicht dort ihrem schädlichen Treiben nachgehen. Es bleibt demnach nur ein Grund für ihr verhalten über: sie können nicht lesen.

Wenn man die Zahl der Raucher hochrechnet, erreicht Deutschland fast eine Analphabetenrate eines Dritte-Welt-Landes. Raucher sterben nicht, weil sie dumm sind, sondern weil sie nicht lesen können.

Spiele für den Stromausfall

Spiele für den Stromausfall

Auf der diesjährigen Spiel ’03 in Essen werden wieder einmal eine Menge neuer Brettspiel vorgestellt Eine Vorschau auf die Highlights gibt es auf den Webseiten der Spielbox.

Dabei sind diesmal mal auch ein paar sehr kuriose Spiele, wo man fragen muss, welche Zielgruppe damit angesprochen werden soll. So werden Warcraft, ein erfolgreiches Echtzeitstrategiespiel für den Computer und Anno 1503 als Brettspiel erscheinen. Letzteres erscheint im KOSMOS-Verlag und wurde vom Klaus „Siedler von Catan” Teuber entwickelt. Ob die Spiele nur für PC-Junkies sind, die einen Stromausfall überbrücken müssen oder auch echte Brettspieler anspruchsvoll unterhalten können, wird sich zeigen müssen. Da ich mich sowohl für Computer- als auch Brettspiele begeistere, bin ich auf jeden Fall sehr gespannt auf die Umsetzungen.

Für Warcraft findet man auf der Internetseite des Herstellers die Regeln als PDF-Dokument. Zu Anno 1503 gibt es sehr schönes – hier kann ich mir das Lachen einfach nicht verkneifen – Online-Tutorial.

Bestimmt kann man beide Spiele auch als pädagogisches Geschenk einsetzten, um seinen Lebenspartner mal über Weihnachten vom Computer wegzulocken und zu gemeinsamen spielen zu verführen.

Mc Essen

Mc Essen

Seit einigen Wochen gibt es bei Mc Donald’s wieder die Monopoly-Wochen. Auf vielen Packungen findet man zwei Aufkleber, hinter denen sich Straßen verbergen. Wenn man eine Serie komplett hat, gibt es dafür einen von vielen Preisen. Auch Sofortgewinne, die man direkt umtauschen kann, verbergen sich hinter den Abziehbildern.

Was mich an der ganzen Sache wundert und was der Anlass dafür ist, das daraus ein Blog-Eintrag wird, ist die Tatsache, dass vielen Kunden die Packungen achtlos wegwerfen. Die Aufkleber bleiben drauf. Dabei gibt es selbst wenn man nicht sammelt, immerhin die Chance auf einen Sofortgewinn. Genauso merkwürdig finde ich es, dass es keine Kinder gibt, die die Packungen aufheben und die Aufkleber abmachen. Für mich ist das unbegreiflich.
Ich kann mich noch gut an die Knibbelbilder erinnern, die es einen Zeit lang gegeben hat, als ich noch kleiner war. Wir sind dann immer zum Getränkemarkt gepilgert um von den zurückgegangenen Pfandflaschen die Bilder abzumachen und haben die kleinen nach Cola riechenden Gummistücke gesammelt und getauscht. Mit den Aufkleber von Mc Donald’s macht das keiner – anscheinend. Allerdings habe ich das Gerücht gehört, dass die Aufkleber auch bei ebay versteigert werden. Überprüft hab ich das noch nicht, aber ob sich das lohnt bei den Portokosten, sei mal dahingestellt.
Ach ja, falls jemand die Schlossallee hat, ich würde die für einen Euro zzgl. Portokosten gerne haben …

Morgennebel

Morgennebel

In Videospielen verwendet man gerne Nebel zur Beschränkung der Sichtweite, um die mangelnde Qualität der Grafikengine zu kaschieren (wie zum Beispiel bei Silent Hill). Das Ganze wird dann vom Hersteller als Besonderer Effekt vermarktet.

Die Wirklichkeit wartet im Herbst auch mit Nebel auf. Am frühen Morgen wird dadurch auch die Sicht in eingeschränkt – allerdings nicht, weil die Grafik so schlecht ist. Durch den Nebel sieht man nicht nur weniger, es ist auch feucht und kalt. Wenn man durch die Nebelwände wandert, fühlt man sich wie in Watte gepackt. Die Stille hat dabei weniger was gruseliges, sie wirkt auf mich eher beruhigend.

Heute morgen in Dortmund war es ziemlich neblig. Bis gegen dauerte es, bis er auflöste. Wenn die Sonne dann bei so einem Wetter durchbricht und die farbigen Blätter an den Bäumen in ein warmes Licht taucht, weiß man, dass es Herbst ist. Mit einer dicken Jacke und einer Tasse Tee draußen sitzen und dieses Wetter genießen, heißt zu leben.

IKEA

IKEA

Heute hat sich das Rauschgefühl so langsam verflüchtigt. Die gekauften Möbel sind auch schon zusammen gebaut und der Ramschkater ist ausgeblieben. Ein Einkauf bei IKEA ist immer ein Erlebnis – vor allem eins, das ins Geld geht. Den Werbespruch kann man auch getrost selber ergänzen: Entdecke die Möglichkeiten“ … Geld auszugeben.

Wenn die Sachen einigermaßen hässlich wären, wäre das Ganze wesentlich einfach. So aber verschönert man seine Wohnung und leert sein Konto. Gut, das es die IKEA-Karte gibt. Was mich gestern wirklich gewundert hat, ist eine junge Frau, die nur einem IKEA-Magazin und einem kleinen Messbecher aus Metal gekauft hatte. Das so etwas überhaupt möglich ist.
Zumindest sieht unser Wohnzimmer wieder ein Stück gemütlicher aus. Das Faszinierende an bestimmten Möbelstücken ist, das sie Platz schaffen. Durch sie wirkt ein Raum nicht nur gemütlicher, sondern auch irgendwie geräumiger. Dabei hat man sich doch gerade durch ein neues Möbelstück mehr vom Platz weggenommen.

Musikunterricht

Musikunterricht

Wenn ich so an meinen in der Schule genossenen Musikunterricht denke, dann war der entweder wirkungslos, langweilig, schlecht oder – in einem Fall – grausam. In der Grundschule mussten wir in einer Musikstunde alle vorsingen. Als ich dann daran war, meinte die Lehrerin hinterher, dass es wohl besser sei, wenn ich in Zukunft im Hintergrund nur leise mitsummen würde. Das das bleiben Schäden hinterlassen hat, ist wohl klar. Bis heute habe ich ein gewisses Gefühl der Beklemmung, wenn es darum geht, irgendwo mitzusingen.

Im weiteren Verlauf meiner Schulkarriere ist es keinem Lehrer gelungen, mein Interesse an Musik, vor allem an klassischer Musik, zu wecken. Erst jetzt, Jahre später, erwacht so langsam mein Interesse an klassischer Musik und an Opern. Das liegt vor allem daran, das mir die Musik zwischen No Angels und Superstars ziemlich zum Hals raus hängt. Das sind selbst für meinen sehr ungeschulten Geschmack reine Zumutungen. Ich stelle beim Hören auch fest, dass keine andere Musik so starke Gefühle auszulösen vermag wie klassische Musik. Gut auch Techno und Heavy Metal lösen Gefühle aus, aber das geht dann eher in Richtung Aggressivität.

Mit steigendem Interesse wächst auch das Bedürfnis, sich zu informieren. Die Suche im Internet ist dabei nicht unbedingt sehr hilfreich, wenn man nicht weiß, wo nach man genau sucht, Klassik ist ein sehr weitläufiger Begriff. Sehr empfehlenswert ist ein kleines, kostenloses Magazin über klassisches Musik und Jazz, das kostenlos im größeren Kaufhäusern ausliegt. Es nennt sich RONDO und bietet eine gute Orientierung und Kaufempfehlungen. In den nächsten Wochen werde ich sicher in die eine oder andere CD reinhören, um dann zu entscheiden, was auf meine Kaufliste kommt.

Fortschritte

Fortschritte

In den letzten Tagen bin ich ein ganzes Stück vor gekommen mit der Umstellung der GUI von bitEvolution. Jetzt fehlt nur noch der Feinschliff an der GUI und die Optimierung sämtlicher Funktionen. Ansonsten hat bitEvolution alle Funktion für den Release der ersten Betaversion. Es spricht also nach bisherigem Stand nichts dagegen, das diese Version Ende November das Licht der Öffentlichkeit erblickt. Die Frage ist dann nur, wer außer mir noch bitEvolution nutzen will.

Wie dem auch sei, auf jeden Fall gibt es noch eine Menge Funktionen, die noch nicht implementiert worden sind. Es wird also spannend für mich bleiben – vor allem, wenn es darum geht, die unterschiedlichen Browser und Platformen hinsichtlihc der Stylesheetgestaltung auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

Hauptsache Bauchfrei

Hauptsache Bauchfrei

Manche Mädchen und junge Frauen scheinen eine sehr hohe Schmerzgrenze zu haben oder aber auch ein Vergnügen darin zu sehen, sich eine fette Nierenentzündung zu zuziehen. Anders wäre es wohl kaum zu erklären, das sie bei 5 bis 8 Grad morgens mit Pullover tragen, die knapp unter dem Bauchnabel aufhören. Es heißt zwar, „wer schön sein will, muss leiden“, aber sieht überwiegen nicht schön aus. Nachvollziehbar ist es nicht, wenn Menschen empfindliche Stellen, die Motorradfahrer nicht ohne Grund extra schützen, völlig unbedeckt lassen.

Vielleicht bin ich ja schon zu alt, um das zu verstehen, aber auch als ich noch jung war, fand es keiner cool, sich freiwillig die Nieren zu verkühlen. Heute stand so eine junge Frau an der der Stadtbahnhaltestelle und hatte nur einen dünnen, nabelfreien Pullover an, während ich mit dicker Jacke und Schal daneben stand. Mir war so gerade nicht kalt – sie aber fror sichtbar. Hauptsache bauchfrei, sag ich nur.

Führerschein ab 17

Führerschein ab 17

Diese Woche wird im Landtag von NRW darüber entschieden, ob in einem landesweiten Modellversuch der Führerschein ab 17 Jahre eingeführt werden soll. Jugendliche dürften dann nach bestandener Führerscheinprüfung in Begleitung eines Erwachsenen, der mindestens 30 Jahre alt, Auto fahren. Begründet wird das Modell damit, dass das Unfallrisiko in Deutschland gerade unter Jugendlichen besonders hoch ist. Von der Senkung des Fahralters verspricht man sich eine Senkung der Verkehrstoten und – verletzten, da die Jugendlichen ein Jahr lang in Begleitung fahren werden.

Das Vorhaben kann man jedoch auch aus anderer Sicht betrachten. So stellt es zum einen natürlich auch einen Versuch da, der absatzschwachen Autoindustrie ein Jahr früher Kunden zu zuführen. Die Überprüfbarkeit der Beifahrerregel sei mal dahingestellt. Interessanter ist es, zu überlegen, wann berufstätige Eltern sich neben ihre Kinder ins Auto setzten, nur damit diese Auto fahren dürfen. Es ist anzunehmen, dass dies nicht so regelmäßig vorkommen wird, d.h., den Fahranfängern fehlt am Ende ihres Jahres die Fahrpraxis und die Routine. Natürlich müssen es nicht die Eltern sein, die mitfahren, aber welcher Jugendliche mit 17 hat schon Freunde oder Bekannte, die mindestens 30 sind? Vielleicht ist das ja dann die Chance für pfiffige Unternehmer, über das Internet einen Begleitservice anzubieten.

Mal im Ernst. Ein Auto ist kein Spielzeug, sondern ein Verkehrsmittel, das man auch als Waffe oder wahlweise als Potenzverlängerung einsetzten kann. Wenn die Zahl der jugendlichen Verkehrstoten so hoch ist, sollte man das Alter für den Führerschein nicht runter sonder raufsetzten. Generell Führerschein ab 20. Um zu lernen, wie man anständig im Straßenverkehr unterwegs ist, kann man auch auf dem Beifahrersitz sitzen, wenn die (hoffentlich) verantwortungsvollen Eltern mit dem Auto unterwegs sind.

Honigtöpfe

Honigtöpfe

Endlich ein Signal der Bundesregierung! Statt immer nur von Erhöhungen und Belastungen zu reden, gibt es zur Abwechselung mal einen Entlastung – allerdings nicht für die Bürger, sondern für die Versicherungskonzerne, damit diese ihre Kursverluste in diesem Jahr kompensieren können. Durch die Steuerentlastung sind dann prompt die Aktienkurse der entsprechenden Konzerne gestiegen. Das Paket der Entlastungen hat ein Volumen im Umfang von bis zu 10 Milliarden Euro. Wieso soll ich dann eigentlich demnächst mehr an meine Krankenversicherung zahlen? Wieso ist für dafür Geld da? Es kann doch nicht wahr sein, dass Bundespolitik nur noch im Interesse von Lobyisten gemacht wird. Die dürfen sich großzügig mit dem Segen der Bundesregierung aus dem Honigtopf bedienen, während der normale Steuerzahler einen Bären nach dem anderen aufgebundne bekommt, nur um ihm glaubhaft zu machen, warum er demnächst mehr zahlen muss und weniger Geld zur Verfügung hat. Robin Eichel nimmt es von den Armen und schenkt es den Reichen. Gerecht ist das nicht mehr. Die SPD sollte sich wirklich fragen, ob sie nicht einen Buchstaben zuviel ihm Namen hat. Das S wirkt mehr als unglaubwürdig, es sei den, es steht nicht für sozialdemokratisch sondern für Schröder.

Pärchenlook

Pärchenlook

Verliebt zu sein ist was schönes. Sich einig sein, ist wunderbar. Exakt das gleich anziehen, ist zumindest für die Umgebung unerträglich und läst die eigene Identität verschwinden. Paare, die sich uniformiert gleich anziehen, sind schwer zu verstehen. Verwundert schaut man sie mehrmals an, um auch ganz sicher zu sein, dass sie wirklich das Gleiche anhaben.

Heute ist mir so ein Paar über den auf dem Weg nach Hause begegnet. Sie hatten nicht nur die gleichen Jacken und Hosen an, sondern auch die gleichen Schuhe. Wie geklont. Sicher, man wird sich mit zunehmender Länge der Beziehung ähnlicher. Die Betonung liegt aber auf ähnlich, nicht gleich. Ich finde so was gruselig.

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren