Antworten für schlechte Tage

Antworten für schlechte Tage

Kunde: „Siebenundzwanzig Cent für ein Brötchen – das ist aber teuer!“
Verkäuferin: „Ich kann nichts dafür.“
Kunde: „Natürlich können sie was dafür. Würden sie weniger verdienen, könnte ihr Chef die Brötchen billiger machen.“
Verkäuferin: „…“

Muttertag

Muttertag

Während heute die Kassen der Floristen klingeln, weil allerorts Alibisträuße gekauft werden, stellt sich mir wieder die Frage nach dem Sinn des heutigen Tages. Als ob ein Tag alle aufwiegen kann. Ich finde es besser, mich im gesamten Jahr bei meiner Mutter zu melden und an sie zu denken statt das ganze an einem Tag zu bündeln. Obwohl – Zeit sparender ist das ja schon. Wenn ich die ganzen Familien im Sonntagsanzug sehe, wie sie mit gequälter Mine ihren Sonntagsspaziergang machen, kann ich mich nur schwer zwischen Mitleid und Brechreiz entscheiden. Zumindest kann man sagen, dass es eine menschliche Eigenschaft gibt, die damit heute ihren eigenen Feiertag hat: die Verlogenheit.

Ein Bild sagt mehr

Ein Bild sagt mehr

Zu den Geschehnissen im Irak fällt mir der Ausspruch ein: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Die Fotos von den durch amerikanische Soldaten gefolterten und misshandelten irakischen Gefangenen können nicht durch Worte aufgewogen werden. Schon gar nicht durch halbherzige Entschuldigungen oder Ausreden. Das was angerichtet wurde, ist unverzeihlich. Die Würde des Menschen wurde bewusst verletzt, es wurde sich absichtlich über Normen und Wertvorstellungen hinweg gesetzt. Die gesamte sogenannte „westliche“ Welt wurde beschämt. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, George Bush, würde gut daran tun, moralische Größe zu zeigen – wenn er denn dazu in der Lage ist.

Dazu bedarf es einer Geste, die ohne Worte einen ehrlichen Wunsch nach Vergebung ausdrückt. Ein Bild, das sich gegen die anderen Bilder stellt. Wie so ein Bild wirkt, kann man an dem Kniefall vor dem Ehrenmahl des jüdischen Ghettos in Warschau von Willi Brandt sehen. Ein sehr starkes Bild. Natürlich konnte es die Schuld nicht aufwiegen, aber es zeigte den ehrlichen Wunsch nach Versöhnung und Vergebung, viel stärker als es Worte vermögen.

DVD Nepp

DVD Nepp

Mittlerweile hat man sich schon an die Extraausstattungen von DVDs gewöhnt. Neben der erstklassigen Bildqualität gehört dazu auch ein satter Sound, vorzugsweise in DTS. Was aber enttäuschend ist, wenn vor dem Hauptfilm auf der DVD Werbung für einen aktuellen Kinofilm platziert ist. Meiner Meinung nach entwertet das die DVD. In ein paar Wochen ist die Werbung veraltet. Außerdem hat Werbung auf einer DVD nicht wirklich was zu suchen. Und wenn, dass vielleicht als Bonusmaterial. Bei der DVD, von der ich spreche, gab es zusätzlich noch Bonusmaterial mit Werbung für einem zukünftigen Kinofilm. Also zwei Mal Werbung auf der DVD von „Master and Comander“. Dafür dann keine Filmrelevanten Extra. Die gibt es nur, wenn man die fünf Euro teurere Extended Edition kauft. Eine absolute Unverschämtheit. Zumal davon nichts in diversen Zeitschriften stand, dass es zwei verschiedene Editionen gibt, die zeitgleich auf dem Markt kommen. Nur bei amazon konnte man das lesen. Allerdings hatte ich da den Film schon gekauft (eine spontane Entscheidung im Supermarkt zur Gestaltung des Abends). In Zukunft werde ich wohl meine DVDs nur noch bei amazon kaufen.

Babel

Babel

Ein USB-Headset ist eine bei Playstation 2 Spielen eine echte Bereicherung. Absprachen der Spieler untereinander werden dadurch nicht nur einfacher – man kann sich auch im Spiel zum Kaffeeklatsch treffen. Schwierig wird es nur dann, wenn man nicht die gleiche Sprache spricht. Dank Englisch ist das allerdings keine unüberbrückbare Kommunikationshürde.

Manchmal weiß man allerdings nicht, ob man lachen oder weinen soll. Zum Beispiel dann, wenn sei Deutsche sich auf Grund eines Missverständnis eine halbe Stunde lang in Englisch unterhalten.

Ungesagte Dinge

Ungesagte Dinge

Manche Szenen im Leben schreien geradezu nach einer spontanen Reaktion. Das müssen nicht unbedingt ernste Situationen sein – manchmal verspürt man auch das Bedürfnis nach ein wenig Situationskomik. Heute morgen lag mir wieder ein Spruch auf den Lippen, der wie so vieles ungesagt blieb.

In der Schlange hinter mir am Bäckereistand (wobei Kamps als Bäckerei zu bezeichnen durchaus fragwürdig ist) war der nächste Kunde dran. Er verlangte einen weißen Amerikaner. Fast hätte ich mich umgedreht und „Rassist” gesagt.

Ahnenforschung

Ahnenforschung

Genau beschreiben, woran es liegt kann ich nicht. Auch kann ich nicht sagen, wann genau mich der Virus gepackt hat. Was ich noch weiß ist, dass ich früher meinen Namen, gerade meinen Nachnamen nicht mochte. Das hat sich mittlerweile doch schon geändert. Dafür interessiert mich seit einiger Zeit schon, wo mein Name herkommt. Der Familienname „Boley“ ist im englisch-amerikanischen Sprachraum verbreitet. In Irland bezeichnet Boley “ a milking place for cattle“. Ausgesprochen wird das Ganze dann buaile.

Allerdings ist das noch lange kein Beweis dafür, dass der Name aus dem Irischen kommt. In ein paar anderen Quellen wird darüber spekuliert, dass „Boley“ aus einem ursprünglich europäischen bzw. französischen Namen durch die Einwanderung nach Amerika auf Grund einer falsche Schreibweise oder Aussprache entstanden ist.

Zufrieden stellt das jedoch nicht. Nach dem ich heute wieder im Internet gestöbert habe, um mehr in Erfahrung zu bringen, bin ich auf die Seite eines Händlers gestoßen, der verschiedene Artikel rund um Familienwappen verkauft. Unter den vielen Wappen, die dort zu finden waren, war auch das der Familie Boley In wie weit das tatsächlich richtig ist, kann ich noch nicht beurteilen. Auch kann ich noch nicht sagen, ob die historischen Informationen auf der Seite korrekt sind: „History of the Boley Coat of Arms: From Ireland, descended from Norman settlers in the 12th century.
Auf jeden Fall sieht das Wappen nicht schlecht aus.

Frequenzy

Frequenzy

Bereits als Kind habe ich begeistert Filme und Bücher zum Thema Zeitreise in mich aufgesogen. Über die Möglichkeit von Reisen in die Vergangenheit oder Zukunft nachzudenken, macht mir auch heute noch Spaß. Spannend ist es vor allem, darüber zu philosophieren, was wohl passieren würde, wenn man ein Paradoxon auslöst. Reise ich mit einer Zeitmaschine selber in die Vergangenheit und töte dort mein jüngeres ich, kann ich auch nicht in die Vergangenheit reisen und mich töten, da es mich in der Gegenwart nicht mehr gibt. Dadurch kann ich mich in der Vergangenheit nicht mehr töten, was wieder bewirkt, das es mich in der Gegenwart gibt und ich mich in der Vergangenheit töten kann usw.
Bei Büchern und Filmen trägt die Suche nach solchen Brüchen zur Unterhaltung über den eigentlichen Rahmen hinaus bei. Der Faszination der Frage ‚Was wäre wenn…?‘ erliegt man nur zu gerne.

Selten gibt es Filme, die auf Grund ihrer Dauerspannung keine Luft zum Nachdenken lassen. Der Film Frequenzy gehört auf jeden Fall zu dieser Kategorie. Neben der guten Unterhaltung bietet der Film auch einen logisch strukturierten Rahmen. Die Konstruktion der Zeitreise ist in sich sehr stimmig. Vor allem deshalb, weil es keine Form von Zeitreise ist, bei der Materie durch die Zeit geschickt wird. Bedingt durch ein Nordlicht kommunizieren Vater und Sohn mittels dem selben Funkgerät miteinander – getrennt von 30 Jahren Zeitunterschied. Gemeinsam verändern sie den Lauf der Dinge.

Das was hier durch die Zeit fließt, sind Informationen. In der Gegenwart empfängt jemand diese Informationen und glaubt zunächst, das der Funkkontakt zu einem Menschen aus der Gegenwart besteht. Interessant ist, dass es zumindest in die eine Richtung möglich ist, Funksprüche aus der Vergangenheit aufzufangen – wenn man daran denkt, wie lange Radiowellen und Licht im Weltraum unterwegs sein können. Nur der Rückkanal fehlt.

Erholung

Erholung

Richtige Erholung braucht mehr als nur einen Tag. Deswegen finde ich auch die klassische 5 Tage Woche, mit zwei freien Tagen am Stück so schön. Am Freitag, wenn ich ich Zug sitze und nach Hause fahre, kurz vor Bielefeld, entsteht so ein unbeschreibliche Wochenendgefühl. Nach dem Einkauf bei real dann hat es dann eine Köstlichkeit erreicht, die unvergleichbar ist. Diese Hochgefühl schwindet aber schon so langsam am Samstagmorgen

Tag der Arbeit

Tag der Arbeit

Eigentlich ist der 1. Mai ein Feiertag. Uneigentlich liest man schon Tage vorher in der Lokalzeitung Werbeanzeigen von Gartencenter, die an diesem Tag geöffnet haben. Das bedeutet natürlich, das dafür dann auch Menschen arbeiten müssen. Nun, das müssen Beschäftigte bei der Feuerwehr, Polizei oder in Krankenhäusern auch – allerdings sind das für die Gesellschaft unverzichtbare Aufgaben, die durch den Einsatz dieser Menschen abgedeckt werden. Auch an Feiertagen kann nicht darauf verzichtet werden. Anders sieht das mit Blumen und Pflanzen aus. Niemand muss unbedingt an einem Feiertag ins Gartencenter. Ich kann auch nicht verstehen, warum es für solche Betriebe eine Ausnahmegenehmigung gibt. Mein Eindruck ist auch, dass es diese Ausnahmegenehmigungen geradezu inflationär erteilt werden.

Über Restaurants und Kneipen kann man sicher streiten. Führt man aber ins Feld, dass sie schließlich auch Umsatz machen wollen, was gerade an Feiertagen möglich ist, so spricht man sich schnell auch (möglicherweise) unbeabsichtigt für die Öffnung von Gartencentern aus. Dem „normalen“ Sonntag geht es schon lange so – durch die zunehmende Lockerung der Ladenöffnungszeiten wird er in seiner Bedeutung entwert. Ein echter Sabbat, an dem wirklich alles nicht lebensnotwendige ruht, würde den Menschen und der Gesellschaft gut tun, führt er doch zum innehalten, zur Reflektion und zum Nachdenken.

Lobbyismus

Lobbyismus

Seit Mitte Dezember spielen Nadine und ich bereits Everquest Online Adventures auf der PS2. In der langen Zeit hat sich zumindest in Bezug auf den Kundeservice nicht viel getan. Es gibt noch immer keinen vernümpftigen deutsche Support, obwohl wir fleißig unseren Beitrag zahlen.

Mit unserem Unmut sind wir allerdings nicht alleine. Bei einem Spielertreffen letzten Sonntag wurde beschlossen, eine Briefaktion zu starten, mit dem die deutschsprachigen Spieler die presse (Spielezeitschriften) auf die Situation aufmerksam machen wollen. Ich denke, ein wenig Lobbyarbeit ist dringend notwendig, damit sich was ändert – schließlich macht das Spiel ja auch Spaß und wir wollen es auch weiterhin noch spielen.

Der Flyer für die Aktion und das Anschreiben an die Presse sind auf der Seite von Alpha Lupus zu finden, einer Domain, die ich ursprünglich mal für den SOCOM-Clan angelegt habe. Seit dem darauf Infos zu EQOA abgelegt worden sind, kann ich einen kontinuierlichen Anstieg der Besucherzahlen verzeichnen. Mittlerweile sind es über 100 Besucher (Visits) pro Tag. Mal sehen, wie viele es werden, wenn die Magazine tatsächlich von der Aktion berichten.

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren