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Fleischwurst

Aus meiner eigenen Kindheit kenne ich es noch, das man wenn man klein ist, an der Wursttheke vom Metzger eine gerollte Scheibe Fleischwurst bekam. Die man dann zufrieden in sich hineinstopfte. Schön ist es, wenn man feststellt, dass so etwas immer noch gemacht wird. Auch wenn jetzt die Vegetarier laut aufschreien – ich finde, es ist eine kleine Geste, die einem als Stück glückliche Kindheit in Erinnerung bleibt. Die Kinder mit der Wurst, die ja in der Relation zur eigenen Größe viel größer ist als aus der Perspektive eines Erwachsenen, sehen immer glücklich aus. Mit großen Augen wird der Schatz kurz betrachtet, in dann stopf, mampf verschwindet er im Mund. Besonders glücklich dran sind die Kinder, die noch eine zweite Scheibe bekommen.

Gestreckte Zeit

Im Zug gegen die Fahrtrichtung sitzen, die Landschaft an sich vorbeiziehen sehen und Trance-Musik hören. Das Zeitgefühl dehnt sich im Raum, verliert sich in der Unendlichkeit. Zwischen Hell und Dunkel kündigt sich der Abend an, die Sonne hinter Wolken ist nur zu erahnen. Ohne weitere Bedürfnisse könnte man bis zum Ende fahren – zumindest bis zum Ende der Musik.

Leere Wand

Manchmal stelle ich der leeren Wand fragen. Sie kann nicht antworten. Dennoch warte ich jedes Mal vergeblich darauf, dass sie sich zu Wort meldet. In ihrem Schweigen liegt etwas verlässliches, ja fast beruhigendes. Andere schmieren Graffitis auf leere Wände. Sie fühlen sich von der Leere magisch angezogen. Ich begnüge mich mit dem Anstarren der Wand.

Wenn ich der Sache überdrüssig geworden bin, immer noch keine Antwort erhalten habe, drehe ich ihr beleidigt den Rücken zu. Dann stehe ich mit dem Rücken zur Wand. Das hat Vorteile. Man kann sich dran anlehnen, sie gibt Halt. Mit dieser Unterstützung gibt die leere Wand einem dann doch so etwas wie eine Antwort.

Büroalltag

Da sitzt man morgens noch halb schlafend im Zug und plötzlich sind sie da. Die Gedanken an die acht Stunden im Büro, die vor einem liegen. Man sieht sie schon vor sich, die vielen kleinen Aufgaben, die auf dem Schreibtisch rumtanzen. Alle schreien sie danach, als erstes erledigt zu werden. Einige von ihnen haben eine piepsige Stimme, weil sie noch ganz neu sind. Andere röcheln mit einer dumpfen mahnenden Stimme und haben schon einen grauen Bart. Wenn man sich dann eine oder zwei von den Aufgaben rausgreift und bearbeitet, hört man plötzlich hinter sich ein Räuspern. Vorsicht und langsam dreht man sich um, mit einer bösen Vorahnung im Kopf. Tatsächlich dort stehen sie mit drohenden Fäusten, die großen unerledigten Aufgaben. Nur einen kurzen Moment, dann fangen sie an, an einem zu zerren und zu ziehen.

Xbox-Fieber

Ich fürchte, ich habe mich in Leipzig mit dem Xbox-Virus infiziert. Dabei hatte ich doch nur so eine Gratiszeitschrift in den Händen und kurz vor der Rückreise die Verpackung vom RPG Moorowind. Zwar wälze ich mich noch nicht im Schlaf hin und her und habe auch noch keine Poster von Bill Gates aufgehängt, aber ich habe schon ein Stadium erreicht, das nicht mehr harmlos ist. Zur Zeit versuche ich es mit Autosuggestion, um mir den Kauf einer Xbox auszureden. Es spricht so einiges gegen die Xbox. So bin ich zum Beispiel nicht ohne Grund überzeugter Apple-Benutzer. Vor allem ist es nämlich die Zeit, die mir fehlt. Schon bei der PS2 habe ich so ein paar Spiele, die ich noch nicht zu Ende gespielt habe. Hinzu kommt, dass ich momentan 100% der Zeit, die ich mit der PS2 verbringe, für SOCOM aufbringe. Wenn dann noch Everquest Online erscheint, muss ich dann auf Schlaf verzichten …

Auch wenn ein paar Dinge für die Xbox sprechen (bessere Grafik, gute RPG`s und Shooter), werde ich wohl PS2 only bleiben – hoffe ich.

Games Convention Teil II

Insgesamt 10 Stunden Fahrt von Bielefeld nach Leipzig und zurück liegen hinter mir. Damit hat der beste Teil des gestrigen Tages auch den zeitlich größten Anteil. Das Treffen mit Cerb, Hartware und sehr kurz auch BadTux aus dem Alpha Lups Clan war das Beste am ganzen Tag. Es ist schön festzustellen, was für tolle Leute im Clan sind! Die GC selber war ein ziemlicher Reinfall. Viel zu kleine Ausstellungsfläche, zu voll mit Menschen, die ein grünes Armband trugen (<16 Jahre) und definitiv viel zu wenig zu sehen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, waren die Spielpräsentationen ziemlich enttäuschend. Wirklich viel zu sehen gab es nicht – abgesehen von den Jubelpersern bei GIGA-Games, die einem wirklich leid tun können.

Bei einigen Aussteller kam man zudem ins Grübeln, warum sie denn mit einem Stand auf der GC vertreten waren. Neben der Bundeswehr, die vermutlich auf der Suche nach Frischfleisch war, tummelten sich auch ein Hersteller von Druckerpatronen-Nachfüllsets und ein Handymuseum zur Auffüllung der frei gebliebenen Fläche in den Hallen. Nokia versuchte durch massive Präsenz (in jeder Halle und im Eingangsbereich mindestens ein großer Stand) den Besuchern sein neues Spielehandy N-Gage schmackhaft zu machen. Bei dem was ich davon gesehen habe warte ich doch lieber auf die angekündigte mobile Spielekonsole von Sony und überbrücke die Zeit bis dahin mit meinem alten Gameboy.

Leipzig als Ort der GC ist eine sehr beeindruckende Stadt. Der Kopfbahnhof als Aushängeschild lässt einen auch beim wiederholten Besuch noch staunen. Die auf drei Etagen verteilte Einkaufsmeile lädt zum ausgiebigen Geld ausgeben ein. Vom Rest der Stadt habe ich diesmal nicht sehr viel gesehen. Zu GC werde ich sicher nicht mehr fahren, aber Leipzig ist auf jeden Fall noch ein Besuch wert.

Games Convention Teil I

So. Das dürfte, wenn als gut funktioniert der erste Beitrag sein, der automatisch freigeschaltet wurde – quasi mit Zeitverzögerung. Das ist an Tagen wie heute, wo ich erst mitten in der Nacht zu Hause bin sehr praktisch, weil ich dann das Schreiben von Beiträgen nicht vergesse, weil ich zu müde bin.

Aber zum Thema. Ich werde heute zusammen mit Nadine und zwei Clanmitglieder von Alpha Lupus (Cerb und Hartware) zur Games Convention nach Leipzig fahren. Auf das Ereignis freue ich mich, aber es ist noch ein kleines Bachgrummeln da, da ich vermutlich auch einigen Pappnasen über den Weg laufen werde.

Da ich meine Kamera mit nehmen werde, stehen die Chance gut, dass am Sonntag nach dem Ausschlafen hier ein paar Bilder zu finden sind.

Neue Optionen

Endlich ist es soweit! Die Navigation wurde erweitert, so dass man jetzt durch die einzelnen Monate getrennt blättern kann. Das hat mich eine Menge Nerven gekostet, aber es geht. Als nächstes werde ich mich dann daran begeben, Nicht-Blog Seiten einzubinden, die aber auch über bitEvolution modifiziert werden können. Wenn ich dann mit den anderen Funktion voran komme, kann ich wohl Ende Oktober die erste Betaversion öffentlich zur Verfügung stellen.

Spätsommer

Mit dem Ende der unerträglichen Hitzewelle beginnt so langsam der Spätsommer. Eine Zeit im Jahr, auf die ich mich immer besonders freue. Die Tage werden zwar kürzer was auch zur Folge hat, dass sich das Aufstehen morgens wieder im Dunklen vollzieht, aber es überwiegen die schönen Seiten. Das Laub verfärbt sich, überall duftet es reifen Obst, leichter Nebel liegt in der Frühe noch über den Wiesen – einfach nur lebenswert. Nie schmeckt Tee besser, nie ist das Leben intensiver und voller Erinnerung wie im Spätsommer und Herbst.

Terminator 3

Nach dem Kinobesuch von Terminator 3 stellt sich eine alles entscheiden Frage. Vor aber kurz zur „Handlung”:

Arnold Schwarzenegger beschütz als Terminator den künftigen Rebellenführer John Connor, der die Menschheit nach dem Atomkrieg, ausgelöst durch das fehlgeleiteten Verteidigungssystems Skynet, im Kampf gegen die Maschinen anführt. Als Gegenspielerin fungiert in diesem Teil Kristanna Loken als Terminator T/X.

Sowohl Schwarzenegger als auch Loken glänzen nicht durch ihre schauspielerische Leistung – jeder Zeichentrickfilm bietet da deutlich mehr. Zumindest werden die Darsteller nicht durch anspruchsvolle Dialoge überfordert und sie mussten garantiert keine langen Drehbuchpassagen auswendig lernen.

Bei einem Eintrittspreis von 8 Euro kann man sich getrost fragen, wofür man das Geld ausgegeben hat außer vielleicht, um an besonders heißen Tagen für zwei Stunden in einem klimatisierten Raum zu sitzen. Im zweiten Teil war es der Spruch
„Hasta la vista, Baby“, der den Film aufgewertet hat. Als Zitat wurde er immer wieder verwendet.

Diesmal ist es „Sprich mit der Hand”. Ob man für diesen Spruch Geld ausgeben muss, sollte jeder für sich selber entscheiden.