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Systemfehler

So langsam treibt mich mein Blog in den Wahnsinn. Schon viermal ist es jetzt passiert, dass ein Beitrag sich für immer verabschiedet. Den Eintrag zu „Dark Chronicle“ durfte ich neu schreiben, da er vom nächsten Beitrag einfach überschrieben wurde. Ein kleiner Dreher im Datum, und schon verschwindet eine andere Datei. Sicherheitskopien gibt es natürlich keine. Echt Prima! Entweder baue ich noch eine Backupfunktion ein oder überlege mir kurzfristig was zur Datumsfunktion. Auf der einen Seite ist es unpraktisch, weil ich niemanden außer mir die Schuld geben kann. Andererseits habe ich dadurch aber auch den Vorteil, dass ich die Fehler selber beheben kann (oder können sollte).

Hinterrücks

Da steht man noch und winkt jemanden hinterher, bis dieser nicht mehr zu sehen ist, während der Betreffende selber sich von hinten an einen ran schleicht und einem den Dolch des Verrats in den Rücken stößt. Ein solches Verhalten konnte ich in dieser Woche bei einem ehemaligen Clanmitglied von Alpha Lupus entdecken, von dem wir uns leider trennen mussten. Abgesprochen war eigentlich, dass er gegenüber Dritten nichts Schlechtes über seinen alten Clan erzählt und wir im Gegenzug darüber schweigen, warum er den Clan verlassen musste. Es scheint aber so, dass für ihn diese Abmachung nicht mehr gültig ist. Wie sonst sollte man sein Verhalten in den letzten Tagen erklären? Nicht nur, dass er das Gerücht verbreitet, Alpha Lupus würde sich auflösen – er hat auch versucht, andere Clanmitglieder abzuwerben. So etwas nenne ist unfair und heimtückisch.

Sollte dieses Ruf schädigende Verhalten weiter gehen, wäre dass für mich ein Zeichen dafür, dass auch wir uns nicht mehr an die Abmachung halten müssen. Dann werde ich im Interesse des Clans wohl ein paar Dinge öffentlich machen über unser ehemaliges Mitglied. Das gehört zwar zu den Dingen, die ich sehr sehr ungern tue, aber wenn man mir keine andere Wahl läst, wird das unvermeidlich sein. Vielleicht ist dass aber nicht nötig, weil der Betreffende seine Fehler einsieht und sich in Zukunft einfach still verhält.

Dark Chronicle

Woran erkennt man den Suchtfaktor eines Spieles? Wohl daran, dass man nur ein wenig weiterspielen möchte, und beim nächsten Blick auf die Uhr bereits 5 Stunden vergangen sind.

Zu einem solchen Suchtspiel gehört auf jeden Fall „Dark Chronicle“, ein RPG für die PS2 im Cellshading Look. Hat man sich an die Optik gewöhnt und mit den Grundlagen der Steuerung vertraut gemacht, läst ein das Spiel nicht mehr los. Das Hochstufen der Charakter mach unwahrscheinlich viel Spaß. Durch immer wieder neu generierte Dungeons wird die Monsterhatz mit Max und Monica, den beiden Hauptfiguren, nicht langweilig. Abgerundet wird das Spiel durch das Erfinden von neuen Gegenständen und den Georamamodus, in dem man Stück für Stück seine eigene Stadt aufbauen kann. Auch der Angelmodus und das Mingolfspiel sorgen dafür, dass das Spiel nicht so schnell langweilig wird.
Was mir sehr positiv im Vergleich zu Final Fantasy X auffällt ist, dass die Minispiele Auswirkungen auf den Character haben und das puschen der Charakter durch die zufallsgenerierten Karte wesentlich angenehmer ist.

Bei einer Spieldauer von ca. 100 Stunden kann man getrost auf andere Aktivitäten wie Herbstspaziergänge oder Besuch von Freunden verzichten. Also Anrufbeantworter anschalten und Raum verdunkeln! Ganz so schlimm ist es bei mir zwar noch nicht, aber ich merke schon, dass das Spiel an meiner Zeit nagt. Da müssen dann andere Spiele erst mal zurückstehen.

Sprache als Eigentum

Ein große Fastfood-Kette hat eine neue Werbkampagne gestartet. So weit, so gut. Was mir aber überhaupt nicht gefällt, ist die Tatsache, dass sich der Burger-Bräter ein Stück Sprache hat schützen lassen. Quasi ein Satz als Eigentum eines Konzerns. Nicht nur in Deutsch, sondern auch in anderen Sprache. Stellt sich die Frage, ob ich schon verklagt werden kann, wenn ich Zukunft schreibe „… ich liebe es, im Regen spazieren zu gehen.“

Einkaufen am Niederrhein

Früher, als ich noch in Wesel gewohnt habe, fand ich diese Stadt richtig klasse. Alles was ich brauchte, konnte man dort auch kaufen. Mittlerweile bin nicht nur älter geworden, sondern ich wohne bereits über 10 Jahre in Bielefeld. Am Wochenende war ich ja zur Hochzeit meines Bruders in Wesel. Rund um das Pflichtprogramm gab es noch genügend Gelegenheit, Wesel und seine Einkaufsmöglichkeiten unter die Lupe zu nehmen.
Auf mich wirkt diese Stadt wie ein altes Paar Schuhe. Zu klein geworden und durch langes tragen richtig gammelig. Vieles von dem, was man noch kaufen kann in der Innenstadt von Wesel, läst sich unter dem Begriff „Ramsch“ zusammenfassen.


Ganz anders dagegen ist Bocholt, wo wir heute zum Einkaufen und Bummeln waren. Bocholt hat sich zu einem wunderbaren Juwel entwickelt – oder aber, ich habe diese Stadt früher unterschätzt. Nicht nur, das man dort prima einkaufen kann, nein, es läst sich dort auch so richtig das Leben genießen.

Trödelmarkt

An einem sonnigen Herbstsonntag über einen Trödelmarkt zu schlendern, kann wunderschön sein. Wenn man nicht gerade Deppen ausweichen muss, die meinen, selbst im dichtesten Gedrängel Zigarette rauchen zu müssen. Es gibt aber auch schöne Momente – wenn man an einem Stand mit Kindern günstig Brettspiele entdeckt. Bedauerlicherweise kommt das in letzter Zeit immer seltener vor. Anscheinend verschenken Eltern keine Brettspiele mehr, sondern Pokemon-Karten und Videospiele. Von beiden kennen die kleinen Bälger die Gebrauchtpreise ziemlich gut – keine Chance auf ein günstiges Schnäpchen. Was dann tröstet, sind die zahlreichen Freßbuden, die einem mit verlockenden Düften zum Essen einladen. Vermeiden sollte man allerdings die Stände mit Waren, die „vom Lastwagen“ gefallen sind.

Kleine Brüder werden groß

Und irgendwann heiraten sie auch. Bei meinem Bruder ist das genau heute der Fall. Wenn alles gut verlaufen ist, befinde ich mich zusammen mit Nadine unmittelbar vor Ort in Wesel – sozusagen am Ort des Geschehens. Ich bin ziemlich gespannt auf die Hochzeit, auch wenn es nicht meine Erste ist, an der ich quasi als Schaulustiger teilnehme.

Lanyard

Wer sich über den Titel wundert – also ich musste auch erst nachschlagen. Früher hat man die Dinger schlicht und einfach als Schlüsselanhänger bezeichnet. Gut, sie sind etwas größer und man trägt sie üblicherweise um den Hals. Zur Zeit sind sie wieder groß und Mode. Alle möglichen Firmen versehen sie mit einem Werbeaufdruck und bringen sie unters Volk. Die Frage ist nur, für welche Zielgruppe sind sie interessant. Auffallend häufig werden diese „modischen Anhänger” von über dreißig Jahre alten Menschen getragen. Wenn man noch einen Beweis für die Spätfolgen der Schlüsselkinder braucht, hier ist er.

Das demonstrative Tragen von Schlüssel um den Hals in diesem Alter scheint auf dem Trauma aus der Kindheit zu beruhen. Warum sonst sollten sich erwachsen Menschen beim Einkaufen einen Schlüssel um den Hals hängen? Um sich selbst lächerlich zu machen? Bestimmt nicht. Er ist es Ausdruck einer Haltung. Seht her, ich war ein Schlüsselkind! Oder aber: Ich will zurück zu meiner Mami, denn ich bin klein und schutzlos.

Bei allen modischen Verirrungen bleibt jedoch noch immer der Trost, dass sie irgendwann auch mal vorbei sind. Dann kann man die Schlüsselanhänger endlich einem sinnvollen Verwendungszweck zuführen – als Tragevorrichtung für MP3-Sticks ….

Fehlfunktion

Eigentlich stand an dieser Stelle ein Text zum 11. September – jedenfalls für 6 Stunden. Durch ein Fehlfunktion in meinem Blog hat sich der Text allerdings verabschiedet. Ob ich ihn noch mal wiederfinde, weiß ich noch nicht. Leider scheint es so zu sein, dass ich ein paar Problem mit der Archivierung habe, die ich unbedingt beheben muss, damit das nicht häufiger vorkommt.

Update: Es scheint doch schwerwiegender zu sein, als ich dachte. Wo der Fehler genau liegt, konnte ich bisher noch nicht ermitteln, zumal er nur willkürlich auftaucht. Ich vermute mal stark, dass es irgendwo an der Speicherung der Datenbank hängt.

Jenseits Von Jedem

Es gibt also wieder eine neue CD der Gruppe „Blumfeld”. Das neue Werk trägt den Titel „Jenseits Von Jedem”. Der Titel sagt eigentlich schon alles aus. Jenseits von jedem guten Geschmack, könnte man böswillig behaupten. Nur weil man ein paar Gitarren Akkorde anschlägt, entsteht noch lange keine gute Musik. Die Texte sind von ein, zwei Ausnahmen abgesehen einfallslos und laden nicht dazu ein, noch mal gehört zu werden. Kein Vergleich zur phänomenalen „Ich-Maschine”, die mittlerweile 11 Jahre alt ist. Damals hat mich die Wortgewalt der Texte schlicht umgeworfen. Was dann mit den folgenden Erscheinungen folgt, war eine fortlaufende Enttäuschung. Die Genialität von Ich-Maschine erreichte Blumfeld nie wieder. Vielleicht hätten sie sich damals nach Erscheinen der CD direkt auflösen sollen wie jüngst die No Angels – aber die haben nie gute Musik gemacht.