Von Zeit zu Zeit wechsele ich den Bildschirmhintergrund meines Computers aus. Es ist ein großer Vorteil, dass man den Hintergrund eines Fensters in das man reinschaut, austauschen kann – völlig ohne Umzugskosten und ohne Probleme. Mittlerweile ist eine richtige Sammlung mit unterschiedlichen Motiven auf meiner Festplatte entstanden. Was ich allerdings immer wieder bemerke, ist meine Vorliebe für dezente Motive. Ein Schreibtischhintergrund ist ein Hintergrund und sollte sich nicht in den Vordergrund drängen. Grelle Farbe oder nervöse Muster stören nur, besonders dann, wenn man selber grafisch am Computer arbeitet. Am liebsten mag ich daher ruhige Farbe oder Pastelltöne. Natürlich könnte ich mir einfach irgendwelche Farbmuster aussuchen und damit zufrieden sein. Ein Hintergrundbild drückt aber auch etwas über den Charakter oder zumindest über die Interessen und Vorlieben des Computerbesitzers aus. Es ist sozusagen ein Stück “Wohnungseinrichtung”. Motive, die ich auswähle, müssen originell, besonders und eben nicht aufdringlich sein. Am besten gefällt mir eine Motiv, wenn ich dafür auch noch Icons bekomme, mit denen ich die Verknüpfungen auf meinem Schreibtisch anpassen kann. Im Internet gibt es eine schier unendliche Auswahl. Mit viel Zeitaufwand muss man sich aber durch die Berge von Unbrauchbaren und lieblosen Motiven wühlen.
Daher möchte ich an dieser Stelle ein kleines Juwel vorstellen. Mein aktueller Hintergrund – und er wird es auch noch lange bleiben -ist von David Lanham. Auf seiner Internetseite www.dlanham.com findet man Bilder, die sowohl originell, witzig als auch dezent sind. Mit den passen Icons dazu schafft man sich eine Umgebung, in der sich das Auge wohl fühlt.
Über Kunst ist bereits viel geschrieben worden und wird sicher auch noch viel geschrieben werden. Trotzdem stellt sich mir immer wieder die Frage, was Kunst ist und vor allem, wer bestimmt was Kunst ist. Von meinem naiven Standpunkt aus betrachtet ist Kunst eine Definition. Als Kunst gilt zum einem etwas, was zu einem tradierten Kanon gehört. Ein Bild von van Gogh gilt als Kunst, ohne das man innerhalb unserer Gesellschaft darüber streiten müsste. Werke, die in diese Kategorie der tradierten Kunst fallen, bleiben in der Regel Kunst, bis sich die gesellschaftlichen Werte so weit verändern, das der gesamtgesellschaftliche Konsens etwas nicht mehr als Kunst betrachtet oder aber eine herrschende Gruppe auf Grund ihrer Macht ein Werk verbietet oder zu Un-Kunst erklärt. Dieses Herausfallen aus dem Kanon kann entweder endgültig oder zeitlich begrenzt sein. Werke von Ernst Barlach galten während der Diktatur der Nationalsozialisten nicht als Kunst – sie wurden als “entartet” bezeichnet. Nach dem Krieg ändert sich dies wieder.
Während es auf der einen Seite also die “schöne” Kunst gibt, die im Regelfall keiner Diskussionsbedarf, gibt es auf der anderen Seite Werke, die zu heftigen Kontroversen führen. Die Meinungsverschiedenheiten bleiben über längere Zeiträume bestehen bzw. lösen sich nicht auf. Als eines von vielen Beispielen kann man hier die Werke von Beuys anführen. Am Fettklumpen, der vom Meister geformt wurde, entzünden sich die Gemüter. Für die einen ist es ohne Frage Kunst. Andere wiederum sehen darin Fett, eine Verunreinigung, die man entfernen darf. Dazwischen gibt es noch eine Haltung, die vor allem dadurch gekennzeichnet ist, dass man sich raus hält und nicht an der Diskussion beteiligt. Wiederum von meinen naiven Standpunkt aus betrachtet könnte man trotz der Tatsache, das solche Werke umstritten sind, dies gerade deshalb als Kunst bezeichnen, weil Kunst etwas bewegt – im diesen Fall die Gemüter.
Verbunden mit der Definition von Kunst ist auch die Frage, wer ein Künstler ist. Eine Ausbildung zum Künstler gibt es nicht. Natürlich kann man Kunst studieren, oder Bildhauer werden. Über die Qualität und die Anerkennung entscheiden die anderen, die das eigene Schaffen zur Kunst erklären oder aber zur Zeitverschwendung, weil der Arme frei von Talent ist. Das wiederum führt zur nächsten Definition: Talent. Auch hier lässt sich in Bezug auf Kunst darüber streiten, wer Talent besitzt und wer nicht.
Für den Betreffenden “Künstler” ist es oft das Existentielle, was bei der Erstellung seiner Werke entscheiden ist. Wenn er von seiner Kunst, seiner Arbeit leben muss, will er für seine Werke auch Geld habe. Er wird daher versuchen, einen Geschmack oder ein Bedürfnis eines Dritten zu befriedigen mit seinem Werk. Abgeleitet daraus könnte man soweit feststellen, dass derjenige, der das Geld gibt, bestimmt was Kunst ist und was nicht. Das allerdings erfasst nur die “Brot und Butter”-Künstler, also diejenigen, die ihren Lebensunterhalt mit der Erschaffung von Kunst bestreiten. An dieser Stelle könnte man auch den Standpunkt einnehmen und sagen, dass solche Form der Kunst keine Kunst sein kann, da Kunst zweckfrei zu sein hat. Kunst wäre demnach nur das, was man ohne ein direktes materielles Bedürfnis erstellt. Dennoch hat Kunst auch dann einen Wert, nämlich den Betrag, den jemand bereit ist für den Erwerb des Werkes zu zahlen. Dadurch, das man so auch mit Kunst handeln kann, gibt es entsprechend auch Menschen, die von Kunstleben können ohne das es das Kunstwerk entwertet.
Kunst kann also direkt oder indirekt ein materielles Bedürfnis befriedigen. Davon ableiten kann man die Frage, ob Kunst materiell sein muss. Oder anders gefragt, muss Kunst sich einem physikalisch vorhandenem Werk manifestieren? Mit Blick auf Literatur oder auf Musik, die ja zunächst erstmal aus Noten auf dem Papier steht, lässt sich behaupten, dass das entscheidende an der Kunst die Idee ist. Letztendlich ist es egal, in welcher Form sich dann diese Idee manifestiert. Auch dieser Text ist die Manifestation einer Idee. Wenn das zu zutreffend ist, kann dann Kunst auch nur als Idee bestehen, ohne des es eine Manifestation gibt? Kann ich ein Kunstwerk nur dadurch erschaffen, dass ich die Idee habe? Werden diese Fragen positiv beantwortet, könnte demnach eine Idee vorstellen, dies wird dann von anderen als Kunst betrachtet und hat dann in letzter Konsequenz dann auch einen Wert, der sich quasi als Betrag in Euro kondensiert.
Versuchen wir es mal mit der Beschreibung einer Idee, die ein Kunstwerk auch in physikalischer Form werden kann, aber nicht muss. Die Existenz und die Veröffentlichung dieser Idee ist es, was in erster Linie interessant sein wird. Stellen wir uns vor unserem geistigen Auge eine typische Krippenszene vor. In dieser Szene werden aber die üblichen Verdächtigen durch Actionfiguren (H-Man oder Big Jim etc.) dargestellt. Das Installationen, und es wäre eine Installation, auch einen Namen haben, der nicht nur beschreibt kann, sondern auch erst die Kunst ausmachen kann, geben wir auch dieser Krippenszene einen Namen: Batteries not includ.
Am Freitagabend nach einer anstrengenden Woche erwischt es mich immer voll. Statt den Feierabend zu nutzen endet es meistens damit, dass ich nur abhänge. Am liebsten vor dem Fernseher, wo man mich bei zappen durch die Programme erwischen kann. Wenn ich irgendwo länger hängen bleibe, dann ist es entweder GIGA oder Arte. Auf den ersten Blick haben beide nichts gemeinsam. Beide bieten aber Unterhaltung. Auf dem eine wird anspruchsloses und auf dem anderen anspruchvolles serviert. Beide verhindert durch ihre besondere Art das Wegschalten. Nach einer Stunden habe ich dann allerdings genug und wende mich müde dem Bett zu. Schade eigentlich, denn der Freitagabend ist das schönste an der ganze Woche. Die Arbeit liegt hinter einem und das ganze Wochenende noch vor einem. Vielleicht aber ist mein Abhänge die Form, das richtig zu genießen. Alles andere kann man ja noch am Samstag oder Sonntag machen, schließlich hat man frei. Also weiterhin sinnfrei vor dem Fernseher versumpfen?
Es gibt eine Vielzahl von Dingen, die man alternativ am Freitag machen kann. Die sind aber meistens laut, mit Alkohol oder Nikotin verbunden oder wahnsinnig anstrengend. So gesehen ist Abhängen nicht die schlechteste Wahl. Mit ein wenig Glück läuft dann wie heute ein guter Film bei Arte und man kann dann voller Überzeugung sagen, das man ein Stück Kultur genossen hat. Vor dem Film, der diesmal lief, habe ich allerdings ein Steak und Prosecco genossen. Das ist dann wie ein Weichzeichner für den Abend ohne einen dicken Kopf am nächsten Tag zu machen. Man fühlt sich einfach beschwingt und kann dann auch später über die flache Moderation bei Giga-Games lachen.
Wenn ich blind mit 10 Fingern schreiben könnte, müsste ich nicht immer auf die Tastatur schauen. Dann würde ich auch nicht sehen, wie staubig und dreckig sie ist. Vermutlich hat sich dort unter den Tasten schon eine Milben-Metropole angesiedelt. Erschwerend kommt noch dazu, dass ich dank Apple eine schwarze Tastatur habe. Darauf sieht man wirklich jedes einzelne Staubkorn. Zudem zieht Schwarz Staub auf magische Weise an. Kaum hat man sauber gemacht, trudeln mit dem Sonnenlicht schon die ersten Staubflocken an. Wenn man dann noch dazu neigt, sich beim Programmieren durch die Haare zu gehen, weil das bekanntlich beim Denken hilft, hat man auch Haare und Haarreste zwischen den Tasten. Der Rest besteht dann aus undefinierbarem Schmader (Teereste, Brösel etc.) Ich sollte wohl mal am kommenden Wochenende mit einem Sauger zumindest die größeren Teile entfernen, sonst muss ich wohl demnächst meine Texte mit Einweghandschuhen schreiben. Eins werde ich aber auf jeden Fall nicht machen – mit Wasser zu versuchen, die Tastatur zu reinigen.
Nach einer aus unerklärlichen Gründen schlaflosen Nacht verspürt man das tiefe Bedürfnis, endlich mal durchzuschlafen. Ein Blick in den Spiegel offenbart dunkle Ränder unter den Augen und bestärkten den Wunsch nach Schlaf. Dann im Bett befällt einen die Angst, trotz der erheblichen Müdigkeit nicht einschlafen zu können. Man liegt wach und denkt an den Schlaf, an den nächsten Morgen, wenn das Schlafdefizit noch größer geworden ist. Wie lange noch bis zum Zusammenbruch?
Die Lösung wäre doch so einfach. Eine kleine Tablette verspricht den ersehnten Schlaf. Dennoch hält mich etwas zurück. Die Angst, die Kontrolle zu verlieren, nicht zu wissen, was die Tablette mit dem eigenen Körper anstellt. Besser nicht schlafen, als nicht zu wissen, wann und ob man wieder aufwacht.
Mit müden Augen blicke ich daher noch mal in den Spiegel, fest entschlossen, meine Angst zu überwinden – die Angst, nicht schlafen zu können. Am nächsten Morgen wache ich dann auf, nicht mehr so müde wie noch am Abend. Der Schlaf kam irgendwann in der Nacht – auch ohne Tablette.
Es gibt Filme, die sollten sich zartbesaitete Mitmenschen besser nicht auf nüchternem Magen anschauen. Besonders dann, wenn der Film geradezu in Blut ertrinkt. Von der menge Blut gemessen in Litern kann Kill Bill sicher mithalten mit Blade, wobei das auch schon das Einzige ist, was die beiden Filme gemeinsam haben. Während Blade sicherlich dem Mainstream Kino zugeordnet werden kann, trifft dies auf Kill Bill in keinster Weise zu.
Den Film nur als einzige Orgie von Gewalt und Aneinanderreihung von Blutfontänen zu bezeichnen, würde ihm nicht gerecht werden. Über die explizite Gewaltdarstellung kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein – aber der Film ist ja auch nicht für das Vorabendprogramm gemacht.
Wenn man Blut und magere Dialoge vom Film abzieht, bleibt ein erstaunliche Menge Substanz über. Das Motiv der Rache bestimmt den Film. Eingeleitet wird er mit einem klingonischen Zitat “Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird.” Diese Rache bestimmt nicht nur das Handeln der Braut (hervorragen gespielt von Uma Thurman), sondern auch von einem ihrer Gegenspielerinnen. Der Vergangenheit erfährt der Zuschauer in Form eines
Anime-Einschubs.
Kill Bill trägt den Zusatz Volume I, da der Umfang des Werkes zu groß war für einen Kinofilm. Anfang des nächsten Jahres darf sich das Publikum daher auf den zweiten Teil freuen. Fest steht auf jetzt schon, das der Film hochgejubelte Filme wie Matrix weit hinter sich läst. Kill Bill bedarf keiner pseudo-religiösen Einschübe, um interessant zu sein. Er ist ehrlich und geradlinig. Wie ein Videospiel fungiert die vorgestellte Gewalt als Katalysator – es wird fanatisiert, aber gerade dadurch nicht ausgelebt.
Wenn man längere Zeit regelmäßig blogt, stellt sich eine Art von Autismus in Bezug auf die eigene Kommunikationsfähigkeit ein. Entweder erzählt man seinen Mitmenschen etwas, über das man bereits geschrieben hat oder man schweigt in sich gekehrt vor sich hin. Schließlich können die Anderen ja nachlesen, was man zu erzählen hat.
Auch wenn die eigene Kommunikation nicht beeinträchtigt ist, so hat man doch im Kopf einen kleinen Mann sitzen, der alles was man so liest und erlebt auf die Verwertbarkeit hin überprüft. Im Mittelpunkt steht immer die Frage, ob es sich lohnt, darüber zu schreiben. Auf der anderen Seite steht die sich ausprägende Fähigkeit, sich einfach an den Computer zu setzten und zu schreiben. Während man schreibt, fließen die Gedanken in die Tastatur und formen sich zu Worten und Sätzen. Dennoch beleibt ein Blog eine Beschäftigung mit sich selbst. Schaut man sich andere Blogs an, dann auch immer unter dem Aspekt, ob die oder der Andere besser schreibt, ob das Layout besser aussieht und wie viele das dort geschriebene lesen.
Dennoch möchte ich mittlerweile nicht mehr darauf verzichten. Blogen kann auch zur Sucht werden.
Vor meinem Wechsel zu Mac OS X habe ich sehr intensiv Avantgo verwendet. Mit dieser Software wurden abonnierte Seiten in ein PDA-freundliches Format umgewandelt und auf meinen Palm übertragen. Nach dem Wechsel fehlte die entsprechende Software unter dem neuen Betriebssystem. Zusätzlich störten mich die Einschränkungen bei eigenen Kanälen.
Vor kurzem bin ich dann über eine Alternative gestolpert. Den kostenlose Offline-Reader Plucker gibt es zusammen mit einem Desktop-Programm für zahlreiche Betriebssysteme. Die Auswahl der Inhalte erfordert zwar ein wenig Arbeit, aber dafür kann man dann ohne Einschränkung seine Seiten auf dem Palm herunterladen. Das funktioniert sowohl Webseiten als auch bei lokalen HTML-Dokumenten. Die einzige Bedingung dabei: die Seiten sollte so gestaltet sein, dass sie den eingeschränkten Möglichkeiten der Zielplattform gerecht werden. Aus einer Laune heraus entstand der Gedanke, auch diese Seiten PDA-konform zu machen. Auf der rechten Seiten in der Navigationsleiste findet sich daher ein neuer Link: PDA-friendly. Dort steht dann, welche URL bei Plucker oder anderen Offline-Readern verwendet werden kann.
Nähere Informationen zu Plucker gibt es auf der Homepage des Projektes. Dort kann man dann auch die benötigte Desktop-Software runterladen. Nur den Reader selber findet man auch auf den Seiten von PalmGear.
Meistens verbindet man Chianti mit billigem, mit etwas Glück nicht Kopfschmerzen erzeugendem Fusel, den man beim Italiener bekommt. Bei Bringdiensten auch beliebt als kostenlose Beigabe ab einem gewissen Bestellwert. Trotz einer Auszeichnung mit der in Italien höchsten Qualitätsstufe – DOCG – erwartet man nicht sehr viel von Chianti. Im besten Fall erwischt man einen Wein, der gut zu allen Gelegenheiten passt, ohne gleich billig zu wirken. Einfach ein Wein für die italienischen Momenten im Leben – also zum jeden Tag trinken.
Per Zufall habe ich beim Einkaufen gestern einen anderen Chianti ausgewählt als den, den wir sonst immer hatten. Dieser war ein recht einfacher Wein, den man auch gut gerade für Glühwein nehmen konnte, eben weil er nicht aufdringlich ist und geschmacklich nicht stört. Dafür hat er aber auch nichts großartiges zu bieten. Der Chianti, den ich diesmal gekauft habe, trägt den Zusatz “Classico“. Zunächst habe ich mir nichts dabei gedacht. Beim ersten Schluck kam aber der Moment, wo ich ziemlich überrascht war. Dieser Chianti -ein Terralunga, mit einen Bauwerk darauf, das mich irgendwie an eine Guillotine erinnert- schmeckt anders. Ganz anders. Selbst als Laie konnte ich den deutlichen Unterschied in der Qualität spüren. Ein samtig-weich Geschmack mit viel Körper und einem wunderbaren Abgang. Laut dem hervorragendem Buch Wine Basics stammt Chianti mit dem Zusatz Classico aus den besten Anbaugebieten der Chianti-Region und trägt als Markenzeichen einen schwarzen Hahn am Flaschenhals.
Mein Erstaunen läst sich am besten mit einem wunderschönen Zitat ausdrücken (leider weiß ich nicht mehr, von wem es ist):
“Das Leben ist zu kurz für billigen Wein.“
Manchmal kommen sie wieder. Europäische Bräuche in neuen Kostüm als Reimport. Ein alter keltischer Feiertag wird durch Christianisierung und Auswanderung zu Halloween, wobei seine ursprüngliche Bedeutung auf der Strecke bleibt. Hauptsache, damit läst sich Geld machen, in dem man seinen Mitmenschen Kram verkauft, den sie „unbedingt” brauchen, um Halloween zu feiern.
Ob es die deutschen Einzelhändler waren, eine virusartige, eingeschleppte Krankheit oder einfach nur der Lauf der Dinge, läst sich nicht feststellen. Tatsache ist, dass vor ein paar Jahren auch in Deutschland angefangen wurde, Halloween zu feiern. Mittlerweile gib es rund um das „Fest” eine erdrückend Auswahl in den Kaufhäusern. Orange ist auf jeden Fall die Farbe des Monats, denn von allen Seiten grinsen einen Kürbisköpfe an – mal lustig, mal bedrohlich. Im Fernsehen laufen –was sonst – Gruselfilme.
Ehrlich gesagt, kann man auch gut auf Halloween verzichten. Aber wenn es ums Geld geht, hört bekanntlich der Spaß auf. Feiern, um die Wirtschaft anzukurbeln. Na, ja, jedenfalls besser als die Vorschläge, die Arbeitszeit auf 48 Stunden zu erhöhen – oder war das der CDU-Beitrag zu Halloween? Ein kleiner Gruselspaß?