22. Dezember
2004

Ohne Seele

Bielefelds teuerster Bioladen ist wieder mal umgezogen. Diesmal in neu gebautes Hochhaus in der Altstadt. Gleichzeitig mit dem Umzug wurde auch das Logo umgestaltet: Löwenzahn – Biofeinkost. Nicht nur wegen der höheren Ladenmiete sind die Preise wieder angepasst worden. Von Innen sieht der Laden jetzt aus wie “Edelboutique meets Supermarkt”. Der Charme des alten Geschäftes ist endgültig dahin. Eine Fließbandkasse macht dem Kunden schon im Eingangsbereich deutlich, wo er gelandet ist. Eine Seele hat der neue Löwenzahn nicht mehr. In Zukunft werde ich lieber auf dem Wochenmarkt am Biostand oder in einem der beiden noch verbleibenden, ehrlichen und kleinen wahren Bioläden einkaufen – zudem sind die auch noch deutlich günstiger.

21. Dezember
2004

Männerspielzeug

Die ersten englischen Berichte sind im Netz verfügbar für ein neues Männerspielzeug, was Europa wohl erst im nächsten Jahr erreichen wird. Letzte Woche war erst der Verkaufstart in Japan. Wie man auf dem Bild erkennen kann, spreche ich von der PSP, der Playstation Portabel. Einen guten Eindruck vom Gerät bekommt man in diesem Artikel. So. Und jetzt begebe ich mich zum Winterschlaf. Weckt mich, wenn die PSP in Deutschland erhältlich ist …

20. Dezember
2004

Es ist vollbracht

Wir haben heute, wie man sieht, endlich einen Weihnachtsbaum gekauft. Die Tanne ist etwa 1,85 Meter hoch und hat und stolze 25 Euro gekostet. Ein Preis, bei dem mir so richtig schlecht geworden ist. Aber was will man machen. Noch länger warten hätte die Auswahl sicher nicht vergrößert. Eigentlich wollten wir ja einen kleinen Baum, aber anscheinend scheint es die dieses Jahr nicht zu geben. Und für einen Zwerg mit Ballen zahle ich auch nicht 20 Euro – besonders, weil wir ihn nicht einpflanzen könnten.

19. Dezember
2004

Die Türken vor Europa

Nach den langen Debatten um den Beitritt, besser gesagt um die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen zwischen der Türkei und der europäischen Union mach ich mir auch Gedanken, wie ich dazu stehe. Ein Blick in meinen alten Atlas zeigt mir, das die Türkei zumindest teilweise sogar auf dem europäischen Kontinent liegt. Der Rest liegt verdammt nah an Europa. Wenn man ein wenig in der Geschichte kramt, fällt einem sehr schnell auf, das es einen beständigen kulturellen Austausch gegeben hat – anderer Glauben hin oder her. Man kommt nicht umher festzustellen, dass es gemeinsame Würzelchen gibt. Diese kann man hegen und pflegen und weiter ausbauen, oder wie die CDU einfach abschlagen. Den meisten Bäumen bekommt es nicht sehr gut, wenn man die Wurzeln entfernt.

Gerade auch in Hinblick auf unsere türkischstämmigen Mitbürger wäre eine Nichtaufnahme der Türkei in die EU das falsche Signal. Die ganze Diskussion um eine angebliche Islamisierung unserer Kultur ist überwiegend verlogen. So ist es auch nicht passiert, dass wir durch Beitritt Polens nur noch Wodka trinken oder wegen England nur noch Fish und Chips essen. Jedes Land in der europäischen Union hat bisher, so ist zumindest mein Eindruck, seine kulturelle Eigenständigkeit bewahrt. Das ist ja auch einer der schönsten Unterschiede im Vergleich zur USA: Vielfalt statt Einheitsbrei.

18. Dezember
2004

Tannenbaum – Eigentlich

Eigentlich hasse ich Anfänge mit “Eigentlich”, aber wir wollten heute wirklich eigentlich einen Tannenbaum kaufen. Leider ist daraus nichts geworden, da der eine Händler zur Zeit keine kleinen Bäume mehr hatte, sondern diese erst am Montag wieder rein bekommt. Bei einem anderen Baumverkauf hatte ich den Eindruck, dass man uns einen alten Baum verkaufen wollte. Die Nordmanntanne hatte so einen leicht gelblich Stich in den Nadeln. Zudem waren alle Bäume dort ohne Preisauszeichnung – wahrscheinlich orientierte der Preis sich an der Nase des Kunden.

Auf jeden Fall haben wir jetzt immer noch keinen Baum. Nächste Möglichkeit, einen zu kaufen ist dann der kommende Montag – vier Tage vor Weihnachten. Das beunruhigt mich schon etwas.

17. Dezember
2004

Weihnachtsgeschenke in TT

So, jetzt habe ich es endlich geschafft! Alle Weihnachtsgeschenke sind “in trockenen Tüchern”, ich muss nichts mehr besorgen. Selbst das Geschenkpapier ist schon gekauft. Nächste Woche geht es dann ans einpacken der letzten Geschenke. Das Einzige, was jetzt noch an größeren Aktionen ansteht ist das Backen der obligatorischen Plätzchen und der Kauf des Weihnachtsbaums.

Mit etwas Glück werde ich dann in den nächsten Tagen auch erfahren, ob es tatsächlich demnächst neue Vermieter gibt oder nicht. Für den Fall, das es wirklich dieses junge Pärchen ist, hatte ich die Idee, ihnen zwei Schokoladenweihnachtsmänner und eine “Herzlich Willkommen”-Karte an die Tür zu hängen – so machen wir dann vor Weihnachten unseren Frieden mit den neuen Eigentümern und sorgen hoffentlich für eine positive Grundstimmung. Schließlich haben wir vor, hier noch etwas länger zu wohnen, ohne dass man sich gegenseitig beschimpft und Streitigkeiten vor Gericht austrägt.

16. Dezember
2004

Sein neues Zuhause

Da ist er nun angekommen. Einmal umgetauscht, da zu laut – obwohl ich das neue Modell trotzdem noch höre, aber mit der Zeit wird das Gehör ja eh schlechter. In Sachen Kundenservice und vor allem Kundenumgang benötigen aber einige Verkäufer dringend eine Schulung. Wie dem auch sei, ich bin jetzt fast glücklich – nur unsere (noch) bescheuerte Vermieterin spukt in meinem Kopf und drückt aufs Gemüt.

15. Dezember
2004

Doch lauter?

Entweder bin ich ein wenig empfindlich, habe das Glück, momentan noch in einem ruhigen Haus zu leben oder der neue iMac ist wirklich lauter als das Ausstellungsstück im Laden. Ich empfinde den Lüfter einfach als zu laut. Ein Probehören in zwei Geschäften hat bei mir den Eindruck erweckt, dass ich mich nicht getäuscht habe mit meiner Einschätzung. Jetzt habe ich den Lüfter erstmal reklamiert und bekomme (hoffentlich) Montag einen neuen eingebaut – wobei das nicht ganz richtig ist, da bei dem imac direkt das ganze Motherboard ausgetauscht wird. Hoffentlich wird es dann endlich ruhiger.

15. Dezember
2004

Ein neues Zuhause

Einsam stand der kleine weiße G5 iMac im Laden von Gravis. Noch hatte ihn niemand adoptiert. Das änderte sich aber an einem Montag. An diesem Tag fand er ein neues zu Hause – und ich war mein Problem mit dem defekten Bildschirm los. Allerdings liegt jetzt ein großes Stück Arbeit vor mir. Die gesamten Daten vom Alten Rechner müssen auf den neuen Computer übertragen werden.

13. Dezember
2004

Lass dich nicht verarschen

, vor allem nicht beim Preis! Wirklich furchtbar, wie einen die aktuelle Werbung von Mediamarkt prägen kann. Aber was wahres ist an dem Spruch auf jeden Fall dran. Guter Dinge habe ich mich heute in der Stadt nach einem LCD-Bildschirm umgesehen, um damit meinen langsam sterbenden Monitor zu ersetzten. Gestern hatte ich mich ja auch schon ein wenig schlau gemacht, um ein passendes, auch zukunftsfähiges Modell (es sollte einen DVI-Anschluss habe) zu finden. Auch den Preis, den ich dafür bereit wahr zu zahlen, hatte ich anhand von Angeboten ermittelt. Tja, das Drama war dann, dass es in den großen Kaufhäusern dieses Modell und den Hersteller (Iiyama) nicht gab. In einem Computerladen, wo ich dann fündig geworden bin, wollte man tatsächlich 300 Euro mehr haben, als mich eine Bestellung im Internet gekostet hätte. Deutlich entrüstet bin ich dann wieder aus dem Laden gegangen – ich wollte schließlich ja nur einen Bildschirm kaufen, nicht das ganze Geschäft.

Das Ganze hat dann eine Wendung bekommen, die zwar teuer aber dafür sehr schön ist. Davon aber morgen mehr.